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VW-Arbeiter müssen Sonderschichten schieben

Hohe Nachfrage VW-Arbeiter müssen Sonderschichten schieben

Volkswagen stockt die Produktion im Nutzfahrzeugwerk Hannover auf. Nach HAZ-Informationen soll ein Paket aus Mehrarbeit, Sonderschichten und Fertigung in den Werksferien helfen, der kräftigen Nachfrage nach dem Transporter Herr zu werden. Am Sonnabend beginnt eine Reihe von Zusatzschichten.

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10 000 Bullis mehr als geplant: Im VW-Werk in Stöcken kommt die Produktion der Nachfrage nicht hinterher. Archivfoto: Behrens

Hannover. Krise? Welche Krise? Das hannoversche Stammwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) hinkt derzeit der hohen Nachfrage nach dem Transporter hinterher. Unternehmen und Betriebsrat beraten nach HAZ-Informationen über ein umfassendes Paket von Mehrarbeit, Zusatzschichten und zusätzlicher Fertigung während der Werksferien im Juli. In den drei Wochen soll zumindest eine Frühschicht arbeiten, gut 500 Studenten will VW dafür an Bord holen. In der zweiten Jahreshälfte sind weitere Zusatzschichten anberaumt, 10.000 Bullis mehr als geplant sollen vom Band laufen.

VW stellt die sechste Generation des Transporters vor: Das ist der T6.

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Der Nachfrage nach Transporter, Caravelle und Multivan hat der Diesel-Skandal bislang keinen Abbruch getan. Die sechste Generation (T6) ist erst seit einem Jahr auf dem Markt und wurde bis einschließlich April gut 10 Prozent häufiger verkauft als im Vorjahreszeitraum. „Die Auslieferungen zeigen eine erfreuliche Entwicklung“, sagte ein VWN-Sprecher. Allein im April lag das Plus bei 14 Prozent. Man brauche die Mehrarbeit, um die gestiegene Nachfrage erfüllen zu können.

Geeinigt haben sich beide Seiten bereits auf fünf zusätzliche Sonnabendschichten bis zu den Werksferien - die erste ist für morgen angesetzt. Gleichzeitig sollen die Fertigungszahlen in der Nachtschicht gesteigert werden. Rund 1500 T6 hinke man derzeit noch hinterher, heißt es aus dem Werk. Hinzu kommt, dass der Pick-up Amarok vor einer Auffrischung steht, mit der VWN nach den Sommerferien auf den Markt kommen will. Dafür müsse derzeit vorproduziert werden, heißt es. Hierfür wie auch für die zusätzlichen T6-Einheiten soll die Frühschicht in den Werksferien genutzt werden. Gleichzeitig sei bereits absehbar, dass danach noch weitere Sonnabendschichten angesetzt werden müssten - wie viele, ist noch Gegenstand der Verhandlungen.

Im vergangenen Jahr sind in Hannover 176 000 Transporter und Amarok gefertigt worden - trotz des Modellwechsels ein Plus von 4 Prozent. Für dieses Jahr hatte das Management dem Vernehmen nach zunächst vorsichtig mit einer Stagnation geplant. Nun sollen aber bis zum Jahresende 10 000 Fahrzeuge mehr gebaut werden.

Dass die Lage besser ist als zunächst befürchtet, hatte sich bereits in den ersten Monaten herausgestellt. Im März verlängerte das Unternehmen daraufhin die Verträge von fast 800 Leiharbeitern bis Ende September. Noch zum Jahreswechsel hatte VWN die Verträge von 375 auf Zeit Beschäftigten auslaufen lassen. Insgesamt arbeiten im Werk Stöcken, das in diesem Jahr 60 Jahre Transporter-Produktion feiert, mehr als 14 000 Menschen.

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