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Aus der Stadt VGH startet Abriss
Hannover Aus der Stadt VGH startet Abriss
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21:21 09.04.2014
Von Conrad von Meding
100 Meter neue Straßenkante: Links und rechts der kleinen Villa Prinzenstraße - und auch dahinter - sollen die Neubauten entstehen. Quelle: Handout
Hannover

33 Millionen Euro soll das Investment betragen, Ende 2016 sollen die Neubauten fertig sein.

Für die VGH handelt es sich bei den Neubauten vor allem um eine Kapitalanlage. „Wir schließen eine Eigennutzung im Moment aus“, sagte VGH-Immobilienchefin Uta Temmen am Mittwoch bei der Vorstellung der Pläne. Die Grundstücke befinden sich aber gegenüber der eigenen Hauptverwaltung im Warmbüchenviertel - bei späterem Platzbedarf könnte das größte Versicherungsunternehmen Niedersachsens die neu errichteten Gebäude selbst nutzen.

Zunächst aber ist das nicht geplant. Das Unternehmen hat bereits Interessenten gefunden, die den Großteil der Flächen mieten wollen. Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen will ins Eckgebäude zum Georgsplatz einziehen, eine kommunale Einrichtung den Neubau Prinzenstraße 19 nutzen. Ein rückwärtiger Verbindungsbau soll wohl von der Kanzlei Göhmann genutzt werden, die damit ihren Sitz an der Landschaft­straße vergrößern könnte. Die Verträge seien aber noch nicht unterschrieben, sagt der zuständige VGH-Projektleiter Wilfried Lünzmann.

Mehr als hundert Meter Straßenkante am Cityring werden neu gestaltet. Allerdings muss die VGH um eine kleine, denkmalgeschützte Villa an der Prinzenstraße herumbauen. Ursprünglich hatte sie geplant, den riesigen neuen Gebäudekörper in einer Architekturform neu zu konzipieren. Das aber erschien Stadtbaurat Uwe Bodemann zu klobig, er forderte zwei optisch getrennte Baukörper auf beiden Seiten der Villa. Und so stammt der Fassadenentwurf des Gebäudes links von der Villa vom Rasteder Büro OMP (Ziegelfassade mit Fenstern in Sandsteineinfassung), das Gebäude rechts der Villa ist von O.M. aus Braunschweig konzipiert (Natursteinfassade). Federführend auch für die Baubegleitung wird aber das hannoversche Büro Martienssen sein, von dem auch die Ursprungsplanung stammt.

Der gesamte Komplex erhält eine gemeinsame Tiefgarage mit 60 Plätzen. Insgesamt schafft die VGH mehr als 6800 Quadratmeter moderner Büroflächen. „Wir glauben an den Standort, und die Mieternachfrage gibt uns recht“, sagt Temmen.

Kritik von Freunden historischer Bauwerke hatte es beim ersten Bekanntwerden der Pläne gegeben, weil mit dem Neubauprojekt erneut Vorkriegsarchitektur aus der City verschwindet. VGH-Managerin Temmen beteuerte am Mittwoch, das Unternehmen habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Man könne aber den Leerstand nicht länger verantworten, zumal der Altbau energetisch kaum wirtschaftlich zu sanieren sei und heutigen Raumanforderungen nicht genüge. Ohnehin gehöre der Wandel zu Innenstädten dazu. „Das Bankgebäude trat 1910 an die Stelle der neugotischen Villa Weber von 1872/73“, sagt Temmen. Schon damals hätten Bürger Abrisse bedauert. Zuweilen sei es aber Zeit für Neues.

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