Sollten die Besetzer das Audimax weiterhin nicht für Lehrveranstaltungen öffnen, werde er eine Räumung veranlassen und eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen. Die Besetzer forderten Barke auf, die Drohung zurückzunehmen.
Wie berichtet, sind durch die Besetzung des mit 650 Plätzen größten Uni-Hörsaals zurzeit Hunderte Studenten vom Lehrbetrieb ausgeschlossen. Vor allem die Studienanfänger im Maschinenbau sind zwingend auf das Audimax angewiesen. Bereits am Donnerstag mussten fünf der Lehrveranstaltungen in deutlich kleinere Räume verlegt werden. Auch am Freitag wurden drei Vorlesungen in Ausweichquartieren abgehalten, eine Vorlesung musste ganz abgesagt werden, weil keine Ersatzräume gefunden werden konnten.
„Es kann nicht sein, dass Studenten, die die Lehrveranstaltungen besuchen wollen, davon abgehalten werden“, sagte Barke. Er betonte jedoch erneut, dass er grundsätzliches Verständnis für die Proteste der Studenten habe und jederzeit zum Gespräch bereit sei. „Aber bisher hat mich leider keiner hören wollen.“
Schon am Donnerstag war der Präsident dreimal ins Audimax gekommen – mit dem Vorschlag, trotz der Besetzung Studenten in den Hörsaal zu lassen, die Vorlesungen besuchen möchten. Technisch wäre das machbar, sagte Barke. Auch in anderen Städten wie Potsdam, in denen Studenten Hörsäle besetzt hielten, sei man zu dieser Praxis übergangen. Am Montagmorgen will Barke wieder im Audimax vorstellig werden, um für eine solche Lösung zu werben. Sollte das keinen Erfolg haben, werde er eine Räumung in Erwägung ziehen, sagte er.
Die Besetzer zeigten sich am Freitagabend bei einer Versammlung mit rund 100 Teilnehmern entrüstet über das Vorhaben. „Es ist ein Skandal, dass der Präsident seinen eigenen Studenten nicht nur mit Räumung, sondern auch noch mit einer Anzeige droht, um diese einzuschüchtern und zu kriminalisieren“, empörte sich AStA-Referent Jan Harig. Gleichwohl signalisierten die Protestierenden Gesprächsbereitschaft: Sie wollen Barke am Montagabend ins Audimax einladen. In einem Brief, der per E-Mail auch an alle Uni-Studenten verschickt werden soll, fordern sie zudem, dass Barke ihre Forderungen für bessere Studienbedingungen unterstützt. Im Zuge der Besetzung ist es bereits zu Sachbeschädigungen gekommen. In der Nacht zu Freitag wurden die Kabel von zwei Sicherheitskameras am Eingang des Hörsaalbaus durchtrennt. Zudem lösten die Besetzer einen Fehlalarm aus, sodass Feuerwehr und Polizei anrücken mussten.
von Juliana Kaune und Julia Sellner
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Kommentare
Barkes Kommunikationsbereitschaft S. Dehn – 23.11.09
Barkes Kommunikationsbereitschaft ist ein Witz. Mehr als Palaber kann da nicht bei herauskommenm, denn Barke ist - bezogen auf die Forderungen der Studenten - relativ machtlos. Audimax besetzen und Vorlesungen zulassen? Da können die Besetzer auch gleich nach Hause fahren.Dass Studenten von Vorlesungen abgehalten werden mag zwar stimmen, dennoch organisieren Besetzer Ausweichräume. Die Maschinenbauer - auf die so oft verwiesen wird - sollen sich mal nicht so haben. Es gibt viele andere Studiengänge in denen die Studenten es gewöhnt sind, auf dem Boden hockend anderthalb Stunden Vorlesungen zu folgen.
Außerdem stand es ja jedem frei, sich an der Vollversammlung zu beteiligen.
Ich bin kein Besetzer, schaue aber regelmäßig im Audimax vorbei und nehme - soweit zeitlich möglich - am Plenum teil. Studenten, die das nicht tun, können sich auch nich beschweren.
