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Verdacht auf Weltkriegsbombe am Seelhorster Kreuz

Mögliche Evakuierung Verdacht auf Weltkriegsbombe am Seelhorster Kreuz

Bei der Fahrbahnsanierung am Seelhorster Kreuz sind zwei Verdachtspunkte für Weltkriegsbomben entdeckt worden. Sollte sich bei weiteren Sondierungen herausstellen, dass dort wirklich Blindgänger liegen, müssen am Sonntag, 3. September, 5200 Menschen ihre Wohnungen in Seelhorst und Waldheim verlassen.

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Am Seelhorster Kreuz muss möglicherweise eine Bombe entschärft werden. 

Quelle: Elsner

Hannover. Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen steht möglicherweise eine weitere Bombenräumung bevor. Am Sonntag, 3. September, soll der Kampfmittelbeseitigungsdienst zwei Verdachtspunkte am Seelhorster Kreuz überprüfen – wenn vorherige Untersuchungen nicht noch erweisen, dass das nicht nötig ist. 

Bei der Fahrbahnsanierung am Seelhorster Kreuz waren zwei Verdachtspunkte für Weltkriegsbomben entdeckt worden. Beide entpuppten sich als harmlos.

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Sollten dann am übernächsten Sonntag eine oder zwei Bomben geräumt werden, müssten 5200 Menschen in Kirchrode, Seelhorst und Waldheim ihre Wohnungen um 9 Uhr verlassen. Betroffen wären auch die Tierärztliche Hochschule, das Unternehmen Boehringer und die Redaktionen der Madsack Mediengruppe, die auch die HAZ herausgibt. Außerdem wird der Verkehr auf Südschnellweg und Messeschnellweg an dem Sonntag eingestellt werden müssen.

Immer wieder müssen in Hannover Fliegerbomben entschärft werden. Ein Überblick über die Bombenräumungen der vergangenen Jahre:

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Welche Gebiete werden geräumt?

Welche Straßen sind betroffen

  • Am Johannisbleek
  • Am Schafbrinke von Nr. 58 bis 121 (ohne 59 und 61)
  • An der Hahnenburg
  • Aspelweg
  • August-Madsack-Straße
  • Behaimweg
  • Bemeroder Straße (von Nr. 8 bis zum Döhrbruch)
  • Bleekstraße Nr. 47
  • Bünteweg von Nr. 2 bis 17
  • Döhrbruch von Nr. 87 bis 106
  • Eupener Straße von Nr. 16 bis 56
  • Graefenhainweg
  • Hans-Sachs-Weg
  • Henleinweg von Nr. 10 bis Behaimweg
  • Honiggrasweg
  • Inge-Meier-Hof
  • Köcherstraße
  • Kohnestraße von Nr. 19 bis 30
  • Lange-Feld-Straße vom Marie-Jorns-Weg bis zur Bemeroder Straße
  • Lenzbergweg
  • Marie-Jorns-Ring
  • Ottostraße vom Bauleweg bis Am Schafbrinke
  • Peiner Straße von Nr. 131A bis 163D
  • Rosenbuschgang
  • Roßkampstraße von Nr. 51 bis Nr. 71G
  • Sandbirkenwende
  • Schlüsselblumenweg
  • Schuchhardtweg
  • Senator-Eggers-Weg
  • Senefelderweg
  • Siegelweg
  • Sommerlindenallee
  • Sonnenlandbrücke
  • Sophie-Küppers-Straße Nr. 50 bis 58
  • Thuler Weg
  • Veronicaweg
  • Von der Seelhorst Nr. 56 bis 94C
  • Waldheimstraße (nur Nr. 29/31/33)
  • Weidengrundbrücke
  • Wilhelmine-Witte-Straße
  • Windröschenweg
  • Wülfeler Bruch von Nr. 9 bis 72 (außer Nr. 10)
  • Zuschlagstraße

Wie wurde die Bombe entdeckt?

