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Polizei soll für Ordnung vorm Astor-Kino sorgen

Verkehrschaos in der Nikolaistraße Polizei soll für Ordnung vorm Astor-Kino sorgen

Noch immer drängeln sich in der Nikolaistraße vor dem Astor-Kino an Wochenenden und in den Abendstunden etliche Autos – zum Leid der Anwohner. Der Bezirksrat Mitte will mit schärferen Kontrollen gegen das Verkehrschaos vorgehen. Nicht nur städtische Politessen sollen ihr Augenmerk auf die Nikolaistraße richten, sondern künftig auch die Polizei.

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Das Astor-Kino ist ein Besuchermagnet. Doch in der Nikolaistraße herrscht trotz Halteverboten und Pollern regelmäßig Verkehrschaos.

Quelle: Philipp von Ditfurth/Archiv

Hannover. Das hat das Gremium auf rot-grünen Wunsch einstimmig beschlossen.

„Es kann nicht sein, dass Autofahrer mit röhrenden Motoren dickfällig in der zweiten Reihe halten und dort einfach stehenbleiben“, ärgert sich Bezirksbürgermesiter Michael Sandow (SPD). Er habe den Eindruck, dass manche Fahrzeuge frisiert seien. „Das wäre dann womöglich ein Straftatbestand, dem die Polizei nachgehen sollte“, sagt Sandow. Zudem soll die Stadtverwaltung auf Wunsch der CDU Anwohnerparkplätze im Quartier besser beschildern.

Das vor etwa einem Jahr eröffnete Astor-Kino hat sich als Besuchermagnet erwiesen. Die Gastronomen in der Nikolaistraße sind erfreut, doch Anwohner klagen über regelmäßig zugeparkte Straßeneinmündungen und verstellte Bewohnerparkplätze. Auf Druck des Bezirksrats Mitte hat die Stadt zumindest den Einmündungsbereich der Nikolaistraße mit einer Pollerreihe und Fahrradbügeln geschützt. Auf den schmalen Seitenstraßen des Quartiers drängeln sich aber noch immer etliche Fahrzeuge, und auf der Nikolaistraße bilden sich Staus, weil Autofahrer auf der Straße halten.

Während Kinobesucher um jeden Preis einen Parkplatz im Viertel suchen, ist das Kino-Parkhaus nicht ausgelastet. Dabei bezahlen Kinogäste für vier Stunden Parkdauer lediglich 2,50 Euro. Auch entlang der Brüderstraße, Verlängerung der Nikolaistraße Richtung City, drängeln sich an Wochenenden etliche Limousinen. Dabei handelt es sich vermutlich um Gäste einer kürzlich eröffneten Shisha-Bar an der Brüderstraße.

„Die Stadt sollte jetzt Gespräche mit der Polizeiinspektion Mitte führen, um für die Verkehrssituation in dem Viertel zu sensibilisieren“, sagt der Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat, Martin Nebendahl. Die Lage habe sich zwar verbessert, seit Poller und Radbügel am Einmündungsbereich der Nikolaistraße verhindern, dass dort alles zugeparkt werde. Aber die Aufmerksamkeit der Polizei sei dennoch vonnöten. Linken-Vertreter Axel Hogh wendet ein, dass die Polizei Besseres zu tun habe, als auf Parksünder zu achten. Das sei schließlich Aufgabe der städtischen Politessen.

Offenbar ist das Verkehrschaos allein mit dem Verteilen von Knöllchen nicht in den Griff zu bekommen. Die Stadt hat Politessen an mehreren Tagen in den Abendstunden ins Nikolaiviertel geschickt. Innerhalb von zwei Stunden haben sie an einem Abend 52 Knöllchen an Windschutzscheiben geheftet. Den Falschparkern scheint das wenig auszumachen.     

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