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Verluste bei Aha – aber Gebühren bleiben stabil

Abfall in Hannover Verluste bei Aha – aber Gebühren bleiben stabil

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha rechnet für 2016 im Gebührenhaushalt mit rund 8 Millionen Euro weniger Einnahmen. Dennoch sollen die Müllgebühren stabil bleiben, verspricht Aha-Geschäftsführer Thomas Reuter. 

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Das gelingt allerdings nur deshalb, weil im diesem Jahr mehr Haushalte in der Region ein größeres Abfallvolumen bestellt haben als von Aha vorhergesagt. Dadurch fallen die Gebühreneinnahmen höher als erwartet aus.

Dem Abfallwirtschaftsbetrieb macht für den kommenden Gebührenhaushalt vor allem der Einbruch bei den Preisen für Altpapier zu schaffen. Bisher hatte das Unternehmen dafür 140 Euro pro Tonne kassiert. In dem neu geschlossenen Vertrag sind es nur noch 65 Euro pro Tonne, berichtete Reuter gestern im Abfallwirtschaftsausschuss der Region bei der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2016. Die Erlöse aus der Altpapiersammlung fließen komplett in den Gebührenhaushalt.

Für das kommende Jahr plant das Unternehmen mit Ausgaben von rund 186 Millionen Euro. Der Anteil der Personalkosten liegt bei rund 92 Millionen Euro. Reuter verteidigte im Ausschuss die Aufstockung der Zahl der Mitarbeiter bei Aha in diesem Jahr um 60 Stellen auf 1769. Der Geschäftsführer argumentierte, dass es davon 30 Stellen bereits im Unternehmen gegeben habe, diese jedoch bisher befristet gewesen waren. Die Aufstockung der Mitarbeiterzahl sei wegen des höheren Aufwands nötig.

Als Reuter nach der Gebührenentwicklung im Jahr 2017 gefragt wurde, reagierte er eher ratlos. „Wir müssen sehen, wie sich das alles entwickelt“, sagte er. Vielleicht habe man Glück, und die Papierpreise – und damit auch die für Altpapier – stiegen wieder, meinte er. Allerdings könne sich der Papierpreis auch noch weiter nach unten entwickeln „und wir müssen dann etwas drauf legen“.

Am Schluss gab es bei SPD und Grünen lange Gesichter und diebische Freude bei der CDU: Weil bei der Abstimmung über eine Empfehlung für die Regionsversammlung SPD und Grüne nicht mehr stark genug vertreten waren, reichte es bei nur für ein Patt. Das ist allerdings nur eine Formalie; in der Regionsversammlung haben SPD und Grüne eine satte Mehrheit.

Kurz war auch die komplette Neugestaltung der Müllgebühren, die eigentlich zum 1. Januar in Kraft treten sollte, Thema im Ausschuss. Das sogenannte Bürgergutachten soll nun am 18. November vorgestellt werden, kündigte Umweltdezernent Axel Priebs an. Die Meinung der Bürger soll in die neue Gebührenstruktur einfließen. Allerdings wird nicht damit gerechnet, dass die Regionsversammlung noch bis zum Jahresende eine neue Müllgebührensatzung verabschiedet. Denn die Abfallexperten in den Fraktionen rechnen mit einem hohen Diskussionsbedarf.

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