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So soll die Leinewelle aussehen

Pläne für Surfprojekt So soll die Leinewelle aussehen

Mit einer Aktion am Wasser und einer Filmvorführung im Astor hat der Verein Leinewelle Sonnabend für seinen geplanten Surfspot an der Leine geworben. Auch Bürgermeister Schostok sprach von einer "frenetischen Unterstützung" des Projekts in Rat und Regionsversammlung.

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Quelle: Cityförster

Hannover. Die Surferwelle an der Leine nimmt konkretere Formen an. Der Verein Leinewelle will die Staustufe nicht mehr am Landtag, sondern weiter flussabwärts bauen. Dort führt unterhalb von Brücke Schlossstraße und Parkplatz eine Treppe zum Fluss, der sich an der Stelle auf rund neun Meter verengt. Ideal für die Surfer: Der Wasserdruck ist dort deshalb höher. Nach den aktuellen Plänen, die Initiator Heiko Heybey Sonnabend im Astor-Kino vorstellte, will der Verein das Wasser dort "nur während der Betriebszeiten" auf knapp 50 Zentimeter stauen. Die geplante Anlage soll sich in drei getrennt steuerbare Rampen gliedern, die eine Welle in drei, sechs oder neun Meter Breite möglich machen. "Damit ist bei minimalem Wasserabfluss zumindest Surfen für Anfänger möglich." Außerhalb des Betriebs ließe sich die hydraulische Anlage auf den Flussgrund absenken. 

"Eine solche Welle in dieser Qualität, die sich auch für die Schulung von Anfängern eignet, wird es nirgendwo sonst geben", schwärmte Oberbürgermeister Stefan Schostok bei der Präsentation. Er hob hervor, dass an der jetzt ins Auge gefassten Stelle nur geringe Eingriffe in die Sohle notwendig seien und die historische Mauer nicht  beeinträchtigt wird. Auf dem Parkplatz will die Stadt voraussichtlich Platz für einen Technikraum plus Toiletten einräumen. 

Die Macher der Leinewelle haben neue Entwürfe für ihr Konzept einer stehenden Welle am Leineufer in der City vorgestellt.

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An der Treppenseite will der Verein den Fluss mit einem keilförmigen Einschub zusätzlich leicht verengen. Auf der gegenüberliegenden Flussseite soll eine Mauer eine Art kleinen Kanal für Fische und andere Flusslebewesen abtrennen. "Krebstierchen und Algen brauchen natürliches Sediment und können nicht direkt über die Anlage wandern", erläutert Heybey. Ein Zuhörer fragte nach der Fischtreppe am Landtag, die bisher auf Druck der Umweltverbände immer wieder im Gespräch war. Heybey geht jetzt jedoch von veränderten Voraussetzungen aus, da sein Verein von der Stelle an der ehemaligen Wasserkunst/Landtag abgerückt ist. Dort wären deutlich umfangreichere Einbauten in den Fluss notwendig gewesen, die mit der Neuplanung vom Tisch sind. "Eine Fischtreppe wäre gefordert gewesen, wenn wir das Wehr angefasst hätten", glaubt Heybey. "Wir unterstützen die Artendurchgängigkeit am Landtag, sehen das aber nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt."

Das beurteilen die Umweltverbände allerdings anders. Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie Landessportfischerverband machen die Fischtreppe zur Bedingung. Die Leinewelle sei ein erheblicher Eingriff in ein Fließgewässer, in dem geschützte Arten leben. Eine Fischtreppe am Wehr könnte das ausgleichen, betont Gerd Wach vom BUND.

Bald ein gewohntes Bild? Surfer testen den geplanten Standort für die Leinewelle.

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Bereits Donnerstag hatten die Politiker im Umweltausschuss der Region positiv auf die Pläne reagiert. "Es gibt eine frenetische Unterstützung der Mitglieder des Rats und der Regionsversammlung", versicherte jetzt Schostok. Werbewirkung für die Stadt entfaltet die Leinewelle schon jetzt. Obwohl noch längst nicht beschlossen und genehmigt, hat bereits das dänische Architekturzentrum in Kopenhagen Bilder angefordert - für eine Ausstellung über "Städte in Bewegung".

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