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Verdi will Sonntagsshopping verhindern

Streit um Sonntagseinkauf Verdi will Sonntagsshopping verhindern

Verkaufsoffene Sonntage bleiben ein Zankapfel. Die Gewerkschaft Verdi will per Eilantrag eine für das Wochenende geplante Veranstaltung der Gemeinde Isernhagen verhindern, von der auch das Gewerbegebiet Lahe-Altwarmbüchen mit Unternehmen wie Höffner, Porta, Saturn oder dem A2-Center betroffen ist.

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Beim letzten Shopping-Sonntag in Isernhagen im Januar kamen mehr als 15.000 Besucher.

Hannover. Verdi hatte vor dem Verwaltungsgericht im vergangenen Herbst ein Urteil erwirkt, das Städten und Gemeinden untersagt, mehr als vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr zu genehmigen. Außerdem dürfen die Veranstaltungen nur durchgeführt werden, wenn es einen Anlass über das Einkaufsgeschäft hinaus wie einen Markt, ein Volksfest, eine größere Messe oder ähnliches gibt.

Im Isernhagen war bereits Ende Januar ein Shopping-Sonntag genehmigt worden; das geforderte Beiprogramm bildete damals ein Gesundheitstag. Es kamen mehr als 15.000 Besucher. "Wir haben uns dort umgesehen und erkannt, dass deutlich mehr Shopper als Gesundheitsinteressierte unterwegs waren", sagt Verdi-Sekretärin Juliane Fuchs.

Der kommende Sonntag soll genau wie der zeitgleich laufende in Hannover den Tennis-Davis-Cup zum Motto haben. "Der findet am anderen Ende der Stadt statt und hat mit Lahe-Altwarmbüchen nichts zu tun", sagt Fuchs. Nachdem Verhandlungen zwischen der Gemeinde, den Kaufleuten und den Arbeitnehmervertretern bis zum Wochenbeginn keine Einigung gebracht haben, hat nun das Verwaltungsgericht das Wort. Es wird am Freitagvormittag eine Entscheidung verkünden.

Die Gemeinde Isernhagen will sich unter Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Für die Kaufleute ist die Situation schwierig, weil sie nicht wissen, ob eine schon angekündigte Veranstaltung mit potenziell hohem Zulauf auch wirklich stattfinden kann. "Wir hoffen immer noch, dass wir öffnen dürfen", sagt Christian Danne, Center-Manager des A2-Centers. Er verstehe im übrigen nicht, warum Verdi die Verknüpfung mit dem Davis-Cup in Isernhagen angreife, im direkt benachbarten Hannover aber nichts dagegen sage.

Im Gewerbegebiet Lahe-Altwarmbüchen gibt es die Sondersituation, dass es teils auf hannoverschem, teils auf Isernhagener Gebiet liegt. Um die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, hatte man Anfang des Jahres vereinbart, dass Isernhagen sie für das gesamte Areal übernimmt.

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