Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Stöcken soll mehr Elektro-Nutzfahrzeuge herstellen
Hannover Aus der Stadt Stöcken soll mehr Elektro-Nutzfahrzeuge herstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:35 18.11.2016
Von Lars Ruzic
„Neue Perspektiven“: Im Stöckener VW-Werk herrscht verhaltener Optimismus.  Quelle: Behrens (Archiv)
Anzeige
Hannover

Schon im kommenden Jahr werden die Hannoveraner die ersten 1000 E-Modelle des Großtransporters Crafter mit Stromantrieb ausstatten, mittelfristig soll am Sitz der Marke VW Nutzfahrzeuge (VWN) die Entwicklung und Umsetzung von E-Antrieben für alle Fahrzeuge vom Caddy bis zum Transporter angesiedelt werden. Damit könne man in diesem Segment eine „Vorreiterrolle“ einnehmen, sagte VWN-Chef Eckhard Scholz der HAZ.

Derzeit sind die Hannoveraner dabei, ihren eigenen Zukunftspakt zu schließen. Er soll detailliert regeln, wie sich der Standort in den kommenden Jahren aufstellt. Mit Ergebnissen wird in den kommenden Wochen gerechnet. Schon klar ist, dass die Komponentenfertigung am Standort mit ihren gut 1500 Beschäftigten vor einer Umstrukturierung steht. VW-Markenchef Herbert Diess, in dessen Verantwortungsbereich dieser Teil des Werks fällt, kündigte Freitag an, dass man sich aus dem Bereich der Wärmetauscher-Fertigung zurückziehen wolle. Dies werde jedoch ein langfristiger Prozess sein, den man mit Ersatzprodukten abfedern wolle, sagte VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler.

Vereinbart wurde, dass die Gießerei und die Wärmetauscher-Fertigung am Standort zusammengelegt werden. Einzelne Produkte sollen auslaufen, dafür soll sich der Standort um die Kühlung für Elektrofahrzeuge kümmern. Auch im Bereich des 3-D-Drucks und bei Fahrwerksbauteilen soll das Werk neue Kompetenzen bekommen. So habe man für die Gießerei und die Wärmetauscher-Beschäftigten „neue Perspektiven eröffnet“, meinte Zwiebler. „VW Nutzfahrzeuge hat in Hannover-Stöcken einen sehr starken Standort“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Dies wird auch in Zukunft insbesondere mit einem Schwerpunkt bei der E-Mobilität für leichte Nutzfahrzeuge so bleiben.“

Unklar ist die Zukunft der 800 Leiharbeiter am Standort, deren Verträge Ende März 2017 auslaufen. Sie sind vor allem in der Produktion des Transporters und des Pick-ups Amarok eingesetzt. Die VW-Spitze will die Zahl der Leiharbeiter insgesamt drastisch senken. „Nach derzeitigen Planungen können wir nicht einen entbehren“, meinte Zwiebler. Hannover fährt derzeit beim Transporter nahe der Vollauslastung, der Wagen ist europaweit stark nachgefragt.

Etwa 120 Menschen haben am Freitag gegen den Umgang der türkischen Regierung mit Kurden im Raum Diyarbakir demonstriert. Auch der Gewerkschaftsbund, der Freundeskreis Hannover und der Niedersächsische Flüchtlingsrat waren auf dem Steintorplatz vor Ort.

18.11.2016
Aus der Stadt Öffentlichkeitsfahndung in Hannover - Vermisste junge Frau wurde gefunden

Die vermisste 20-jährige Fatme E. ist gefunden worden. Die Polizei hatte mit einem Foto nach der seit Freitagnachmittag vermissten Frau gesucht. Sie leidet an Epilepsie und benötigte Medikamente. Fatme E. meldete sich am Abend selbstständig in einer Polizeiwache in Celle.

18.11.2016

Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen, wo es nur um ein friedliches Fußballspiel gehen sollte. Behörden erfassen deshalb die Daten möglicher Gewalttäter. Ob das rechtens ist, sollten nun im zweiten Anlauf die Richter in Lüneburg entscheiden.

Michael Zgoll 21.11.2016
Anzeige