Feuerarlarm Student – 23.11.09
Wer sagt überhaupt, dass der Fehlalarm von den Besetzern ausgelöst wurde?...Wäre doch genauso möglich, dass ihn jemand ausgelöst hat, der die Besetzung in ein schlechtes Licht rücken wollte...
Das hat er wohl auch geschafft...
Schade, dass es nur noch so wenige Menschen gibt, die nach dem Warum? und den damit zusammenhängenden Motiven fragen... von einem Journalisten sollte man sowas eigentlich erwarten können...
Denn welches Motiv hätten die Besetzer den Feueralarm auszulösen... schließlich haben sie politische Ziele und wollen mit sicherheit nicht als chaotischer Haufen assozialer gesehen werden die der Uni nur schaden wollen... ich denke es geht ihnen mehr darum allen Studierenden und damit verbunden auch der Universität zu helfen, und in dieses Bild passt die Auslösung des Feueralarms mal ganz und gar nicht rein, oder findet ihr nicht?...
AStA Florian – 22.11.09
Wer sagt, dass dies ein Brief vom AStA ist? Es ist ein Brief von den Besetztern, um das mal festzuhalten!na denn Student – 22.11.09
also das hab ich jetzt keine Lust nochmal zu tippen, nur ohne Link zu dem Antwortbrief des Astas auf den Brief vom Präsidenten.Kurzfassung: Wenn in MINT Fächern meiner Erfahrung nach über die Uni gemotzt wird, dann darüber das sie zu Praxisfern ist und zu wenig auf den Beruf vorbereitet. Und das ist das diametrale Gegenteil von oben genannten Brief mit seinen Forderungen.
Denkt die Mehrheit der Studenten so, also Leistungsorientiert? Keine Ahnung, aber die Mehrheit denkt wohl zumindest auch nicht so, wie vom Asta dargestellt.
hm Student – 22.11.09
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungenWahlbeteiligung Besetzer – 22.11.09
@Student:An niedriger Wahlbeteiligung krankt die gesamte Hochschulpolitik leider schon seit Jahren. Von Erfolg wird sogar schon dann geredet, wenn die Wahlbeteiligung bei Uniwahlen die 25 Prozent nicht unterschreitet. Um die Wahrnehmung von Vollversammlungen ist es leider noch düsterer bestellt. Die letzten VVs waren sehr viel schlechter besucht als die Besetzungs-VV.
Alle Menschen, die um die katastrophale Partizipation der Studenten an der Hochschulpolitik wissen, haben die letzte VV als überraschenden Erfolg gewertet (in Bezug auf die Teilnehmerzahl).
Für die Zukunft muss man sich natürlich intensiv überlegen, wie man diesem Misstand begegnen kann, ob es vielleicht sogar Reformmöglichkeiten gibt.
Zu Barke:
Der Präsident ist am Montag und Mittwoch vom Besetzerplenum eingeladen, um mit uns über unsere Forderungen zu diskutieren. Die Gesprächsbereitschaft, die immer wieder betont wird, steht unter der Prämisse, dass die Besetzung beendet wird. Barke will ANSTELLE der Besetzung mit uns Reden. D.h. von Gesprächsbereitschaft in Bezug auf die Besetzung und den Umgang damit kann keine Rede sein. Und wie gesagt: Zu fordern, dass das Audimax wieder für Vorlesungen freigegeben wird, ist keine Gesprächsbereitschaft, sondern die Forderung nach dem faktischen Ende der Besetzung...
Wahlbeteiligung Student – 22.11.09
Wenn ich richtig recherchiert habe, waren ca. 600 Studenten für den Streik. Bei 20.598 Studenten gibt das eine Wahlbeteiligung von -> 3 % <-und wie Student – 22.11.09
@Besetzer:Soweit im Artikel steht hat Barke mehrfach versucht, mit euch zu reden, wurde aber nie gehört. Warum gab es keine Podiumsdiskussion? Wenn es so ist, das er mit Diskussionsversuchen nicht durchkommt, ist so eine Androhung nicht nachvollziehbar?
