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Unfallfahrer hatte fast 1,1 Promille

Tödlicher Unfall bei Pattensen Unfallfahrer hatte fast 1,1 Promille

Gut eine Woche nach dem Unfall mit drei Toten bei Pattensen liegt jetzt das medizinische Gutachten vor. Demnach hatte der 21 Jahre alte Unfallfahrer einen Blutalkoholwert von fast 1,1 Promille.  Bei dem Unfall starben drei junge Menschen, darunter auch 96-Talent Niklas Feierabend. 

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Bei dem schweren Autounfall nahe Pattensen kamen drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden verletzt.

Quelle: Uwe Dillenberg

Hannover. Der Fahrer des Unfallwagens, in dem Hannover-96-Talent Niklas Feierabend (19) und zwei weitere junge Menschen ums Leben kamen, ist betrunken gewesen. Das ist das Ergebnis eines medizinischen Gutachtens. "Der Fahrer hatte einen Blutalkoholwert kurz unter 1,1 Promille", sagte am Samstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge. Den genauen Wert, der dann auch vor Gericht ein Rolle spielen wird, müssten aber noch weitere Ermittlungen ergeben, sagte Klinge gegenüber der HAZ.

Der Wagen des 21-Jährigen war am vergangenen Sonntag zwischen Hiddestorf und Pattensen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die drei tödlich Verunglückten im Alter von 18 und 19 Jahren hatten auf der Rückbank gesessen. Der Fahrer wurde schwer, sein Beifahrer leicht verletzt.

Bei einem schweren Autounfall nahe Pattensen sind am Sonntagmorgen drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden verletzt.

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Ein Schnelltest, der nach dem Unfall am Sonntag im Krankenhaus durchgeführt worden war, hatte eine höhere Promillezahl ergeben, die seitdem durch die diverse Medien geisterte. „Diese Tests sind jedoch nicht verlässlich genug und daher auch nicht juristisch verwertbar“, sagte damals ein Polizeisprecher.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits Anfang der Woche Ermittlungen gegen den Unfallfahrer eingeleitet. „Wir ermitteln gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs“, sagte Oberstaatsanwalt Klinge. Das Strafmaß für beide Vergehen bewegt sich zwischen einer Geldstrafe und bis zu fünf Jahren Haft. Welche Strafe das Gericht bei einem Schuldspruch verhängt, ist stark von der Auffassung des Richters abhängig. Ist dieser der Meinung, dass der 21-Jährige schon durch den Tod seiner Freunde, den er verschuldet hat, gestraft genug ist, tendiert er sicher zu einer milderen Strafe. Andererseits könnte das Gericht die Verhandlung auch dazu nutzen, andere junge Autofahrer durch eine lange Haftstrafe abzuschrecken.

Hannover 96 wird bei seinem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit einer Schweigeminute und einem Trauerflor an den tödlich verunglückten Jungprofi Feierabend erinnern. Die "Roten" haben dafür die Genehmigung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten.

frs/jki/tm/dpa

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