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Aus der Stadt Ultras als Ordner in Sonderzug für Hannover-96-Fans
Hannover Aus der Stadt Ultras als Ordner in Sonderzug für Hannover-96-Fans
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21:09 06.05.2011
Von Tobias Morchner
Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Einige von ihnen sind der Polizei in der Vergangenheit bereits durch ihre Beteiligung an brutalen Schlägereien und Übergriffen aufgefallen.

„Da wird der Bock zum Gärtner gemacht, und keinen scheint es zu kümmern“, sagt ein Beamter, der namentlich nicht genannt werden will. Den Verein habe man auf die Problematik aufmerksam gemacht und darum gebeten, etwas daran zu ändern, heißt es bei der Polizei. Doch der Fanbeauftragte Frank Watermann, der den Sonderzug nach Stuttgart gebucht und auch die Helfer ausgewählt hat, will das Personal nicht auswechseln. Seinen Angaben zufolge laufen die Planungen für die Fahrt zum letzten Auswärtsspiel bereits seit Oktober 2010. Außer den jetzt benannten Kräften habe sich sonst niemand bereit erklärt, die Verantwortung für diese Aufgabe zu übernehmen.

Auch 96-Sprecher Andreas Kuhnt sieht keine Notwendigkeit, am Sicherheitskonzept für die Fahrt etwas zu ändern: „Ich habe keinen Zweifel an der Integrität der Ordner“, sagte er. Er bestätigte, dass einige der Ultras das Catering und die Fahrkartenkontrolle vor der Abfahrt übernehmen sollen: „Die Ultras sollen ein Stück weit auf sich selber aufpassen, zudem haben wir noch 32 Mitarbeiter der Firma Protec an Bord“, erklärte Kuhnt. Auch Thorsten Meier, der für die Sicherheit im Stadion zuständig ist, sprach sich für das Sicherheitskonzept an Bord des Zuges aus: „Kernpunkt dabei ist die Einbeziehung der Ultras in die Organisation“, sagte er.

In jüngster Vergangenheit waren Mitglieder der Ultra-Szene durch Gewalttaten aufgefallen. Mitte April griffen sogenannte 96-Fans am Bahnhof Uelzen Anhänger des FC St. Pauli an. Eine Woche zuvor prügelten sich 20 Ultras in der hannoverschen Altstadt mit der Polizei.

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