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Dürfen Müllwagen bald nicht mehr rückwärts fahren?

Vorschlag der Unfallversicherung Dürfen Müllwagen bald nicht mehr rückwärts fahren?

Ein kurioser Vorschlag zur Müllabfuhr sorgt für Wirbel: Die gesetzliche Unfallversicherung will das Rückwärtsfahren von Müllwagen verbieten lassen - aus Sicherheitsgründen. Die Versicherung begründet ihre Forderung mit tödlichen Unfällen, die es beim Rückwärtsfahren von Müllwagen gibt.

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Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die gesetzliche Unfallversicherung will das Rückwärtsfahren von Müllwagen verbieten lassen - aus Sicherheitsgründen. Nach den Plänen sollen die Touren so geplant werden, „dass keine Rückwärtsfahrten erforderlich sind“. Für viele Bürger hätte das gravierende Folgen. Die Bewohner sämtlicher Sackgassen der Region könnten dann ihre Mülltonnen und -säcke sowie Sperrmüll nicht mehr vors Haus oder Grundstück stellen, sondern müssten es bis zur nächsten Kreuzung schleppen - an den einen Ort, den der Müllwagen allein im Vorwärtsgang erreichen und auch wieder verlassen kann.

Wer weiß, wie der Alltag von Edwin Loll aussieht, erhält eine Ahnung der Dimension des Problems. Loll steuert einen 25-Tonnen-Müllwagen durch Hannover, mit sehr viel Fingerspitzengefühl. Vor allem in den Wohnquartieren sind die Straßen oft so eng, dass links und rechts zu den geparkten Autos nur ein paar Zentimeter Platz sind. Und immer wieder muss der Aha-Müllwerker Loll, genauso wie seine Kollegen, rückwärts fahren. Denn in der Landeshauptstadt und im Umland gibt es Hunderte Sackgassen ohne Wendemöglichkeit für Müllwagen. Und in allen Sackgassen stehen Woche für Woche Tonnen, Säcke und alte Matratzen, die abgeholt werden müssen.

Tödliche Unfälle beim Rückwärtsfahren

Die Unfallversicherung begründet ihre Forderung mit tödlichen Unfällen, die es beim Rückwärtsfahren von Müllwagen gibt. Auch in der Region hat es solche Unfälle bereits gegeben. Im Jahr 2013 überrollte ein Müllwagenfahrer auf einem Betriebshof in Vahrenwald beim Rangieren seinen hinter dem Wagen stehenden Kollegen. Ein Jahr zuvor hatte ein Müllwagen in Isernhagen beim Rückwärtsfahren in einer Sackgasse einen Rentner überfahren.

Ein 89-jähriger Mann ist am Montag in Isernhagen lebensgefährlich verletzt worden.

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Auf die Unfälle hat Aha reagiert. Nach und nach werden alle Müllwagen mit einem Sicherheitssystem ausgerüstet, das alle Objekte im toten Winkel erfasst und den Wagen automatisch abbremst. Dadurch würden schwere Unfälle verhindert, heißt es bei Aha. Das Rückwärtsfahren sei für ein Entsorgungsunternehmen einfach unverzichtbar, sagt der Leiter der Abfallsammlung bei Aha, Maik Renneberg. Tausende Haushalte in der Region seien anders gar nicht zu erreichen.

Ob solche Argumente dafür sorgen können, dass die Unfallversicherung bei ihrer Forderung eine Rolle rückwärts macht?

 

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