Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Das denken Hannovers neue Erstsemester

Umfrage bei Studienanfängern Das denken Hannovers neue Erstsemester

Lieber sofort pauken oder erst mal jede WG-Party mitnehmen und sich später dann aufs Studium konzentrieren? Die neuen Erstsemester in Hannover erzählen, wie sie sich das Studentenleben vorstellen und warum sie sich für Hannover entschieden haben.

Voriger Artikel
Das ist der neue Uni-Blog für Hannover
Nächster Artikel
So stark ist die Superpumpe der Feuerwehr

Für rund 4400 beginnt jetzt das Uni-Leben in Hannover.

Quelle: Eberstein/Montage

Hannover. Sie wirken zum Teil leicht verloren, die hunderten Erstsemester, die um 9 Uhr vor dem Lichthof der Leibniz-Uni auf den Auftakt ins Studium warten. Rolf Töpper sucht sich einen Weg durch das Gedränge – vorbei an den Erstsemestern, den Tutoren und dem als Gorilla verkleideten Mann, der Flyer verteilt. „Ich weiß gar nicht, wo ich jetzt hin muss“, sagt Töpper, der zum Studieren von Hemmoor nach Hannover gezogen ist. Er sucht nach der Gruppe der Wirtschaftsingenieure – entdeckt sie schließlich am anderen Ende der Wiese und verschwindet.

An der Leibniz-Uni hat das neue Wintersemester begonnen – und damit für rund 4400 Erstsemester der Start ins Uni-Leben. Studienanfänger erzählen von ihren Erwartungen an den Uni-Alltag und das Leben in Hannover.

Zur Bildergalerie

Wenige Meter weiter stehen Giulio Oks, Karla Herzog und Johannes Raube. Die drei Hildesheimer haben sich für Rechtswissenschaften entschieden - und für Hannover, weil sie mal in einer richtigen Großstadt sein wollen. Doch haben sie mit Jura das richtige Studienfach gewählt? „Ich hab keine Idee, was mich genau erwartet“, sagt Raube. Immerhin wisse man vorher nie, wie das Studium wirklich wird. Nur bei einem ist er sich sicher: „Feiern gehört zum Uni-Leben auf jeden Fall dazu – wäre ja traurig wenn nicht.“ Denn die Zeit als Student solle schließlich als spaßige Zeit in Erinnerung bleiben. „Auch wenn man natürlich viel lernen muss.“ Nach Hannover zu ziehen, kam für die drei allerdings bisher nicht in Frage. „Von Hildesheim kann man gut pendeln“, sagt Oks.

"Von Hildesheim kann man gut pendeln", sagt Jura-Ersti Giulio Oks.

Quelle: HAZ

Pendeln kann Raphael Havenschild nicht. Der 18-Jährige ist aus Luzern nach Hannover gezogen, um Chemie zu studieren. „Die Schweiz ist so klein uns konservativ, deshalb wollte ich nach Deutschland“, sagt er. Dass es ihn nach Hannover verschlagen hat, sei eher Zufall gewesen. „Ich habe nach einer Stadt gesucht, die nicht zu klein, aber auch nicht zu groß ist“, erklärt er seine Wahl, mit der er bisher sehr zufrieden ist. „Hannover ist echt eine tolle Stadt – nur mit der Wohnsituation bin ich nicht zufrieden.“ Denn angesichts der vielen Studenten, die derzeit eine Bleibe suchen, hat Havenschild nur eine Wohnung zur Zwischenmiete im Ihme-Zentrum gefunden. „Das ist aber echt nicht das, was ich mir unter einer tollen Wohngegend vorstelle“, sagt er.

Mehr Glück hatte da Christian Buschau. Nachdem ihm von 30 Wohngemeinschaften eine Absage erteilt wurde, bekam der 20-jährige Hildesheimer einen Platz im Studentenwohnheim. „Da gefällt es mir echt gut - auch der Vorkurs war um Längen besser als mein Studium an der Uni in Wolfenbüttel“, sagt er. Dort hatte Buschau Elektrotechnik studiert. „Ich habe mich einfach nicht eingelebt und dann gingen die Noten auch noch den Bach runter.“ Er beschloss, aufzuhören und einen Neuanfang zu wagen. „Ich hoffe, dass in Hannover alles besser läuft.“ Dann muss er weiter – seine Studiengruppe geht mit den Tutoren los, um den Campus zu erkunden.

"Ich hoffe, dass in Hannover alles besser läuft": Nach seinem Elektrotechnik-Studium in Wolfenbüttel wagt Christian Buschau den Neuanfang.

Quelle: HAZ

Während Buschau die Begrüßung von Uni-Präsident Volker Epping schon hinter sich hat, wartet Burak Colak noch im Lichthof, denn die Erstsemester werden in zwei Schichten an der Uni willkommen geheißen. „Mein Bruder studiert hier auch, und er hat gesagt, dass die Uni hier schön ist und total viel zu bieten hat“, sagt der 20-Jährige aus Bad Pyrmont. Neben seinem Chemie-Studium freut er sich vor allem darauf, neue Menschen kennenzulernen. „Ich denke, hier begegnet man so unterschiedlichen Leuten mit ganz verschiedenen Sichtweisen – das hat man in der Schule, glaube ich, nicht“, sagt Colak.

Von Lisa Malecha, Wentje Lübbing und Anna Beckmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Nacht der Pferde auf der Pferd & Jagd 2016

Am Freitag zeigten sich 3740 Zuschauer bei der Nacht der Pferde auf der Pferd & Jagd begeistert. Harmonie zwischen Mensch und Pferd, atemberaubende Kunststücke – 150 Pferde und 60 Akteure sorgten für Gänsehautstimmung.