Zur Abstimmung: Was war denn jetzt genau die Wahlbeteiligung? In normalen Wahlen sagt man ja bei einer Wahlbeteiligung die die 50% schrabbt müssen sich die Parteien überlegen, ob sie nicht grundsätzlich etwas falsch gemacht haben und ob die Wahl überhaupt legitim ist. Wie seht ihr das denn?
Nicht sinnlos Besetzer – 22.11.09
@Realismusdie Besetzung von Räumen ist ganz und gar nicht sinnlos. Bislang hat mir niemand eine bessere Aktionsform nennen können, die die Politik so sehr unter Zugzwang setzt, wie die bundesweite Besetzung von Hörsälen. Unser Anliegen ist im Gespräch, darauf kommt es an. Besetzungen führen nicht unmittelbar ein Ergebnis herbei, haben aber einen Symbolcharakter. Die Taktik der besetzenden Studenten ist aufgegangen (siehe Reaktionen u.a. von Stratmann)
Zu den Behinderungen der Studenten: Jeder Streik ist durch temporäre Behinderungen im laufenden Betrieb gekennzeichnet. Dies ist Wesensmerkmal eines Streiks.
Es läge nun an der Unileitung, betroffenen Studenten, die auf ihre Vorlesung nicht verzichten wollen, Ausweichmöglichkeiten anzubieten.
Dass du über die Vollversammlung als Entscheidungsgremium lachst und dich als Argument gegen die VV auf "Lust" beziehst, ist mehr als fragwürdig.
Wer keine Lust hat wählen zu gehen, der soll sich auch nicht über Entscheidungen beschweren, mit denen er nicht einverstanden ist.
Zu Präsident Barke: Es ist also kommunikativ, seinen Studenten mit polizeilicher Räumung und strafrechtlicher Verfolgung zu drohen?
Barke redet von Verständnis und Dialog und lässt den Besetzern zugleich keine Wahl: Entweder ihr beendet nächste Woche die Besetzung (eine Öffnung des Audimax für Vorlesungen käme dem gleich) oder ihr werdet geräumt.
Kommunikativ sein sieht anders aus.
Zu deinem letzten Appell:
Gerade JETZT sind wir stark. Noch einmal: Es ist die bundesweite Besetzungsbewegung, die uns stark macht. Stärker als jeder Dialog mit Lehrenden und jeder runde Tisch mit Schavan!
Es nervt Realismus – 21.11.09
Warum soll man einen Raum besetzen und seine eigenen Kommilitonen behindern?Das ist so sinnlos. Ich gehöre glücklicherweise nicht zu den Geschädigten.
Aber ich finde es so traurig wie Studenten und ihre Meinung ausgenutzt wird.
Vollversammlung das ich nicht lache. Ich denke mal das nicht jeder Zeit hat, geschweige denn lust.
Vielleicht sollte der Asta mal überlegen ob eine Onlineabstimmung sinnvoller wäre, vielleicht hat er auch Angst da sich zu wenig beteiligen.
Vielleicht sollte aber er auch nur für sich sprechen und dabei nicht die Studentenbeiträge für flyer rausschleudern.
Prof. Barke ist sehr kommunikativ und sucht immer das Gespräch mit den Studenten. Als Student müsste man doch wissen was vernünftig ist.
Aber die Studenten zu zwingen an einer Veranstaltung teilzunehmen und wenn sie nicht kommen zu behaupten, dass es ja ihre Meinung wäre bzw. sie im recht handeln würden, finde ich sehr empörend.
Ich appeliere an alle meine Kommilitonen, denkt mal nach. Behindert nicht uns / euch. Sondern geht er in den Dialog mit Studierenden und Lehrenden. Denn zusammen sind wir stark.
