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Gemeinsame Mahnung

„Die Jahre 1915 bis 1918“ Gemeinsame Mahnung

Es war schon ein illustres Autorenkollektiv, das sich da in der Buchhandlung Decius zur Buchpräsentation versammelt hatte. Gewerkschafter und Unternehmer präsentieren gemeinsamen Aufsatzband „Die Jahre 1915 bis 1918“ über den Ersten Weltkrieg.

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„Wir erleben ein Erstarken des Nationalismus“ (v. li.): Hartmut Tölle, Dr. Volker Schmidt, Generalleutnant Carsten Jacobson, Michael Fürst und Gundolf Algermissen.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. „Eine außergewöhnliche Runde“, wie Niedersachsens DGB-Chef Hartmut Tölle mit Blick auf seine ­Ko-Autoren bemerkte: Gemeinsam mit Niedersachsen-Metall-Chef Volker Schmidt, Michael Fürst vom Landesverband jüdischer Gemeinden und Generalleutnant Carsten Jacobson präsentierte Tölle  den Aufsatzband „Die Jahre 1915 bis 1918“ über den Ersten Weltkrieg (248  Seiten, erhältlich bei Decius für 15  Euro).

Das gemeinsame Buchprojekt verstehen die Autoren auch als gemeinsame Mahnung: „Wir erleben heute wieder ein Erstarken des Nationalismus – doch es gibt keine einfachen Antworten auf komplizierte Fragen“, sagt Schmidt.

„In dem Buch geht es weniger um Front- als vielmehr um Heimaterlebnisse“, sagt Gundolf Algermissen, DGB-Beauftragter für Arbeitergeschichte. Aus regionaler Perspektive beleuchtet der Band, der Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, den Hunger an der „Heimatfront“, die Entwicklung von Malerei oder die Ehrung jüdischer Frontkämpfer in ihren Gemeinden.

Am persönlichsten fällt ausgerechnet der Beitrag eines Soldaten aus: Ein Foto zeigt Generalleutnant Jacobson als jungen Uniformierten, Händchen haltend mit seiner englischen Frau: „Ihr Großvater weigerte sich, mit mir zu reden – er war bei einem Gasangriff bei Ypern verwundet worden“, sagt Jacobson. „Meine Söhne sehen sich als Europäer“, schreibt er. „Europa ist eine wunderbare und verteidigenswerte Heimat.“

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