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Umbenennung der FH sorgt für Verwirrung
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Hochschule statt Fachhochschule Umbenennung der FH sorgt für Verwirrung

Die Fachhochschule Hannover bekommt einen neuen Namen. Das Fach fällt weg, am Ende bleibt nur noch die Hochschule Hannover. Die Bildungsstätte muss sich nach neuer Gesetzeslage umbenennen – und das löst Verwirrung aus.

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Aus der Fachhochschule Hannover ist die Hochschule Hannover geworden.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Wer sich um einen Studienplatz an der Fachhochschule Hannover zum Sommersemester bewerben möchte, dürfte beim Blick auf die Internetseite einigermaßen verwirrt sein. Im grün unterlegten Seitenkopf ist wie gewohnt von der „Fachhochschule Hannover“ die Rede, daneben prangt das bekannte Logo mit den drei Großbuchstaben FHH. Weiter unten aber ist über den „Bewerbungsschluss an der Hochschule Hannover“ zu lesen. Da wird sich so mancher fragen, an welcher Bildungsstätte er eigentlich zu gegebener Zeit sein Studium beginnen kann. 

Eines steht fest: Die Fachhochschule Hannover bleibt eine Fachhochschule und unterscheidet sich mit ihrer praxisorientierten Ausbildung weiterhin von einer Universität. Allerdings muss sie sich fortan Hochschule nennen – weil das Niedersächsische Hochschulgesetz es so vorgibt. Angesichts des Internetauftritts liegt die Vermutung nahe, der Prozess der Namensänderung sei so verwirrend, dass selbst das Präsidium ins Trudeln geraten ist. Da begrüßt Präsidentin Prof. Rosemarie Kerkow-Weil den virtuellen Gast der „Hochschule Hannover“ und verabschiedet sich im Namen der „Fachhochschule Hannover“.

„Das ist wirklich Kraut und Rüben“, gibt Vizepräsident Prof. Günter Hirth zu. Die für das Internet zuständige Abteilung sei zeitlich im Verzug, verwirrt sei man keineswegs. „Wir haben intensiv über den neuen Namen diskutiert, und ich persönlich bin damit ganz glücklich.“ Die Gesetzesvorgabe ist eindeutig: Als Hochschulen sollen die niedersächsischen Fachhochschulen international wettbewerbsfähiger werden. Denn in anderen europäischen Ländern existiert kein vergleichbarer Terminus für die deutsche Fachhochschule. Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg seien bereits zur Bezeichnung „Hochschule“ übergegangen, sagt Hirth. „Der Begriff zeigt besser, dass die bisherigen Fachhochschulen ein breites Bildungsangebot vorhalten und nicht auf einzelne Fächer spezialisiert sind.“

Dass die neuen Hochschulen nun mit den Universitäten verwechselt werden, die ja auch unter den Sammelbegriff „Hochschulen“ fallen, glaubt Hirth nicht. Am Wissenschaftsstandort Hannover habe die Leibniz Universität durch den Namen des Gelehrten eine unverwechselbare Marke geschaffen. Uni-Präsident Prof. Erich Barke merkt mit einem gewissen ironischen Unterton an: „Alle Fachhochschulen heißen jetzt Hochschulen, aber nicht alle Hochschulen sind Fachhochschulen.“

Der Senat der bisherigen Fachhochschule Hannover hat sich darauf geeinigt, keinen Zusatz in den Namen aufzunehmen. Kreativer zeigen sich die Kollegen aus Wilhelmshaven/Oldenburg, die ihre Bildungsstätte Jade Hochschule getauft haben. Ostfalia heißt die Hochschule in Wolfenbüttel. Die Hildesheimer nennen sich HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. An der Hochschule Osnabrück verhält man sich namenstechnisch wie in Hannover. Die anderen haben ihren Auftritt als Hochschulen samt Logo vollendet – von der Internetpräsenz bis zum Briefpapier. An der FHH wird im Sommer ein neues Logo präsentiert. Durch die um Monate verzögerte Besetzung des Präsidentenpostens wegen einer Klage hinke man hinterher, sagt Hirth. Zum Jahresende sei das „Corporate Design“ komplett. Die Verwirrung im Internet wolle man früher beheben. Ein Anfang ist gemacht: Nach den Recherchen der HAZ wurde am Donnerstagabend ein Hinweis zur Namensänderung auf die Startseite gestellt.

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