Besetzung sympathisant – 21.11.09
Viele Leute, viele MeinungenIch bin der Ansicht, dass die Besetzung eine durchaus richtige Sache ist. Ich habe selbst einen Tag dem Plenum und den Besetzern beigewohnt. Zugegeben, einiges was da von linken Gruppen in Broschüren vertreten wird ist fragwürdig, aber es gibt auch noch andere, und das sind denke ich, die Meisten. Außerdem hat das Einsetzen für bessere Bildung und bessere Studienbedingungen nichts mit "intellektuell sein wollen" zu tun, sondern mit Bewusstsein für die schlechte Lage vieler Studenten bundesweit. Das hierbei die Maschbauer zu kurz kommen ist sehr bedauerlich, aber aus den ersten Miseren hat das Besetzerteam gelernt und neue Räume organisiert, also sich um die benachteiligten Mitstudenten gekümmert. Und richtig ist: Barke hat es nie gekümmert, dass in den Geisteswissenschaften oftmals absolut besch**** Bedingungen herrschen. Die in seinen Aussagen getätigten Missstände die durch die BesetzerInnen angeblich herbeigeführt wurden, waren bei anderen auch ohne Besetzung schon da und da wurde sich nie drumm gekümmert. Welch Ungerechtigkeit.
Das es Hausfriedensbruch ist ist auch klar, aber dann ist das halt so, schließlich sind über 70 Hörsäle besetzt in ganz Deutschland, sollen das jetzt alles Kriminelle sein??? Ich denke nicht. Und der Vergleich mit 68 ist weit hergeholt. Wenn wir studieren könnten wie 1968, dann würde kein Haus besetzt sein, denn damals war das Studium wesentlich freier organisiert. Ich wünsche den Jungs und Mädels jedenfalls alles gute und eine noch hoffentlich langanhaltende und vor allem friedliche Besetzung. Diejenigen die sich zumeist darüber aufregen ghören auch nicht zu den Benachteiligten Studis, die nicht wissen sollen wie sie das Studium schaffen, die Kohle organisieren und Prüfungen meistern sollen. Wenn ich nen reichen Vater hätte würde ich mich auch gegen die Besetzer stellen!
Legitimationsketten Kritischer Student – 21.11.09
@Student:Es zu bedauern, dass sich Studenten nicht organisieren, um gegen die "Schreihälse" vorzugehen, zeugt schon von einem merkwürdigen Demokratieverständnis.
Wie zutreffend von der HAZ berichtet, ist der Beschluss das Audimax zu besetzen auf einer allen offen stehenden Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit verabschiedet worden. Ich frage mich: Wenn ach so viele Studenten diese Besetzung ablehnen (was ich übrigens nicht so wahrgenommen habe), wo waren sie dann bei der VV?
Und natürlich beteiligen sich auch Studenten der "linken Szene" an der Besetzung. Das liegt daran, dass es zwischen den politischen Forderungen der Studenten und den Forderungen der "linken Szene" viele Überschneidungen gibt.
Als Student der LUH bin ich den politischen Gruppen, die uns unterstützen - von der Grünen Jugend bis zur Linken - dankbar für die wichtige Solidarität.
Also, wenn du ein Problem mit uns "Schreihälsen" hast: Komm nächstes Mal einfach zur VV oder schon jetzt in das Besetzerplenum im Audimax.
Da könne wir dann auch gerne über deine Magenprobleme beim Anblick der Pamphlete reden.
andersrum wird ein schuh draus student – 21.11.09
Die Beobachtung ist im Prinzip richtig, aber es geht hier nicht um viele Studenten, sondern um sehr wenige, weiterhin würde ich mal behaupten das es da nicht nur assoziationen zur linken Szene gibt. Geht mal in's Audimax und schaut euch die rumliegenden Pamphlete und Prospekte an, da dreht sich einem der Magen um.Ich sage nur "kommunismus statt arbeit" wie's seit langem an unserer Mensa gesprüht steht.
Es ist eigentlich schade das sich die anderen Studenten nicht mal organisieren um gegen die Schreihälse vorzugehen. Und das die Medienberichterstattung es nicht für nötig hält, einfach mal ein paar auf dem Campus rumlaufende Studenten zu fragen was sie denken. So werden die "Studenten" der Öffentlichkeit komplett einseitig und falsch dargestellt!