Bei Bauarbeiten an der Strecke war der Verdacht aufgekommen, dass in der Baustelle zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten. Luftbildauswertungen und Sondierungsmaßnahmen haben den Verdacht erhärtet. In den kommenden Tagen werden Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes weitere Vorarbeiten vornehmen. Ein möglicher Blindgänger liegt auf dem Messeschnellweg in Fahrtrichtung Norden unmittelbar hinter der Brücke des Südschnellwegs. Der zweite Verdachtspunkt befindet sich in einem Waldstück in der Abfahrt vom Messe- auf den Südschnellweg, dem sogenannten Ohr.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Bombenräumer werden die beiden Fundstellen zunächst so weit freilegen, dass nur noch eine ein Meter dicke Schicht Erde über den Blindgängern liegt. Dann erfolgen weitere Sondierungen. Kann der Verdacht auch dabei nicht ausgeräumt werden, müssen die mutmaßlichen Blindgänger vollständig freigelegt werden. Diese Arbeiten können allerdings nur dann erledigt werden, wenn das Gebiet rund um die Fundorte vollständig geräumt ist. Wie wichtig die Einhaltung eines Sicherheitsradius bei Bombenräumungen ist, hat ein Vorfall Ende Juli in Misburg gezeigt. Damals musste ein Blindgänger vor Ort gesprengt werden. Trotz erheblicher Sicherheitsmaßnahmen flogen Trümmerteile zum Teil mehrere Hundert Meter weit und beschädigten Autos und Hausdächer.     

Könnte die Evakuierung noch abgesagt werden?

Dass eine geplante Bombenräumung auch kurzfristig noch abgesagt werden kann, zeigt ein anderer Vorfall aus der vergangenen Woche. Eine für den 19. August angesetzte Bombenräumung im Stadtteil Nordhafen, die unter anderem eine lange Teilsperrung der Autobahn 2 nach sich gezogen hätte, wurde wenige Stunden vor Beginn gestoppt. Die abschließenden Sondierungsarbeiten an der Fundstelle waren negativ verlaufen.

Für wie lange müssen die Einwohner ihre Wohnungen verlassen?

Die Evakuierung beginnt um 9 Uhr, sie wird sich der Erfahrung nach mehrere Stunden hinziehen. Erst wenn alle Anwohner ihre Wohnungen verlassen haben, beginnen die Sprengmeister mit ihrer Arbeit und öffnen den Verdachtspunkt. Sollte es sich tatsächlich um einen Blindgänger handeln, wird dann entschieden, ob die Bombe entschärft oder kontrolliert gesprengt wird. 

Sind der Schnellweg und Nahverkehr betroffen?

Für die Entschärfung müssen sowohl der Messeschnellweg wie auch der Südschnellweg gesperrt werden. Umleitungen werden ausgeschildert. Ebenfalls betroffen ist die Stadtbahnlinie 6. Auch sie wird dann ihren Verkehr einstellen müssen.

Woher bekomme ich aktuelle Informationen?

Hier auf HAZ.de begleiten wir die Räumung mit einem Liveticker. Zudem können sich Betroffene über die Internetseite hannover.de sowie den Twitter-Account, die Facebookseite der Stadt Hannover und unter dem Twitter Hashtag #hannbombe über die Bombenräumung erkundigen. Alle betroffenen Haushalte werden außerdem mit Informationsblättern und über die Warnapp Katwarn informiert.

Gibt es eine Sammelstelle?

Es wird eine Sammelstelle in der Außenstelle der IGS Kronsberg, Friedrich-Wulfert-Platz in Bemerode, eingerichtet. Diese wird ab 9 Uhr geöffnet sein. Für den Transport stehen kostenlos Evakuierungsbusse bereit. Diese fahren ab 9Uhr den betroffenen Bereich ab. Personen können an folgenden Haltestellen zusteigen:

  • Wülfeler Bruch
  • Höltjebaumstraße
  • Zeißstraße
  • Roßkampstraße
  • Zuschlagstraße
  • Bünteweg/TiHo
  • August-Madsack-Straße

sowie:

  • Ersatzhaltestelle Lange-Feld-Straße
  • Zuschlagstraße
  • Bünteweg/TiHo
  • August-Madsack-Straße

Was muss ich sonst noch beachten?

Da die Anwohner möglicherweise erst am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen, sollten sie alle wichtigen Dinge wie Medikamente, Kleidung oder Nahrung für Babys mitnehmen. Stadt und Feuerwehr bitten, auch die Nachbarn über die Evakuierung zu informieren. Alle Wasserhähne sollten geschlossen sein, alle Gas- und Elektroherde müssen abgeschaltet werden. In einer Checkliste haben wir alle wichtigen Punkte zusammengetragen.

sbü/tm

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