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VWN feiert 60 Jahre in Hannover

Familienfest VWN feiert 60 Jahre in Hannover

Seit 60 Jahren rollt der VW-Bulli in Hannover vom Band – den runden Geburtstag hat die Nutzfahrzeug-Sparte am Sonnabend gefeiert. Nach Angaben der Organisatoren kamen mehr als 35.000 Besucher zu einem Familienfest ins Werk.

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Mit einem Familienfest feierte VW 60 Jahre Nutzfahrzeuge in Hannover.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Das Land Niedersachsen ist ein maßgeblicher Eigentümer bei VW, in guten wie in schlechten Zeiten, und wenn sein maßgeblichster Vertreter das Unternehmen besucht, dann ist er auch ein herausragender Werbeträger. Also lehnt sich Ministerpräsident Stephan Weil im VW-Werk in Stöcken vor einen metallicblauen Amarok, sieht in alle Kameras vor ihm und ist bester Dinge. Der Wagen neben ihm sieht mächtig aus und durstig, aber das kann täuschen. Weils Weg führt ihn an endlosen in Backstein gehaltenen Werksmauern vorbei. Er besucht die stolze Jugend der IG Metall, stellt sich auf die große Showbühne und plaudert aus, dass er in einem Bulli mit Freunden mal einen sehr schönen Griechenlandurlaub verbracht hat. Lange her. Neben ihm steht Eckhard Scholz, Vorsitzender von VW Nutzfahrzeuge. "Das trifft den Nerv, der Bulli ist auch ein Stück Lebensgeschichte." Zu einiger Berühmtheit hat es inzwischen auch die Currywurst von VW gebracht. Weil will "unbedingt eine essen". Das klappt auch bald, man sitzt auf Holzbänken vor der Bühne, nahe am Volk, das ein wenig zur Seite rutscht.

Seit 60 Jahren rollt der VW-Bulli in Hannover vom Band – den runden Geburtstag hat die Nutzfahrzeug-Sparte am Sonnabend gefeiert. Nach Angaben der Organisatoren kamen mehr als 35.000 Besucher zu einem Familienfest ins Werk.

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VW feierte am Sonnabend mit einem Mitarbeiterfest das 60-jährige Bestehen seiner Nutzfahrzeugsparte. Alles war an diesem Tag auf diese Zahl abgestimmt. 60 Stände mit Shows draußen und im Werk, 60 Gastronomiestationen, Musik aus 60 Jahren. Auf großer Bühne spielte eine Band Songs, darunter das neue Werkslied, das eine Liebeserklärung an Stöcken sein soll, dessen Produkte nicht in die schweren Passat-und-Golf-Stürme des Wolfsburger Dieselgates geraten ist. "Du bist mein Werk, mein Stolz, ob Bulli, Caddy oder Amarok". Tatsächlich sehen das die Mitarbeiter und Gäste, VWN zählte rund 35.000 Besucher am Sonnabend, genauso. Im Grunde will niemand über den Skandal reden, weil das die anderen verbockt hätten, und wenn doch einer was sagt, hört sich das so an: "Die haben Scheiße gemacht, aber es ist auf dem Weg."

Das ist ungefähr die Haltung des Anteilseigners und Aufsichtsratsmitglieds Stephan Weil. Mit anderen Worten: "Es gibt intensive Ermittlungen auf allen Ebenen, unter anderem durch Jones Day, die Staatsanwaltschaft und die amerikanischen Behörden." Auf die Frage der HAZ, ob das Unternehmen genug zur Aufklärung beitrage, sagt Weil: "Ja, der Volkswagenkonzern hat einen unbedingten Aufklärungswillen und fördert die Aufklärung nach Kräften. Der Aufsichtsrat steht in dem Zwiespalt, einerseits gerne über den Stand der Ermittlungen informieren zu wollen, andererseits aber wegen der laufenden Ermittlungen nicht detailliert informieren zu können." Man kann vermuten, dass er mehr weiß, als er preisgibt, doch das Gelände ist vermint. Der Regierungschef sagt das am Rande der Jubiläumsveranstaltung, für die Bühne ist Dieselgate kein Thema.

Das älteste Modell: der Bulli-Prototyp von 1949.

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In den Hallen konnten Besucher sich unterdessen ansehen, wie Autos, und deren Teile,  entstehen. Im geradezu klinischen Presswerk etwa, wo jeden Tag mindestens 15.000 Radhäuser aus Zink-Magnesium für Fahrzeuge an acht verschiedenen Standorten produziert werden. "Minimum 15.000", sagt Meister Mehmed Tekkal stolz. Als Oberbürgermeister Stefan Schostok das Werk besucht, betont er die Bedeutung des Standortes in Stöcken, also von Beschäftigten wie Mehmed Tekkal. "Hannover und Volkswagen Nutzfahrzeuge gehören zusammen." Die Stadt schätze das Unternehmen als Arbeitgeber und "innovativen Partner in der Zusammenarbeit für Mobilität und Logistik".

Kein Zweifel, dass 14.000 Beschäftigte solch warme Worte gerne hören.

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