Eingeladen hatten die Bürgerinitiative Umweltschutz (BIU), das Atomplenum, der Jugendumweltverband Janun und andere Organisationen. „Wir haben ganz kurzfristig per E-Mail mobilisiert“, sagte Julia Heymann von der BIU. Man gedachte aber zunächst der Opfer des Erdbebens mit einer Schweigeminute, bevor in Reden Kritik an der Risikotechnologie Atom geübt wurde.
„Wir erinnern uns leider noch gut an Tschernobyl, und wir alle hatten gehofft, dass es ein weiteres so schweres Reaktorunglück nie mehr geben werde“, sagte Stefan Scheloske vom hannoverschen Atomplenum: „Jetzt aber scheint es so weit zu sein, dass es erneut zur Kernschmelze gekommen ist.“ Den ganzen Tag über habe man in Hannover gebannt und erschüttert die Nachrichten aus Japan verfolgt, wo Fachleute verzweifelt versuchten, den Unglücksreaktor Fukushima mit Meerwasser zu kühlen, um die Kettenreaktion in den Griff zu bekommen. „Fukushima zeigt erneut: Atomkraft ist nicht beherrschbar“, rief Scheloske ins Megafon.
Das Atomplenum und die anderen Organisationen werben für einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung. Am 25. April, fast auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl, soll es an allen deutschen Kernkraftwerke Demonstrationen geben. Die hannoverschen Gruppen fahren nach Grohnde bei Hameln.
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