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Aus der Stadt Todesschütze vom Steintor muss ins Gefängnis
Hannover Aus der Stadt Todesschütze vom Steintor muss ins Gefängnis
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18:00 21.02.2017
Von Tobias Morchner
Todesschütze vom Steintor muss ins Gefängnis. Quelle: Symbolbild (Archiv)
Hannover

Die 1. Große Jugendkammer des Landgerichts Hannover verurteilte Mesut Y. am Dienstag wegen Totschlags und Beihilfe zu versuchtem Totschlag. Da der Kurde zur Tatzeit minderjährig war, verhandelte die Kammer unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich auf Mord aus niederen Beweggründen gelautet. Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte ein Gutachten allerdings ergeben, dass Y. die Schüsse in der Eisdiele am Steintor nicht selbst abgefeuert hatte, sondern lediglich bewaffnet in der Tür des Cafés Schmiere gestanden hatte. Y. sitzt derzeit in Berlin eine Haftstrafe wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ab. Ein Komplize war bereits vor rund vier Jahren vom Landgericht Hannover wegen Beihilfe zum Totschlag zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der dritte Täter, der eigentliche Schütze, ist noch immer auf der Flucht.

Nach Angaben des Landgerichts konnten im Verfahren gegen Y. die eigentlichen Hintergründe der Tat nicht mehr im einzelnen aufgeklärt werden. Es steht aber zu vermuten, dass auch der Anschlag in dem Eiscafé im Zusammenhang mit Drogengeschäften stand.

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