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Unabhängige Verlage zeigen, was sie können

Buchlust-Messe Unabhängige Verlage zeigen, was sie können

Bei der Buchlust zeigen jedes Jahr unabhängige Verlage, was sie können – eine ganze Menge. Am Sonntag präsentierten 24 von ihnen ihr Programm im Künstlerhaus. Rund 2000 Besucher waren da, viele von ihnen sind Stammgäste.

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Die Buchlust ist der jährliche Treffpunkt der Literaturbegeisterten. Davon gibt es offensichtlich mehr, als manche denken.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Die Buchlust im Künstlerhaus hat am Sonntag gerade erst eröffnet, doch es ist schon ziemlich voll in den Räumen, in denen 24 Verlage ihr Programm präsentieren. Es sind wie immer in den 23 Jahren, in denen es dieses Schaufenster der Literatur schon gibt, nicht die großen Unternehmen aus der Welt der Bücher, die die Bestseller mit Riesenauflagen auf den Markt bringen. Hier treffen kleinere, unabhängige Verlage mit ausgesuchten Programmen jenseits des Massengeschmacks auf das Publikum, das sich genau für so etwas interessiert.

Hannes Wanderer vom Fotobuchverlag Peperoni-Books aus Berlin ist zum ersten Mal bei der Buchlust dabei. „Kleine Verlage haben ihre Berechtigung, und natürlich können sie auch nach ihren Maßstäben erfolgreich sein“, sagt er. Heißt bei Peperoni-Books: „Sorgfältig ausloten, ob ein Projekt Potenzial hat, individuell gestalten, sich bei der Auflage beschränken.“ So entstehen dann Bücher, die etwa Sitzmöglichkeiten an den Straßen Hongkongs oder lange Zugfahrten in Bummelzügen zum Thema haben.

Auf der Messe Buchlust präsentierten am Sonntag 24 Verlage im Künstlerhaus ihre Werke.

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„Bücher über Angela Merkel gibt es viele. Aber ein Lexikon wie das von Andreas Rinke, das sich der Kanzlerin auf Faktenbasis nähert, verlegen nur wir“, sagt Radostila Nau vom Zu-Klampen-Verlag. Die Springer sind seit mehr als 30 Jahren im Geschäft. „Voraussetzung sind gute Presse- und Vertriebsarbeit. Wir pflegen die direkten Kontakte zu den Buchhändlern“, schildert Nau. Die Buchlust wiederum diene auch als Gradmesser. Am Stand könne man aus erster Hand erfahren, was die Besucher zum Programm sagen.

Sabine Schofer ist am Stand von Reprodukt wohl so eine Referenzkundin. Der Verlag hat sich zuletzt den Graphic Novels gewidmet, also erzählenden Comics im Buchformat. Schofer blättert in einem Exemplar von „Irmina“, in dem Barbara Yelin die Geschichte ihrer Großmutter nachgezeichnet hat. „Das spricht mich in seiner Detailfülle an“, sagt Schofer. Das Buch kommt auf die Vormerkliste für Weihnachten. Dass kleine Verlage keine vom Aussterben bedrohte Spezies im Literaturbetrieb sind, zeigt auch die Resonanz auf der Buchlust. „Wir haben auch in diesem Jahr doppelt so viele Anfragen, als wir Plätze für Aussteller vergeben können“, sagt Kathrin Dittmer vom veranstaltenden Literaturhaus. Rund 2000 Besucher waren da, viele von ihnen sind Stammgäste.

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