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Aus der Stadt „Runter vom Sofa, rein in den Hörsaal!“
Hannover Aus der Stadt „Runter vom Sofa, rein in den Hörsaal!“
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22:34 14.11.2014
Von Saskia Döhner
Hau den Zucker: OB Stefan Schostok traktiert den Boxsack, Susann Beetz von der Helmholtz-Gemeinschaft ist beeindruckt. Quelle: Behrens
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Hannover

Für Wissenschaft kann dass Wetter nicht schlecht genug sein. Eigentlich sei der nass-kalte November genau der richtige Monat, meint Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Runter vom Sofa und rein in den Hörsaal“, gibt er als Motto aus für den „November der Wissenschaft“. Vor zwei Jahren waren rund 45.000 Besucher gekommen. „So viele wollen wir mindestens wieder haben“, heißt es. Vom 13. bis zum 29. November finden zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge und Mitmachaktionen statt – „und das meiste ist kostenlos“, sagt Schostok. Nicht nur Hochschulen, sondern auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen öffnen ihre Türen.

Erstmals ist die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren dabei, die die Schau „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ im Neuen Rathaus zeigt, darunter eine Riesenzuckerdose als Boxsack, dem der OB gleich einen kräftigen Faustschlag versetzte. Bei einer Wissensshow können die Zuschauer per Laserpointer selbst bestimmen, was sie als Nächstes hören wollen: den Experten auf der Bühne, jemanden aus dem Publikum oder doch lieber einen Videoclip. Das ist Basisdemokratie im digitalen Zeitalter.

Viele Angebote in den nächsten drei Wochen richten sich an Kinder und Familien. Bei einem dreitägigen Schülerparlament geht es um das „ideale Hannover von 2030“. Am 18. November
erklärt Prof. Birgit Glasmacher bei der Kinder-Uni Hannover, dass man menschliche Zellen wie Pizza einfrieren kann. Schüler können am 20. November in der Fachhochschule des Mittelstandes lernen, wie leicht wir von Marken beeindruckt werden. Die Wissenschaftliche Sozietät zu Hannover lädt am 18. November zu ihrem ersten Vortrag ein – über Antibiotika in der Tierhaltung und die Auswirkungen auf den Menschen.
Die Leibniz Universität Hannover präsentiert am Sonnabend von 18 bis 24 Uhr die „Nacht, die Wissen schafft“, gleich am nächsten Morgen – am 16. November – geht es mit einem „Wissenschaftsfrühstück“ in der Hochschule Hannover weiter. Auf dem Campus in Linden am Ricklinger Stadtweg zeigen Informationstechniker einen Lego-Roboter auf Goldsuche, Kinder können Elektronik-
leitungen löten oder einen Ministaubsauger bauen. Dazu gibt es russische und chinesische Tees samt passender Zeremonie.

Die Fachhochschule für die Wirtschaft ruft am 21. November zu einer „Abi-Quiz-Nacht“ auf. Am 22. November laden die Tierärztliche Hochschule (TiHo)und die Medizinische Hochschule zu  Tagen der offenen Tür ein. An der TiHo kann man eine Kuh von innen anfühlen, gebratene Insekten kosten und sich Diättipps für seinen Hund holen. Schließlich ist jeder dritte Hund nach Expertenschätzungen zu dick. An der MHH erfahren Besucher, was Molche und Spinnen mit Wundheilung zu tun haben und wie die Welt unter einem riesigen Vergrößerungsglas aussieht. Über Musik während des Ersten Weltkrieges wird am 27. November in der Hochschule für Musik, Theater und Medien referiert.

November der Wissenschaft - das Programm

Das Programm zu den Veranstaltungen und weitere Informationen zum „November der Wissenschaft“ gibt es auf der hannover.de-Seite

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