Hannover. Die Eiche war über 250 Jahre alt und wurde 1911 im Zuge der 600-Jahr-Feier des Geschlechts von Bennigsen auf den Namen Rudolf-von-Bennigsen-Eiche getauft. Sie sollte an den Reichstagsabgeordneten und späteren Oberpräsidenten der Provinz Hannover erinnern. Der altersschwache Baum war bereits vor einigen Jahren abgestorben, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde. Der Sturm vom Mittwochabend gab ihm den Gnadenstoß.
Die Feuerwehr Hannover musste seit Mittwochabend zu vier sturmbedingten Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Auf dem Gelände der Hautklinik der MHH an der Ricklinger Straße stürzte eine 20 Meter hohe Pappel auf zwei geparkte Autos. Beide Fahrzeuge wurden nach Angaben der Feuerwehr erheblich beschädigt.
In den frühen Morgenstunden musste das Reklameschild einer Fastfoodkette an der Hildesheimer Straße gesichert werden. Im Laufe des Vormittags hatte die Feuerwehr zudem mehrere Äste aus einem Baum an der Lavesstraße sicher zur Erde gebracht. Im Stadtteil Kirchrode wurde vorsorglich eine zehn Meter hohe Tanne über eine Drehleiter abgetragen, da diese umzustürzen drohte.
In Niedersachsen halten sich die Sturmschäden bislang in Grenzen. Einige Autos wurden beschädigt, verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Der Sturm erreichte nach Angaben des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation in Bremen eine Höchstgeschwindigkeit von 79 Kilometer pro Stunde. In Cuxhaven stieg das Hochwasser laut Niedersächsischem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz um 2,02 Meter über dem normalen Wert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturmböen bis in die Abendstunden.
jos/dpa
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