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Aus der Stadt Urwaldhaus nach Affen-Ausbruch wieder geöffnet
Hannover Aus der Stadt Urwaldhaus nach Affen-Ausbruch wieder geöffnet
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16:25 18.02.2013
Am Montag nahmen die Schimpansen ihr neues Domizil in Besitz. Quelle: Hans-Rudolf Otto
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Hannover

Am Montag bezogen die Schimpansen ihr neues Innengehege. Der ohnehin geplante Umbau der Menschenaffen-Anlage war vorgezogen worden, weil im Juli vergangenen Jahres Schimpansen aus dem Gehege ausgebrochen waren. Fünf Tieren gelang damals die Flucht aus ihrem Außengehege. Ein fünfjähriges Mädchen wurde dabei von einem der Schimpansen umgerannt, stürzte zu Boden und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Sonst kam es zu keinen Zwischenfällen, einer der Affen hatte sogar einen Besucher umarmt.

Mit lautstarken Rufen eroberten die sieben Affen am Montag die neue Anlage im Urwaldhaus. 300 000 Euro hat der Zoo für den Bau des ausbruchsicheren Innegeheges ausgegeben - und den Schimpansen dabei noch die eine oder andere zusätzliche Spielmöglichkeit gegönnt. "Wir haben jetzt viel mehr Möglichkeiten die Tiere zu beschäftigen", sagte der stellvertretende Zoologische Leiter Klaus Brunsing. Das vergrößerte Gehege ist mit einer Netzkonstruktion überspannt und durch eine Glasfront von den Besuchern getrennt.

Bei dem Ausbruch im Juli waren 2482 Besucher aus Sicherheitsgründen evakuiert worden; rund 60 Polizeibeamte waren im Einsatz, um das Zoogelände innen und außen zu sichern. Drei der Tiere kehrten schon nach etwa 15 Minuten freiwillig zurück, es dauerte aber mehr als eine Stunde, um den 48-jährigen Maxi, Seniorchef der Schimpansenhorde, zurück ins sein Gehege zu locken. Die neue Anlage soll nun ausbruchssicher sein.

Der Ausbruch der Schimpansen war nicht der einzige tierische Ausflug im Zoo Hannover in den vergangenen Jahren. 2005 reißt am ersten Weihnachtsfeiertag ein Kleiner Panda aus, dessen Gehege direkt an die Eilenriede grenzt. Mit Drehleiter und Betäubungspfeil wird "Manni“ von einem Baum im Stadtwald geholt. Im Mai 2004 türmen vier Hulman-Affen aus ihrem Gehege im Dschungelpalast. Ein Affe wird mit einem Kescher gefangen, die anderen Tiere kehren unter dem Beifall der Besucher in ihre Anlage zurück. 2002 schafft es es Elefantenkuh Dunja im Schwimmbecken des Dschungelpalastes – bedrängt vom halbwüchsigen Bullen Nicolai – auf den Becken-Ablauf zu klettern. Vor den Augen von Zoobesuchern steigt das ehemalige Zirkustier über die Palastmauer aus dem Gehege. Nach einem kurzen Ausflug lässt sie sich brav wieder zurückbringen.

Für Aufsehen sorgte zudem im August 2010 ein Vorfall im Wolfsgehege: Durch einen Bedienungsfehler am neuen Wolfsgehege in der Zoo-Landschaft Yukon Bay treffen zwei sonst voneinander getrennte Rudel aufeinander. Ein Timberwolf stirbt, eine Wölfin trägt Fleischwunden davon.

mhu/dpa/frs

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