Welch ein Unsinn Klaus-Dieter – 21.11.09
Welch Schwachfug. Wenn jemand etwas besetzt, was ihm nicht gehört, was er aber mehr oder minder kostenlos benutzen darf - dann dürfte das eine Straftat sein.Die Besetzer sind damit kriminelle Elemente und gehören in jedem Fall strafrechtlich verfolgt. Ich möchte später in meinem Betrieb keinen vorbestraften Hausbesetzer beschäftigen.
Protest gerechtfertigt! S. Dehn (Studierender) – 21.11.09
Der Protest ist völlig gerechtfertigt! Ich war zuerst Befürworter der Studiengebühren, da ich sie als Möglichkeit gesehen habe, die Lernbedingungen an den Hochschulen zu verbessern. Da die Uni das Geld jedoch nicht sinnvoll und teilweise gar nicht einsetzt oder für Alibiverbesserungen wie längere Öffnunszeiten der Bibliotheken, gehören sie abgeschafft, denn sie entsprechen damit nicht dem niedersäsischen Hochschulgesetz, das vorsieht, dass die Hochschule die Gebühren einzusetzen hat.Bafögsätze anzuheben ist reiner Eskapismus, um sich den wahren Problemen nicht stelle zu müssen.
Bedauerlich finde ich, dass bislang niemand auf die unverantwortlichen Steuersenkungen der neuen Bundesregierung eingeht, die wir Studierenden als zukünftige Leistungsträger dieses Landes abzutragen haben.
Recht auf Bildung HAZ-Leser – 21.11.09
Einige (wenige) Forderungen kann ich ja verstehen, aber wie diese versucht werden, durchzusetzen, ist in meinen Augen mehr als lächerlich. Die Damen und Herren Studenten sollten sich einfach mal vor Augen halten, dass es ein Hausrecht gibt. Wenn Sie denn schon demonstrieren möchten, sollen sie es doch in der Eileriede machen - aber die Hörsäle für die WIRKLICHEN Studenten nicht versperren. Aber es ist ja so schön, sich schon in jungen Jahren als Interlektuell darstellen zu können - ach was sind wir doch für tolle Typen.Nun ja... ich – 21.11.09
Ich hatte eigentlich auch im Kopf dass alle Vorlesungen bis auf die mathematik-Vorlesung am Mittwoch von 10-12 in andere Räume verlegt wurden.Damit ist das Argument "Ausfall von Veranstaltungen" doch wohl erledigt.
Wobei ich immernoch nicht ganz verstehen kann, warum wir als Studierende in der Lage sind eine solche Raumänderung zu organisieren, während die Unileitung dazu nach eigener Aussage nicht fähig ist.
Zudem sollen, soweit mein Kenntnisstand, zusätzlich Veranstaltungen stattfinden, wie Tutorien (bei Mathematik hat sich soweit ich weiß da schon jemand bereit erklärt) und Vorträge, die teilweise dem Thema angepasst sind (SoWi und PolWi hab ich jetzt gehört, dass da Dozierende bereit sind, sowie eine Dozierender der Mathematik würde eine Vorlesung zum Thema "Ästetik der Mathematik" halten).
Was die Kamerasache angeht...Die Besetzer sind eine recht heterogene Gruppe, dementsprechend sitze da auch Leute drinnen, die den "Freies Lehren und Lernen"-Punkt enger und welche, die ihn etwas breiter gefächert verstehen.
wie ich eben auf der Infoseite der Besetzung gelesen habe (www.unsereunihannover.blogsport.de),"Da sitzen nicht nur ein Haufen kiffender Punks"(wenn die Besetzung stört, ganz abgesehen davon, das Rauchen innerhalb des Uni Gebäudes untersagt ist und deswegen natürlich NICHT im Audimax geraucht wird. Das Ziel ist nicht die Uni zu schädigen, sondern eine verbesserung der Lehr-und Lernbedingungen), der kann doch zu den Plenarsitzungen gehen und dort SEINE Meinung vertreten.
