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Vater und Sohn wollten 23-Jährigen töten

Prozess um Massenschlägerei in Ricklingen Vater und Sohn wollten 23-Jährigen töten

Vor dem hannoverschen Schwurgericht ist am Montag Anklage gegen vier Männer erhoben worden, die im Juli vergangenen Jahres an einer Massenschlägerei am Schünemannplatz beteiligt waren. Einer von ihnen soll einen damals 28 Jahre alten Mann lebensgefährlich verletzt haben, dessen Bruder schwer.

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Vier Männer müssen sich seit Montag vor dem Schwurgericht wegen Beteiligung an einer Massenschlägerei in Ricklingen verantworten.

Quelle: Symbolbild

Hannover. Als Hauptangeklagte gelten der 59 Jahre alte Mohamad Z. und sein 36 Jahre alter Sohn Ibrahim Z.  Nach Meinung der Staatsanwaltschaft fuhren die beiden Libanesen, die in Vahrenwald wohnen, am 25. Juli gegen 18 Uhr mit ihrem Audi A6 zum Schünemannplatz, weil sie mit einem Anwohner dort offenbar noch eine Rechnung offen hatten. Um diese zu begleichen, hatten sie nicht nur mehr als 20 Bekannte an den Schünemannplatz bestellt, sondern auch den Kofferraum ihres Auto mit Messern, Eisenstangen und Baseballschlägern voll gepackt, mit denen sie ihre Komplizen ausstatteten.

Staatsanwalt: Männer wollten töten

"Der  Angeklagte Ibrahim Z.  ging daraufhin in ein Friseurgeschäft am Schünemannplatz, in dem sich das Opfer T. aufhielt, und zerrte ihn auf den Schünemannplatz", heißt es weiter in der Anklage. Auf dem Platz soll dann die Meute über den 23-Jährigen hergefallen sein. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft schlug Mohamad Z. mit einer Eisenstange nach dem Kopf des Opfers mit dem Ziel, der Mann zu töten. Als ihm dies nicht gelang, weil T. den Schlag mit seinem Ellenbogen abwehren konnte, drückte der damals  58-Jährige seinem Sohn Ibrahim ein Messer in die Hand mit den Worten: "Bring ihn um, den Hurensohn."

Ibrahim Z. stach T. daraufhin die Klinge in den Oberbauch und versuchte, ihn mit einem zweiten Hieb erneut am Oberkörper zu treffen. Diesen konnte T. jedoch mit der Hand abwehren, wobei ihm die Klinge einen Schnitt zwischen Daumen und Zeigefinger zufügte. Als wenig später T.s Bruder dem 23-Jährigen zu Hilfe kam, soll Ibrahim Z. auch ihm das Messer in die Brust gerammt und ihn damit lebensgefährlich verletzt haben. Allein dadurch, dass die Klinge auf die Rippen traf, wurde laut Anklage verhindert, dass der 28-Jährige tödliche Verletzungen erlitt. In einer Notoperation schafften es die Ärzte einer Klinik in der Region, das Leben des Mannes zu retten.

Ein mutmaßlicher Bekannter der Opfer, der sich zur gleichen Zeit wie T. in dem Friseurgeschäft aufhielt, eilte dem 23-Jährigen zwar zur Hilfe und versuchte die Angreifer mit Pfefferspray in die Flucht zu schlagen, Murat D. schaffte es aber lediglich einen der Angreifer leicht zu verletzten. Dieser schaffte es danach noch, T. mit einem Teleskopschlagstock von hinten auf den Kopf zu schlagen und dem Opfer eine Platzwunde zuzufügen. Dafür steht Mirza A. nun gemeinsam mit Vater und Sohn Z. wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Murat D.  muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Mutmaßliche Täter äußern sich nicht

Keiner der Angeklagten wollte sich gestern zu den Anschuldigungen äußern. Die Anwälte stellten dem vorsitzenden Richter Wolfgang Rosenbusch jedoch in Aussicht, dass sich ihre Mandanten am kommenden Prozesstag am 19. Februar zu der Sache einlassen wollen. Dann sollen auch die beiden Opfer gehört werden.

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