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Bundespolizist wegen Porno-Foto vor Gericht

Verhandlung ab 6. Oktober Bundespolizist wegen Porno-Foto vor Gericht

Der Bundespolizist, der Flüchtlinge geschlagen und gedemütigt haben soll, muss sich in einem anderen Fall vor Gericht verantworten: Der Polizist steht wegen eines pornografischen Fotos ab dem 6. Oktober vor dem Amtsgericht Stadthagen, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag.

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Der Bundespolizist, der Flüchtlinge geschlagen und gedemütigt haben soll, steht ab 6. Oktober wegen eines anderen Vergehens vor Gericht.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Der Bundespolizist Torsten S., der mehrfach Flüchtlinge in der Wache am Hauptbahnhof misshandelt haben soll, muss sich in knapp einem Monat wegen eines weiteren Vorwurfes vor Gericht verantworten. Ab dem 6. Oktober steht er vor dem Amtsgericht Stadthagen, weil er einem 14 Jahre alten Mädchen eine Handynachricht mit pornografischem Inhalt geschickt haben soll. 

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Hannover, deren Zentralstelle für die Bekämpfung gewaltdarstellender, pornografischer oder sonst jugendgefährdender Schriften den Fall bearbeitet, ereignete sich der Vorfall bereits im September vergangenen Jahres. Demnach soll Polizeiobermeister S. der Minderjährigen ein Foto von seinem erigierten Penis geschickt haben. Die Staatsanwaltschaft erließ daraufhin am 22. Mai Strafbefehl gegen den 40-Jährigen. Dieser legte dagegen Einspruch ein. „Daher muss der Fall nun vor Gericht verhandelt werden“, sagt der Stadthagener Amtsgerichtssprecher Kai Oliver Stumpe. Für die Hauptverhandlung hat das Gericht vier Zeugen vorgeladen. Neben dem 14-jährigen mutmaßlichen Opfer sollen noch eine Bekannte des Mädchens sowie zwei Polizisten aussagen.

Das Urteil in diesem Prozess könnte indirekt Auswirkungen auf die aktuellen Ermittlungen gegen S. haben. Bei der Durchsuchung seines Hauses im Landkreis Schaumburg stellten die Ermittler unter anderem externe digitale Datenträger sicher, auf denen auch Bilder gespeichert waren, „bei denen es sich möglicherweise um Kinderpornografie handelt“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Zudem ermittelt die Behörde gegen den 40-Jährigen und vier Kollegen wegen Körperverletzung im Amt.

Für bundesweites Aufsehen hatten die Foltervorwürfe gegen den Mann gesorgt . Der Polizist steht unter Verdacht, in mindestens zwei Fällen Flüchtlinge auf der Wache gedemütigt und geschlagen und dies mit seinem Handy dokumentiert zu haben. Danach soll er mit seinen Taten geprahlt haben. Die Ermittlungen laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Hannover noch.

 

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