Isch habe fertisch.
Schwachsinn Hannoveraner – 21.11.09
Das einzige was ich nis jetzt nicht in ordnung finde ist, dass Falschalarme ausgelöst werden, so etwas ist kindisch und kann sehr gefährlich für andere werden, nur weil sich jemand einen Spaß macht, kommt an einer andere Stelle jemand zu schaden?Maschbauer haben bessere Studienbedingungen SoWi – 21.11.09
Ich finde die Besetzung des Aufimax nicht in allen Punkten gerechtfertigt, aber das Argument, dass für die armen Maschbauer im ersten Semester die Vorlesungen ausfallen ist eine Frechheit. Bei den Geisteswissenschaften ist es normal, dass die Räume zu klein sind und Studenten (besonders in den ersten Semestern) wieder nach Hause geschickt werden, weil sie keinen Platz haben. Hat das jemals den Dekan interessiert???Situation der Maschinenbauer maschbauer – 21.11.09
Warum sich die Maschinenbauer nicht so stark an den Protesten beteiligen und lieber ihre Vorlesungen besuchen.Die Studienbedingungen sind bei uns einfach gar nicht so schlecht! Sicher gibt es ab und zu mal kleine Problempunkte aber dort können dank der engen Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Studenten immer schnell Lösungen gefunden werden.
Überfüllte Seminare oder zu wenig Seminarplätze sind ebenfalls unbekannt - wir haben fast nur Vorlesungen und dort findet i.d.R. jeder einen Platz. Außer natürlich wenn Räume besetzt werden!
Auch der Bachelor ist für viele kein Thema. Die Umstellung ist erst einige Monate alt und es gibt bislang auch keine mit anderen Studiengängen vergleichbare Prüfungsordnung, unsere Bachelors sind lediglich verkappte Diplomer.
Die Leistungsanforderungen waren und sind bei uns immer sehr hoch, so wird die Umstellung auf einen richtigen Bachelor den Workload senken. Auch dies ist ein Grund, warum unter vielen Maschinenbauern Unverständnis herrscht.
Das möchte ich ja mal sehen... Herris – 21.11.09
...dass der Dekan seine eigenen Studenten mit einer Hunderschaft Polizei aus dem Audimax prügeln lässtEin Streik muss Wirkung haben Streikender – 21.11.09
Eins Streik, von dem niemand etwas mitbekommt IST KEINER! Darum besetzen! Wenn die Studierenden schon Kunden sind, dann sollen sie gefälligst auch wie Könige behandelt werden!Vielleicht wäre es aber ratsam, wenn die Maschinebauer sich auch mal Gedanken über ihre miserablen Studienbedingungen machen würden und sich auch darum kümmern würden die menschenverachtenden Studiengebühren wieder abzuschaffen! Denn ich will als Student eigentlich kein Kunde sein sondern LERNEN!
Macht Euch selbst ein Bild Unterstützer – 21.11.09
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.Bildungsstreik?!? Zhorsten von Tart Ner – 21.11.09
"In einem Brief,[...]fordern sie zudem, dass Barke ihre Forderungen für bessere Studienbedingungen unterstützt."Eine Forderung lautet:
"Abbau der gesamten Kameraüberwachung innerhalb der Lehrgebäude und des gesamten Unigeländes."
Und die wundern sich, warum sie nicht ernst genommen werden...
68 kommt nicht wieder js.b – 21.11.09
Die sogenannten Studentenproteste sind in meinen Augen bislang ein einziger Witz. Zu gerne würden viele Studenten offenbar ein 1968-Revival veranstalten - da wird nicht demonstriert, nein, sondern natürlich BESETZT. Welch ein kreativer Protest. Und Assoziationen mit linksautonomer Hausbesetzer-Romantik sind sicher reiner Zufall.1968 kommt nicht wieder. Wer demonstrieren will, möge das gerne tun, allerdings bitte im Rahmen der geltenden Spielregeln. Dann muss man auch keine polizeilichen Räumungen und Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs fürchten.