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Ultras kritisieren Polizei-Razzia

Einsatz wegen Intervideo Ultras kritisieren Polizei-Razzia

Am Mittwoch hat die Polizei zehn Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder der Ultra-Gruppierung Rising Boys Hannover (RBH) durchsucht. Dagegen klagen die Betroffenen, sie gehören angeblich nicht zu der Gruppe.

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Unschuldig? Die jetzt Verdächtigen wollen mit den Schmierereien der Rising Boys nichts zu tun haben. (Symbolbild)

Quelle: Archiv

Hannover. Nach der Razzia in der Ultra-Szene von Hannover 96 haben die Betroffenen angekündigt, sich rechtlich gegen die Durchsuchungen der Polizei wehren zu wollen. Polizisten hatten am Mittwochmorgen unter anderem in Linden insgesamt zehn Wohnungen von neun mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppierung Rising Boys Hannover (RBH) durchsucht. Den Verdächtigen wird Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen. Festgenommen wurde niemand. „Alle Betroffenen werden durch einen Anwalt betreut“, heißt es in einer Mitteilung der Fanhilfe Hannover. Die Organisation unterstützt Ultras von Hannover 96 in rechtlichen Belangen.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot gegen Teile der Ultra-Szene von Hannover 96 vorgegangen.

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In der Stellungnahme zu der Razzia, die im Internet veröffentlicht wurde, heißt es weiter, ein Großteil der Betroffenen gehöre „nicht zur Gruppe RBH“.

Die Fanhilfe kritisiert zudem, die Durchsuchungen haben zum Teil unter rechtswidrigen Bedingungen stattgefunden. Die Zielrichtung des Einsatzes lasse sich klar feststellen: „Hier geht es um Stigmatisierung, Zufallsfunde und das Erlangen von Strukturerkenntnissen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Bei der Polizeiaktion seien zudem auch diverse Fahnen sichergestellt worden, die nicht im Zusammenhang mit den Taten stehen. Auch dagegen wollen die Betroffenen rechtlich vorgehen.

Turnschuhe könnten Aufschluss bieten

Die Ermittlungen gegen die Rising Boys Hannover waren in Gang gekommen, nachdem die Gruppierung zu ihrem zehnjährigen Bestehen ein etwa 20-minütiges Video ins Netz gestellt hatte. Darauf ist zu sehen, wie Mitglieder der RBH S-Bahnen, Schallschutzwände, Regionalzüge und andere Objekte mit Graffitis besprühen. Die Täter sind auf den Videos zwar vermummt. Die Ermittler hoffen allerdings, die Täter anhand der auffallenden Sneaker, die sie bei den Taten getragen haben, identifizieren zu können.

Bei den Durchsuchungen am Mittwoch hatte die Polizei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter Kleidungsstücke, Schuhe, Spraydosen, aber auch Computer und diverse pyrotechnische Gegenstände. Es wird voraussichtlich einige Wochen dauern, bis die ersten Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen.

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