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Verkehr am Autobahnkreuz Hannover-Ost fließt besser als erwartet

Baustelle Verkehr am Autobahnkreuz Hannover-Ost fließt besser als erwartet

Die Befürchtungen waren groß, bereits Monate vor der Einrichtung der Großbaustelle am Autobahnkreuz Hannover-Ost hatte die Verkehrsmanagementzentrale vor langen Staus gewarnt, der ADAC mit geradezu unerträglichen Behinderungen vor allen in den Ferienzeiten gerechnet. Doch fünf Monate nach dem Beginn der Arbeiten an dem Verkehrsknotenpunkt, fällt die Bilanz überwiegend positiv aus.

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Baustelle am Autobahnkreuz Hannover-Ost: Die Brücke der A 7 über die A 2 wird abgerissen und durch eine neue ersetzt.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Unter dem Strich kann ich sagen: Es läuft gut am Kreuz-Ost“, erklärte Joachim Ernst von der Landesbehörde für Straßenbau. Auch bei der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Niedersachsen gibt es wenig zu klagen über die Auswirkungen der Bauarbeiten an der Schnittstelle zwischen den Autobahnen 2 und 7. „Die Verkehrssituation rund um das Kreuz ist völlig unauffällig“, teilte VMZ-Leiter Ulrich Opel mit. Selbst zum Ende der Osterferien in Niedersachsen, als die Verkehrmanagementzentrale mit landesweit 70 Staus auf einer Gesamtlänge von 409 Kilometern zu kämpfen hatte, blieb die Lage am Kreuz-Ost ruhig.

Die Verkehrsexperten sind sich über die Gründe für den Erfolg weitgehend einig: Die Baustelle ist gut und weiträumig ausgeschildert, die jeweils zwei Fahrspuren der Tangenten, auf denen die Autofahrer das Kreuz derzeit befahren können, sind, anders als bei vergleichbaren Baustellen, breiter angelegt, sodass die Gefahr eines Stillstandes gemindert wurde. „Außerdem haben sich die Verkehrsteilnehmer hervorragend auf die Situation eingestellt und wissen damit umzugehen“, fügte Joachim Ernst hinzu. Hinzu komme der glückliche Umstand, dass sich seit Beginn der Umbauarbeiten am Kreuz dort noch kein schwerer Unfall ereignet habe, so Ernst weiter. Der Leiter des Geschäftsbereich Hannover des Landesamtes räumte allerdings ein, dass es dennoch immer mal wieder zu kürzeren Engpässen rund um die Großbaustelle komme. „In der Hauptverkehrszeit, wenn viele Fahrzeuge in Lahe auf die A 2 auffahren wollen, kommt es natürlich zu Behinderungen auf der A 37“, erklärte Joachim Ernst. Aus Sicht der Verkehrsmanagementzentrale wird es auf der Strecke immer dann kritisch, wenn das Fahrverbot für Lastwagen am Sonntag endet. „Wenn die großen Brummis wieder auf einen Schlag mitmischen, kann es auch mal eng werden“, sagte Ulrich Opel.

Ende des Jahres könnte es wegen der Baustelle jedoch zu einigen weitreichenden Komplikationen kommen. Denn die A 2 muss dann noch einmal ein Wochenende lang vollständig gesperrt werden. Dann wird die neue Brücke, die wegen der Erweiterung auf sechs Fahrspuren ebenfalls breiter ausfallen musste, auf die Pfeiler aufgelegt. Der genaue Termin für die Vollsperrung steht noch nicht fest. Bleiben die Arbeiten an dem Knotenpunkt weiterhin im Zeitplan, ist damit zu rechnen, dass das erste Brückenelement im März 2012 steht. Dann soll mit dem Abbruch des zweiten Teils der alten Brückenhälfte begonnen werden.

Im Herbst 2012 soll die neue Konstruktion schließlich komplett fertiggestellt sein. Erst im April 2013 soll der Verkehr auf der A 2 wieder reibungslos fließen.

So läuft der Verkehr

Während der Bauarbeiten am Kreuz-Ost sind vier der insgesamt acht Verbindungsrampen des Kreuzes, die sogenannten „Ohren“, für einen Zeitraum von rund 24 Monaten gesperrt. Noch bis zum Frühjahr 2013 wird es nicht möglich sein, aus allen Richtungen kommend von der A 2 auf die A 7 und umgekehrt zu wechseln. Der Verkehr wird wie folgt umgeleitet:

Aus Richtung Berlin kommend in Richtung Kassel: Fahrer biegen am Autobahnkreuz-Ost auf die A 7 in Richtung Hamburg ab. Über das Autobahnkreuz Kirchhorst gelangen sie auf die Gegenfahrbahn in Richtung Kassel.

Aus Richtung Hamburg kommend in Richtung Berlin: Fahrer biegen am Autobahnkreuz Kirchhorst auf die A 37 in Richtung Hannover ab, fahren bis zum Kreuz Buchholz und gelangen dort auf die A 2 in Richtung Berlin. Die A 37 ist durch den Umleitungsverkehr vor allem während des Berufsverkehrs stark belastet. Dort kann es zu Staus und Verzögerungen kommen.

Aus Richtung Kassel kommend in Richtung Dortmund: Verkehrsteilnehmer fahren bis zum Autobahnkreuz Kirchhorst, wechseln dort auf die A 37 in Richtung Hannover. Über das Kreuz Buchholz gelangen sie auf die A 2 in Richtung Dortmund.

Aus Richtung Dortmund kommend in Richtung Hamburg: Verkehrsteilnehmer fahren bis zum Kreuz Buchholz, gelangen dort auf die A 37 und über das Kreuz Kirchhorst auf die A 7.

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