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Uni investiert 3 Millionen Euro in Welfengarten

Aufwertung der "Campuswiese" Uni investiert 3 Millionen Euro in Welfengarten

Die Leibniz-Universität will den Park hinter dem Hauptgebäude aufwerten. 3 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Welfengartens kosten. Ein Drittel dieser Summe wird bereits im kommenden Jahr für neue Wege ausgegeben. Das Projekt soll sich über zehn Jahre hinziehen. 

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Die sogenannte Campuswiese wird das Herzstück des Parks. Ihr Umriss zeichnet eine Barockanlage nach. 

Quelle: Animation: Büro Louafi/Foto: Treblin

Hannover. Der Welfengarten hinter dem Hauptgebäude der Leibniz-Universität ist in einem anderen Zustand als die Herrenhäuser Gärten, zu denen er gehört: „Leicht verwildert, von Trampelpfaden durchzogen, in Teilbereichen vermüllt und mit zerstörten Mobiliar“, fasst es Uni-Präsident Volker Epping zusammen. Das ändert sich ab nächstem Jahr. Die Anlage wird neu gestaltet - unter Berücksichtigung der historischen Bedeutung und der Ansprüche derjenigen, die ihn nutzen. Das sind viele, wie Sepp Heckmann, Vorsitzender des Vereins Freunde der Herrenhäuser Gärten, betont: „Der Welfengarten ist derjenige unter den vier Gärten mit dem höchsten Durchlauf.“

Der Verein hat dazu beigetragen, dass der Park, gleichzeitig Campus und Stadtteilpark für die Nordstadt, nun aufgewertet werden kann. Er hat eine sogenannte Mehrfachbeauftragung von vier Planungsbüros mit 30 000 Euro finanziert. Der Siegerentwurf in dieser Form des Architektenwettbewerbs ist Anfang der Woche von einer Jury gekürt und am Mittwoch im Senatssaal der Universität präsentiert worden. Die Wahl fiel auf den in Hannover bestens bekannten Landschaftsarchitekten Kamel Louafi aus Berlin und seine Kollegin Dörte Eggert-Heerdeegen.

Die Leibniz-Universität will die Wiese hinter dem Hauptgebäude aufwerten. 3 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Parks kosten.

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„Wir haben Anrainer und Studenten befragt, was sie am Welfengarten schätzen. Sehr oft kam als Antwort das Wort Freiheit“, sagt Prof. Christian Werthmann vom Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz-Uni. In die Aufgabenstellung für den Wettbewerb sei auch eingeflossen, die Identität des Parks zu erhalten und dessen spätere Pflege nicht zu aufwendig werden zu lassen.

Louafi und Eggert-Heerdeegen haben das umgesetzt, indem sie nur leichte Eingriffe am Baumbestand vornehmen. Das Wegenetz orientiert sich sowohl an historischen Vorgaben wie auch an neuen Verbindungen - beispielsweise derjenigen zwischen Uni-Gebäude und Mensa. Um den Park ist ein Rundweg vorgesehen, den auch Jogger nutzen können. Herzstück wird die sogenannte Campuswiese mit Sitzflächen in Blattform. Ihre Grenzen markiert die Graft aus der Barockzeit, die heute zugeschüttet ist und deren Verlauf nun mit unterschiedlichen Materialien nachgezeichnet werden soll.

Die Umgestaltung des Welfengartens ist ein Projekt, dass sich über zehn Jahre hinziehen wird und für das die Hochschule 3 Millionen Euro veranschlagt. Ein Drittel dieser Summe wird bereits im kommenden Jahr ausgegeben; „vor allem für vernünftige Wege im Park“, sagt Epping. Der Uni-Präsident erhofft sich einen Nebeneffekt: Wenn der Welfengarten weniger verwildert daherkommt, werden die Nutzer ihn möglicherweise pfleglicher behandeln und beispielsweise weniger Müll hinterlassen.

Fast schon ein Heimspiel

 „Wir haben uns sehr gefreut“, kommentierte Landschaftsarchitekt Kamel Louafi den Sieg beim Wettbewerb zur Neugestaltung des Welfengartens. Den Satz durfte der gebürtige Algerier, der in Berlin lebt und international tätig ist, speziell in Hannover schon häufiger sagen. Die Beziehung zwischen der Landeshauptstadt und Louafi, dessen Entwürfe häufig von ornamentalen Elementen geprägt sind, begann mit der Weltausstellung, für die er die „Gärten im Wandel“ konzipierte. Nach einigen Aufträgen für die Messe setzte er mit dem sogenannten Operndreieck an der Georgstraße einen Akzent in der Innenstadt. Anfang des Jahres wurde vor dem Neuen Rathaus der umgestaltete Trammplatz freigegeben – auch er ein Werk des Berliners. Vor vier Jahren hat Louafi ein Buch über seine Vorstellungen von Landschaftsplanung veröffentlicht. Darin lobt er Hannover als Stadt, die „Landschaft als Raum für die ihn nutzenden Menschen begreift und entsprechend formt“.     

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