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Aus der Stadt Verschiebt sich die Sanierung des Hauptbahnhofs?
Hannover Aus der Stadt Verschiebt sich die Sanierung des Hauptbahnhofs?
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00:16 02.08.2017
Von Bernd Haase
Sanierungsfall: Alle fünf sogenannten Gleisbrücken durch den Hauptbahnhof müssen komplett erneuert werden. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Der Beginn der umfangreichen Sanierung des Hauptbahnhofs steht immer noch nicht fest und könnte sich in das Jahr 2020 verschieben. Der wichtige Eisenbahnknotenpunkt kann für das Großprojekt nicht komplett stillgelegt werden. Deshalb muss detailliert geplant werden, welche Bahnsteige und Gleise wann nicht zur Verfügung stehen und wie dann der Zugverkehr läuft. „Allein für diese Planungen benötigen wir drei Jahre“, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Die eigentliche Bauzeit ist auf zehn Jahre veranschlagt.

Fünf Gleisbrücken sind marode

Mitte 2015 bestätigten Statiker, was die Bahn schon befürchtet hatte: Die fünf sogenannten Gleisbrücken, auf denen Bahnsteige und Schienenstränge liegen und die die sogenannte Promenade überspannen, sind marode. Sie müssen nacheinander ausgetauscht werden, was die lange Bauzeit erklärt. Mit den Arbeiten ist auch eine Modernisierung der Bahnsteige und ein Austausch der Rolltreppen verbunden. Zu den Kosten äußert sich die Bahn nicht. Nach Informationen der HAZ belaufen sich grobe Schätzungen auf knapp 160 Millionen Euro.

Kompliziert wird die Angelegenheit durch die Baustellenlogistik und den im Frühjahr 2018 beginnenden, zweijährigen Abriss und Neubau der ebenfalls ans Ende der Lebensdauer gekommenen Eisenbahnbrücke über der Königstraße. Überlegungen, beide Vorhaben teilweise miteinander zu verknüpfen, hat die Bahn wieder verworfen. „Die Bauarbeiten würden sich gegenseitig behindern“, sagt Meyer-Lovis.

Kopfzerbrechen bereitet den Bauplanern die hohe Auslastung des Hauptbahnhofs. Er ist mit täglich 750 verkehrenden Zügen an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Stehen baubedingt nicht alle Gleise zur Verfügung, würde das die Situation erheblich verschärfen. „Wir müssen uns darüber auch mit anderen Eisenbahnunternehmen wie Metronom, Westfalenbahn oder Erixx abstimmen“, erklärt Meyer-Lovis.

Weil ein Ende der Zuwachsraten im Bahnverkehr vor allem bei der S-Bahn nicht abzusehen ist, wünschen sich Region Hannover und Land Niedersachsen im Zuge der Sanierung zwei zusätzliche Gleise auf der Raschplatzseite. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Zunächst muss das Bundesverkehrsministerium als zuständige Instanz für die Bundesverkehrswegeplanung über das Vorhaben befinden.

Rückwärtige Bahnhofsfassade bleibt vorerst eingerüstet

Seit viereinhalb Jahren ist die Fassade des Bahnhofsgebäudes auf der Gleisseite eingerüstet und mit Planen verhängt. Das wird auch so bleiben, weil die Bahn die Fassade frühestens im nächsten Jahr anfassen lässt. Gerüst und Verhüllung werden aus Sicherheitsgründen benötigt.

Fachleute hatten gefährliche Risse in den Sandsteinelementen des Bauwerks entdeckt, das als einziger Bahnhofsteil die schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg überdauerte. 2011 sanierte die Bahn die vordere Fassade. Weil die Arbeiten erheblich teurer wurden als geplant, war für die Rückseite kein Geld mehr da.

Der Bahn ist es noch nicht gelungen, dafür Geld im Bauetat bereitzustellen. Ein Sprecher kündigte für 2018 einen neuen Anlauf an.

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