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Verdi droht mit Streiks nächste Woche

Öffentlicher Dienst in Hannover Verdi droht mit Streiks nächste Woche

Für die kommende Woche droht die Gewerkschaft Verdi mit Streiks im öffentlichen Dienst. In Hannover könnten dann Busse und Stadtbahnen stillstehen, Kitas und Ämter geschlossen bleiben, die Müllabfuhr ausfallen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Hannover . "Wenn in der Verhandlungsrunde am Montag und Dienstag, 11. und 12. April, kein Signal von den Arbeitgebern kommt, gibt es auf jeden Fall Aktionen in Hannover und im Umland“, kündigt Olaf Hartmann, Gewerkschaftssekretär bei Verdi Niedersachsen-Bremen, an. Man könne kurzfristig handeln, halte sich aber weitere „Eskalationsmöglichkeiten“ offen. Das bedeutet: Verdi belässt es zunächst bei eintägigen Arbeitsniederlegungen.

Beim Kita-Stadtelternrat sieht man die drohenden Streiks mit großer Skepsis. „Die Gewerkschaft muss sich eine gute Begründung einfallen lassen“, sagt Georg Weil vom Stadtelternrat. Schließlich sei die letzte Streikwelle nicht lange her. Tatsächlich traten Erzieher und Sozialarbeiter erst vor einem Jahr in den Ausstand, um höhere Lohngruppen durchzusetzen. Jetzt geht es um allgemeine Gehaltssteigerungen für alle kommunalen Beschäftigten.

Bisher sieht es nicht nach einem Kompromiss zwischen den Tarifparteien aus. Die erste Verhandlungsrunde Ende März ist ohne Ergebnis geblieben. Die Forderung der Gewerkschaft, den Angestellten im öffentlichen Dienst 6 Prozent mehr Gehalt zu bezahlen, haben die kommunalen Arbeitgebervertreter abgelehnt. Verärgert waren die Gewerkschafter über die Forderung der Arbeitgeberseite, die betriebliche Altersversorgung zu kürzen. „Das werten wir als Angriff“, sagt Verdi-Sekretär Hartmann.

„Die Beschäftigten sind empört“

Auch unter den Beschäftigten der Stadt Hannover ruft die Kürzung den meisten Protest hervor. „Die Beschäftigten sind empört“, sagt Karin Gödecke, Chefin des Gesamtpersonalrats bei der Stadt. Sie kündigt an, die rund 12 000 Stadtbeschäftigten über den Tarifstreit zu informieren und für einen möglichen Arbeitskampf zu mobilisieren. „Zum Streik aufrufen muss aber die Gewerkschaft“, sagt Gödecke.

Bei Verdi werden bereits Plakate bemalt und Fahnen bedruckt. Am heutigen Mittwoch veranstaltet die Gewerkschaft die erste Protestaktion zum aktuellen Tarifkonflikt in der City Hannovers, offiziell als Infoveranstaltung angekündigt. Ab 16 Uhr stellt Verdi zwischen Kröpcke und Schillerdenkmal verschiedene Berufe des öffentlichen Dienstes vor und wirbt damit zugleich für eine angemessene Bezahlung.

Im hannoverschen Rathaus wartet man zunächst ab. Die Absprache mit der Gewerkschaft sehe vor, dass Streiks drei Tage vorher mitgeteilt werden, sodass Zeit bleibe, um Notfallmaßnahmen zu ergreifen, heißt es. Das können etwa Notgruppen in Kitas sein

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