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Schulmaterialien für bedürftige Schulkinder

Verein Lunchbox hilft Schulmaterialien für bedürftige Schulkinder

Zunächst wollte der Verein Lunchbox Kinder unterstützen, die ohne Essen zur Schule kommen. Weil die dafür notwendigen langfristigen Lebensmittelspenden aber ausblieben, unterstützt der Verein die Kinder nun mit gebrauchten Schulranzen, Schultüten und gut erhaltenen Linealen oder Stiften. 

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Vereinsgründerin Marita Heitmüller.

Quelle: Nigel Treblin

Hannover. Die Idee war gut, doch es fanden sich nicht genügend Förderer: Der Verein Lunchbox - Essen für Kinder wollte Kinder, die ohne Pausenbrot in die Schule gehen müssen, mit einem Frühstück versorgen.

Ein Jahr lang verteilten Vereinsgründerin Marita Heitmüller und weitere Ehrenamtliche kleine Beutel mit Brot, Wurst, Käse, süßem Aufstrich, Obst, Getränken und Süßigkeiten. Kinder konnten die - je nach Bedarf - Tages- oder Wochenrationen im Büro des Vereins in Kleefeld abholen. „Mein Sohn hatte mir oft von Mitschülern erzählt, die ohne Essen in die Schule kommen“, berichtet Heitmüller.

Bis zu 70 Kinder kamen pro Woche in das Vereinsbüro, die Jüngsten sechs, die älteren bis zu 13 Jahre alt. Das Besondere an der Vereinsidee: Die Schüler konnten sich unbürokratisch ohne Eltern und Bescheinigungen Essen abholen. „Wir sind vielleicht auch ein bisschen blauäugig an die Sache herangegangen“, räumt die Ehrenamtliche ein. Eine Frist von einem Jahr hatte der Verein sich gesetzt. Auch ein Mittagstisch für Kinder in einem Nordstädter Altenheim lief nicht wie erwartet und wurde deshalb und aus finanziellen Gründen eingestellt: Ort und vor allem die frühe Uhrzeit passten nicht für Schulkinder.

Der Verein hatte auf langfristige Sponsoren und Spender von Lebensmitteln gehofft. Das hat nicht geklappt. Engpässe überbrückte die Vereinsgründerin, indem sie selbst Geld in das Projekt steckte. „Wir wollten täglich Essen vorhalten, anders hat das keinen Sinn.“ Schließlich hatte Marita Heitmüller über private Kontakte selbst Haushalte kennengelernt, in denen sich keine Milch und nur billiges Toastbrot für die Kinder im Kühlschrank befand.

Der im April 2014 gegründete Verein Lunchbox schwenkt nun um. „Wir wollen weitermachen, denn wir haben Zeit und die Leute.“ Seit Beginn des Sommers sammeln die rund 20 Lunchbox-Engagierten gebrauchte Schulranzen, Schultüten und gut erhaltene Lineale oder Stifte. Mit Spenden kaufen die Ehrenamtlichen außerdem neues Schulmaterial. Bedürftige Familien und Schulen, die Unterstützung benötigen, können sich beim Verein melden. Die Aktion soll das ganze Schuljahr über weiterlaufen. Spenden können im Vereinsbüro an der Fichtestraße 32 abgegeben werden. Bisher hat der Verein rund 60 Ranzen gesammelt, etwa 30 Jungen und Mädchen haben eine der Schultaschen erhalten.

Auch von seiner Grundidee ist der Verein noch nicht ganz abgerückt. Kinder können sich bei Lunchbox mit einem Mittagessen versorgen. Marita Heitmüller und ihre Mitstreiter halten in der Geschäftsstelle dafür Dosensuppen und Fertiggerichte zum Mitnehmen sowie Gutscheine von Gastronomen vor.

Von Bärbel Hilbig

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