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Stradivari-Diebstahl

Verdächtige leugnen Einbruch in Bennigsen

Von Vivien-Marie Drews

Im Fall der vom Rittergut Bennigsen gestohlenen Stradivari-Geige wollen die beiden in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen nichts mit dem Diebstahl zu tun haben.
Die Stradivari-Geige wurde auf dem Rittergut Bennigsen gestohlen.

Die Stradivari-Geige wurde auf dem Rittergut Bennigsen gestohlen.

© Tim Schaarschmidt

„Einer der Tatverdächtigen gibt an, er habe die Ware nur vermitteln wollen, der andere will lediglich Übersetzertätigkeiten übernommen haben“, sagte Staatsanwalt Manfred Knothe am Donnerstag. Die beiden 43- und 56-jährigen aus dem Kosovo stammenden Männer waren am Dienstagnachmittag in der Bardowicker Straße in Linden festgenommen worden. Als das Spezialeinsatzkommando zugriff, waren sie gerade dabei, das Diebesgut, darunter die Geige mit einem Versicherungswert von rund 1,5 Millionen Euro, in einen Transporter zu laden. Anwohner berichteten am Donnerstag, die Polizei hätte die Verdächtigen innerhalb von Sekunden auf offener Straße überwältigt und abgeführt.

Die Männer werden verdächtigt, im vergangenen Oktober die Stradivari sowie Antiquitäten und Silberwaren im Gesamtwert von rund drei Millionen Euro vom Rittergut Bennigsen gestohlen zu haben. Die Festgenommenen bestreiten jedoch, in das Wasserschloss von Baron Freiherr Roderic von Bennigsen eingestiegen zu sein. Der 56-jährige Tatverdächtige gab an, ein entfernter Bekannter habe ihn gebeten, die Gegenstände an einen Käufer zu vermitteln. Angaben zu den Drahtziehern des Millionendiebstahls wollte er allerdings nicht machen. „Dazu schweigen beide“, sagte Staatsanwalt Knothe. Inzwischen ist die internationale Fahndung nach den zwei mutmaßlichen Komplizen der Festgenommenen angelaufen. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die beiden 33- und 37-jährigen Männer sich ins europäische Ausland abgesetzt haben. Sie stammen ebenfalls aus dem Kosovo.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, sind Roderic von Bennigsen und seine Ehefrau Jeanne Christée derzeit im Urlaub. Sie werden nächste Woche auf ihr Gut zurückkehren und dann die sichergestellte Diebesbeute begutachten. „Wir gehen davon aus, dass alle Stücke wieder aufgetaucht sind“, sagte eine Mitarbeiterin der Gutsverwaltung am Donnerstag. Derzeit sind Experten des Landeskriminalamts damit beschäftigt, die Gegenstände auf Spuren zu untersuchen.

Carsten Fricke, Rechtsanwalt der Familie, bestätigte am Donnerstag, dass Jeanne Christée, eine Geigerin, sich die Versicherungssumme für die Stradivari-Geige in Höhe von 1,5 Millionen Euro bereits hat auszahlen lassen. Die Geige gehört somit dem Versicherungskonzern. „Das heißt aber nicht, dass Jeanne Christée das Instrument nicht zurückbekommt.“ Sie habe Anspruch darauf, dass der Fall rückabgewickelt wird, also gegen Zahlung der Versicherungsumme die Geige wieder zu ihrem Eigentum wird.

Dem Fahndungserfolg waren lange Ermittlungsarbeiten vorausgegangen. Bereits im Juli hatte ein Hinweisgeber aus der Musik- und Kunstszene die Beamten auf die Spur der mutmaßlichen Täter gebracht.

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  • kosovo kiki – 11.09.09
    Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • Gäste aus dem Kosovo gerechti – 11.09.09
    Na zumindest können sich unsere Gäste aus dem Kosovo ja selbst ernähren und scheinen nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein.

    Zur Belohnung sollten sie alle einen deutschen Pass bekommen.....

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