Ein rätselhafter Fall beschäftigt die Ermittler der Polizeidirektion Hannover. Ein unbekannter Mann hat am frühen Dienstagabend versucht, den Zaun der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hannover mit einem Bolzenschneider zu durchtrennen. Offenbar wollte er auf das Gelände des Gefängnisses an der Schulenburger Landstraße gelangen. Von dem Mann fehlt jede Spur.
Nach Angaben von Pressesprecherin Kerstin Buckup war gegen 18.10 Uhr Alarm ausgelöst worden, nachdem sich der Mann am Sicherheitszaun der JVA an der Seite zum Vinnhorster Weg zu schaffen gemacht hatte. Bundespolizisten, die sich zufällig an der JVA aufhielten, beobachteten den Täter und nahmen sofort die Verfolgung auf. Die Beamten verloren den Unbekannten aber kurz darauf aus den Augen.
Die Polizei leitete eine Großfahndung ein und suchte mit mehreren Einheiten, Zivilfahndern, Hunden und dem Polizeihubschrauber Phoenix nach dem Mann. Die Fahndung am Dienstagabend blieb aber ohne Erfolg. Die Polizei brach die Aktion gegen 20 Uhr ab.
Offen ist bisher, was der Mann auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt überhaupt gewollt haben könnte. Dass er plante, einen Gefangenen zu befreien, scheint eher unwahrscheinlich. Selbst wenn es dem Täter gelungen wäre, ein Loch in den äußeren Sicherheitszaun zu schneiden, hätte er noch mehrere weitere Hürden überwinden müssen, um letztlich zu den Gebäuden der JVA vorzudringen. Die gesamte Sicherheitstechnik des Gefängnisses wurde erst kürzlich erneuert und gilt als hochmodern.
Erst im Dezember hatten drei Männer in Langenhagen den Zaun der dortigen JVA aufgeschnitten, um einen inhaftierten Georgier aus dem Abschiebegefängnis zu befreien. Mit schwerem Werkzeug schnitten sie ein großes viereckiges Loch in den Zaun. Das Vorhaben scheiterte jedoch. Auch dieser Zaun war elektronisch gesichert, der Alarm löste aus. Justizangestellte sahen einen Mann zu Fuß flüchten. Eine Fahndung verlief erfolglos.
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Kommentare
Sommerloch McMathew – 14.07.10
Eine nette Sommerloch-Story - gerade zum richtigen Zeitpunkt. Danke! Zwei Fragen kommen nur noch: Wie viel hat die HAZ bezahlt? Wo war der Redakteur zu dem Zeitpunkt?Na so was Griseldis – 14.07.10
Da gibt es doch einfachere Wege, ins Gefängnis zu kommen ....Dem Täter war wohl zu heiß.
@Boris DEW – 14.07.10
Lieber Boris,auch heutzutage gibt es in Deutschland noch Zäune, die unter Strom stehen - allerdings nur für Rindviecher...
@Toky Kloggs – 14.07.10
Was Du meinst nannte sich Reichskanzler.EINbruch? Hääh? – 14.07.10
Ich glaub der Täter hat da was falsch gemacht. Man bricht aus dem Gefängniss AUS und nicht in ein Gefängniss EIN.Also wirklich was lernt man den heute in der Schule?
Kann man nur den Kopf schütteln.
Ts Ts Ts...
Elektrozäune Unsicher – 14.07.10
Waren nicht auch die Zäune der DDR-Haftanstalten mit Elektrozäunen umgeben? Zumindest für Bautzen habe ich das so im Hinterkopf.Jedenfalls ist das für mich keine praktikable Lösung.
Früher Toky – 14.07.10
Früher nannte man den Bundeskanzler auch Führer. Der hat auch die Zäune unter Strom gesetzt. Ich will so was nicht wieder haben in Deutschland!Früher... Boris – 13.07.10
stand so ein Zaun unter Strom. Warum heute nicht mehr? Mann könnte ja mit Rücksicht auf Rot/Grün Ökostrom verwenden.Unterkunft? börnie – 13.07.10
..kann ja sein das er eine Unterkunft sucht wo es Essen und Trinken gibt und alles in einer kühlen Zelle? ;)