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Stöcken soll mehr Elektro-Nutzfahrzeuge herstellen

VW-Nutzfahrzeuge in Hannover Stöcken soll mehr Elektro-Nutzfahrzeuge herstellen

Der mit dem Zukunftspakt vereinbarte Umbau der deutschen VW-Standorte trifft auch das Werk Hannover. Der Standort mit seinen derzeit 14 500 Beschäftigten soll zum Leitwerk für leichte Elektro-Nutzfahrzeuge ausgebaut werden. 

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„Neue Perspektiven“: Im Stöckener VW-Werk herrscht verhaltener Optimismus. 

Quelle: Behrens (Archiv)

Hannover. Schon im kommenden Jahr werden die Hannoveraner die ersten 1000 E-Modelle des Großtransporters Crafter mit Stromantrieb ausstatten, mittelfristig soll am Sitz der Marke VW Nutzfahrzeuge (VWN) die Entwicklung und Umsetzung von E-Antrieben für alle Fahrzeuge vom Caddy bis zum Transporter angesiedelt werden. Damit könne man in diesem Segment eine „Vorreiterrolle“ einnehmen, sagte VWN-Chef Eckhard Scholz der HAZ.

Derzeit sind die Hannoveraner dabei, ihren eigenen Zukunftspakt zu schließen. Er soll detailliert regeln, wie sich der Standort in den kommenden Jahren aufstellt. Mit Ergebnissen wird in den kommenden Wochen gerechnet. Schon klar ist, dass die Komponentenfertigung am Standort mit ihren gut 1500 Beschäftigten vor einer Umstrukturierung steht. VW-Markenchef Herbert Diess, in dessen Verantwortungsbereich dieser Teil des Werks fällt, kündigte Freitag an, dass man sich aus dem Bereich der Wärmetauscher-Fertigung zurückziehen wolle. Dies werde jedoch ein langfristiger Prozess sein, den man mit Ersatzprodukten abfedern wolle, sagte VWN-Betriebsratschef Thomas Zwiebler.

Vereinbart wurde, dass die Gießerei und die Wärmetauscher-Fertigung am Standort zusammengelegt werden. Einzelne Produkte sollen auslaufen, dafür soll sich der Standort um die Kühlung für Elektrofahrzeuge kümmern. Auch im Bereich des 3-D-Drucks und bei Fahrwerksbauteilen soll das Werk neue Kompetenzen bekommen. So habe man für die Gießerei und die Wärmetauscher-Beschäftigten „neue Perspektiven eröffnet“, meinte Zwiebler. „VW Nutzfahrzeuge hat in Hannover-Stöcken einen sehr starken Standort“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Dies wird auch in Zukunft insbesondere mit einem Schwerpunkt bei der E-Mobilität für leichte Nutzfahrzeuge so bleiben.“

Unklar ist die Zukunft der 800 Leiharbeiter am Standort, deren Verträge Ende März 2017 auslaufen. Sie sind vor allem in der Produktion des Transporters und des Pick-ups Amarok eingesetzt. Die VW-Spitze will die Zahl der Leiharbeiter insgesamt drastisch senken. „Nach derzeitigen Planungen können wir nicht einen entbehren“, meinte Zwiebler. Hannover fährt derzeit beim Transporter nahe der Vollauslastung, der Wagen ist europaweit stark nachgefragt.

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