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VHS beginnt
 Semester in neuem Gebäude

Neubau am Hohen Ufer VHS beginnt
 Semester in neuem Gebäude

Zum Semesterstart ist der Neubau der hannoverschen Volkshochschule fertig geworden. Zwei Jahre hat es gedauert, die ehemalige Hörbehindertenschule in der Burgstraße zu sanieren. 11,5 Millionen Euro kostete der Umbau. Ursprünglich waren 9,2 Millionen Euro eingeplant gewesen.

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Großzügig und lichtdurchflutet wirkt das neue Foyer der VHS.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Semesters ist das neue Gebäude der hannoverschen Volkshochschule fertig geworden. Unter anderem 18 moderne Unterrichtsräume, vier EDV-Räume, eine neue Lehrküche mit Essraum und ein Veranstaltungssaal mit Bühne und Dolmetscherkabine für internationale Kongresse erstrecken sich jetzt auf 7620 Quadratmetern Nutzfläche. Das für 11,5 Millionen Euro umgebaute Haus sei nach Jahren der Durststrecke im völlig maroden alten Gebäude am Friedrichswall endlich wieder „ein würdiger Ort für die Erwachsenenbildung“, sagte Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann. Sie schlug vor, den Platz, an dem die neue VHS steht, ihrem Namen entsprechend in Ada-und-Theodor-Lessing-Platz umzubenennen. Bislang lautet die neue Adresse der VHS Burgstraße 14.

Er habe zwischenzeitlich Zweifel gehabt, ob man pünktlich fertig werde, und sei „sehr froh“, dass es geklappt habe, sagte der Leiter der Volkshochschule, Michael Guttmann. Begeistert zeigte er sich bei einer Baubesichtigung vom neuen Foyer im Erdgeschoss. 385 Quadratmeter ist es groß, fast sechs Meter hoch. Dort werden künftig auch Ausstellungen gezeigt. Neu sei in dem „Volksbildungspalast“ auch, dass man endlich eine eigene, moderne Lehrküche habe. Jahrelang habe die VHS nur auswärts, in fremden Lehrküchen, Kochkurse angeboten. Jetzt könne man, dem Trend entsprechend, „Genussangebote“ machen: Kochen mit Slow Food beispielsweise oder vegan.

Die VHS hat ihr neues Programm vorgestellt und die neuen Räume am Hohen Ufer präsentiert.

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Dass noch einiges zu tun ist, bis man komplett fertig ist, konnte man auch erleben. Der neue Theodor-Lessing-Saal etwa, ein Schmuckstück der neuen VHS, glich noch eher einer Baustelle als einem Ort, der bei Kongressen Platz für bis zu 250 Menschen bietet. Im manchen Gängen hing der Geruch von Farbe schwer in der Luft.

Über den Haupteingang können Besucher die VHS, wie berichtet, auch erst Ende November erreichen (siehe nebenstehenden Text). Dennoch: Am Montag starten die ersten Kurse, vorwiegend die stark nachgefragten Deutschkurse. Offiziell wird das Gebäude am 1. Oktober eröffnet. 1376 Kurse und Veranstaltungen bietet die VHS in diesem Herbst an. Im vergangenen Herbst/Winter-Semester besuchten 14 000 Teilnehmer die dortigen Kurse.

Die VHS stellt sich mit einer Akademie für Erwachsenenbildung zudem künftig auch inhaltlich neu auf. Die Weiterbildungsangebote für Erwachsene - von Alphabetisierungskursen, über Deutsch-, Integrations- oder Schulabschlusskursen bis hin zu berufsqualifizierenden Maßnahmen - würden künftig in einer „Bildungskette“ verbunden und mit Beratungsangeboten verknüpft, sagte VHS-Leiter Michael Guttmann. „Die Menschen sollen nicht mal hier, mal da einen Kurs machen, sondern sich kontinuierlich weiterbilden können.“ Start der Akademie soll im Januar sein.

Am Ufer geht’s voran

Wenn die ersten Unterrichtsstunden im neuen VHS-Bau beginnen, kreisen nebenan noch die Bagger. Zwischen Historischem Museum und Volkshochschule zieht die Firma Helma zwei Gebäude in die Höhe, in denen Wohnungen und Geschäfte untergebracht werden. Mitte 2016 sollen die beiden Häuser fertiggestellt sein. Die andauernden Bauarbeiten neben der VHS sind auch der Grund dafür, dass Schüler und Lehrer das neue Bildungshaus noch nicht durch den Haupteingang betreten können.

Der Baubeginn für die Wohn- und Geschäftshäuser hatte sich erheblich verzögert, weil sich Stadt und Investor nicht einigen konnten, wer die Verlegung einer unterirdischen Wasserleitung bezahlt. Die Leitung war in keinem Plan eingezeichnet. Ihre Verlegung war unumgänglich, weil ins Kellergeschoss ein Restaurant einziehen soll – mit Außenterrasse zur Leine.

Die Gastronomie übernimmt der hannoversche Wirt Bedran Özgör, der unter anderem das Hugo’s im Ernst-August-Carrée betreibt. Er will das Restaurant mit Licht- und Wasserspielen in Szene setzen. asl

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