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Aus der Stadt Uni-Institut unterstützt die Leinewelle
Hannover Aus der Stadt Uni-Institut unterstützt die Leinewelle
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00:16 11.11.2013
Von Sonja Fröhlich
Quelle: Eric Meier
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Hannover

„Wir begrüßen die Idee der Leinewelle und die ansteckende Begeisterung dahinter“, sagt Institutsleiter Prof. Torsten Schlurmann. „Wir werden mit unserer Expertise wichtige Bausteine für ein Konzept zur Realisierung unter den herausfordernden örtlichen und hydrologischen Randbedingungen beitragen.“ Auch das Ingenieurbüro Stadt-Land-Fluss hat Hilfe zugesagt. „Wir sind sehr dankbar über so viel know-how“, sagt Projektinitiator Heiko Heybey.

Im Juni hatten der Ingenieur und Gastronom („Spandau“, „Strandleben“) und weitere Initiatoren ihre Idee der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wollen hinter dem Wehr der Flusswasserkunst am Landtag eine künstliche Doppelwelle erzeugen, auf der Freizeitsportler surfen können. Für die Kosten sind zunächst rund 300 000 bis 400 000 Euro veranschlagt. Die Stadtverwaltung hatte der Initiative aufgegeben, eine Reihe von Daten und Informationen zusammenzutragen, um das Projekt entsprechend bewerten zu können. Es habe „mehrere konstruktive Gespräche“ gegeben, sagt Stadtsprecher Andreas Möser. Eine Wertung wolle man nicht vornehmen – schließlich werde man möglicherweise am Ende auch Prüfbehörde sein.

Surfer auf den Wellen der Leine – was nach einem Witz klingt, könnte Wirklichkeit werden. Ein Hannoveraner will direkt vor dem Leinewehr am Landtag eine stehende Welle erzeugen. Kostenpunkt: 400.000 Euro.

Erste Erkenntnisse ließen hoffen, sagt Heybey. Ihm zufolge hat die Analyse der wichtigen hydrologischen Kenndaten ergeben, dass eine stehende Welle in der Altstadtleine tatsächlich realisierbar ist. Dazu hatte das Ingenieurbüro Stadt-Land-Fluss die Abflussdaten der Wasser- und Schifffahrtsbehörde am Pegel Leinewehr in Herrenhausen der letzten 13 Jahre ausgewertet. Demnach werde der für die Welle notwendige Mindestabfluss von acht Kubikmetern pro Sekunde am Landtag ganzjährig erreicht – wobei es in den Sommermonaten auch mal weniger Wasser sein kann. „Wenn wir die Parameter der gewünschten Welle verändern, können wir die surfbaren Tage noch einmal erhöhen – etwa, indem wir sie verengen.“

Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Initiatoren auch von ihrer Teilnahme am ersten bundesweiten Flusswellenforum in München, zu dem die Hauptakteure Heybey und Sebastian Stern von der Agentur Windrich & Sörgel gestern gemeinsam mit Prof. Schlurmann und Carsten Schwitalla von Stadt-Land-Fluss aufgebrochen sind. Dort stellen elf Initiativen aus Deutschland und der Schweiz ihre Pläne für Flusswellen vor  – das zeige, wie populär das Thema Flusssurfen derzeit sei, sagt Heybey. „Viele sind schon weiter als wir. Aber wir sind die einzige Initiative Norddeutschlands – und stolz, eingeladen worden zu sein“, sagt Heybey.

Eine Animation der Leinewelle von Lutz Beyer finden Sie hier.

Immerhin zählt das hannoversche Projekt bereits 400 aktive Helfer und eine Reihe prominenter Botschafter. Neu im Boot sind unter anderem 96-Kapitän Steven Cherundolo, Indians-Trainer Peter Willmann, die Musiker Mousse T., Oliver Perau und Jens Eckhoff, Regisseur Nils Loof, Lederwaren-Erbe Philipp Bree, die Chefs des Freiwilligenzentrums und der Kestnergesellschaft, Johannes Janke und Veit Görner.

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