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Stadtbummel mit Kinderwagen in der Innenstadt

Verkaufsoffener Sonntag Stadtbummel mit Kinderwagen in der Innenstadt

Schon fast frühlingshaftes Wetter und der verkaufsoffene Sonntag haben viele Menschen in die hannoversche Innenstadt gelockt. 250.000 Menschen sind es nach Schätzungen der Kaufleute gewesen, die durch die Straßen schlenderten, bei den Marktschreiern vorbeischauten und durch die Geschäfte bummelten.

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Zum verkaufsoffenen Sonntag kamen wieder viele Menschen in die Innenstadt.

Quelle: Eberstein

Hannover. Aber es wird nicht so ausufernd gekauft wie freitags oder sonnabends, das ist gewiss. Man sieht viel mehr Spaziergänger mit Kinderwagen und Hunden im Schlepptau als an den Haupteinkaufstagen. Die Passanten schlendern mehr, als dass sie eilen. Und die Tütendichte ist auch deutlich geringer als am Vortag. Eng wird es nur zwischen den Zelten des Trödelmarkts nahe dem Steintor, dort, wo Perücken, Schnürsenkel und blinkende Plastikfußbälle zu orientalischer Musik offeriert werden.

Jubel, Trubel, Marktschreier: Der Verkaufsoffene Sonntag lockte zahlreiche Besucher in die Landeshauptstadt. Am Steintorplatz waren die Marktschreier lautstark für Wurst, Nudeln, Käse und Fisch.

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Die Marktschreier an der Münzstraße sind eine Attraktion. Zumindest für alle, die es gern derb mögen. „Wer einmal meine Nudeln kennt, der geht nie wieder fremd“, holpert sich Nudel-Dieter durchs Versmaß. Dass viele Besucher nur gaffen, aber nicht konsumieren, kommentiert Käse-Maxx auf die gemeine Art: „96 spielt so Fußball, wie ihr Käse einkauft.“

Mehr als an anderen Einkaufstagen konzentrieren sich die Besucherströme sonntags auf die Fußgänger-Kernzonen zwischen Steintor, Kröpcke, Hauptbahnhof und dem Platz der Weltausstellung. In Gassen wie der Limburgstraße oder der südlichen Karmarschstraße ist kaum etwas los. ­Lacoste-Filialleiterin Mira Scheel etwa hat nach gut einer Stunde noch nichts verkauft, Geschäftsführer Jürgen Thorenz vom gleichnamigen HiFi-Laden wünscht sich mehr unterstützende Aktionen vonseiten des Stadtmarketings. Schade finden es etliche Geschäftsleute in Karmarschstraße und Altstadt, dass die Markthalle geschlossen hat – da geht viel Laufkundschaft flöten.

Ein Theater wie in Altwarmbüchen um die Erlaubnis für Verkaufsaktivitäten an diesem Märztag hat es in Hannover nicht gegeben. „Wir haben uns rechtzeitig mit der Gewerkschaft Verdi und der Stadt abgestimmt“, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Davis-Cup und Marktschreier-Wettbewerb waren die Ereignisse, die diesen Shopping-Sonntag genehmigungsfähig gemacht haben. Und so kommt auch noch das Glück des Tüchtigen dazu – trockenes Wetter bei annehmbaren Temperaturen, die einem Bummel durch Hannover allemal dienlich sind.

So war’s in den
 Nachbarkommunen

Zum Sonntagseinkauf kamen auch in Hannovers Umlandkommunen Tausende Flaneure. In Lehrte waren die Geschäftsleute am Abend zufrieden mit der Resonanz. Dort war ein Hobbykunstmarkt Anlass für die Sonntagsöffnung. Trotz der starken Konkurrenz wegen der Öffnung in Hannover seien scharenweise Kunden gekommen und hätten auch gut gekauft, hieß es von örtlichen Kaufleuten. In Laatzen hatte das Leine-Center geöffnet, in Springe war verkaufsoffener Sonntag parallel zum Frühlingsmarkt und zum Ostermarkt. Dort hatten mehrere Händler angesichts schlechter Wetterprognosen abgesagt, trotzdem wertete der örtliche Werbe- und Informationsring die Veranstaltung als Erfolg. Auch in Hannover war verkaufsoffener Sonntag nicht nur in der Innenstadt, sondern auch etwa in Bothfeld.r.

 

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Verkaufsoffener Sonntag

Der verkaufsoffene Sonntag in Altwarmbüchen wird wohl ein juristisches Nachspiel haben. Die Gewerkschaft Verdi verdächtigt die Geschäftsleute im Norden Hannovers, der Öffentlichkeit gezielt das Vorliegen einer finalen Genehmigung zur Sonntagsöffnung verschwiegen zu haben, um Einsprüche zu verhindern.

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