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Verteilung von Müllsäcken kostet 2 Millionen Euro

Abfallwirtschaftsbetrieb Aha Verteilung von Müllsäcken kostet 2 Millionen Euro

Die Verteilung der Müllsäcke im Umland kostet pro Jahr 2 Millionen Euro. Nur 15 Prozent der Bevölkerung nutzen sie, zahlen müssen aber alle, wie im Regionsausschuss berichtet wurde. Eine Änderung der umstrittenen Mindestmüllmenge plant Aha derzeit nicht.

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Müllwerker von Aha in der Region Hannover.

Quelle: dpa

Hannover. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat derzeit offenbar keine aktuellen Pläne, das Mindestvolumen für den Restmüll zu senken. Der stellvertretende Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs, Thomas Reuter, sagte gestern lediglich, das Mindestvolumen werde bei jeder Gebührenkalkulation überprüft. Derzeit liegt das Mindestvolumen bei zehn Litern pro Person und Woche. Viele Bürger, vor allem im Umland, produzieren allerdings deutlich weniger Abfall und wünschen daher eine Verringerung des Mindestvolumens auf fünf Liter. Die Mindestmenge war ein Thema in der Sitzung des Abfallwirtschaftsausschusses der Region. Reuter hatte zu den Ergebnissen des Bürgergutachtens zur neuen Gebührensatzung Stellung genommen.

Nach Angaben von Reuter kostet das derzeitige Verteilsystem für die Restabfallsäcke rund 2 Millionen Euro. Diese Kosten tragen alle Gebührenzahler, obwohl nur 15 Prozent der Gebührenpflichtigen die Kosten verursachen, erläuterte er. Derzeit arbeite Aha an einem neuen Verfahren für die Verteilung der Säcke. Es sei ein „Phänomen“, dass derzeit viele der Briefe mit den Gutscheinen auf dem Weg zwischen Aha und dem Bürger verschwänden. „Aha ist aber verpflichtet, den Bürgern nachzuweisen, dass sie die Gutscheine erhalten haben“, sagte Reuter.

Die Empfehlung der Bürgergutachter, die Biotonne auch im Umland einzuführen, sei keine einfache Aufgabe, betonte der stellvertretende Aha-Chef. Sollte das beschlossen werden, dann müssten an alle Grundstückseigentümer Fragebögen verschickt werden, um die Daten für die jeweils nötige Behältergröße zu bekommen. „Das würde insgesamt 660 000 Euro kosten“, sagte er. Alle Grundstücksbesitzer müssten die Biotonne nehmen. Ausnahmen gäbe es dann nur für diejenigen, die ihre Bioabfälle auf den eigenen Komposthaufen bringen. Die geschätzt 140 Millionen Liter mehr Bioabfall pro Jahr würden zusätzliche Kosten von rund 1,4 Millionen Euro verursachen. „Ein erheblicher Teil davon müsste aus den Abfallgebühren finanziert werden“, stellte Reuter klar.

Einfacher dagegen ließen sich die Vorschläge der Bürgergutachter beim Sperrmüll verwirklichen. Die Bürger hatten in ihrem Papier empfohlen, nur noch zweimal pro Jahr kostenlos Sperrmüll abzuholen und nicht mehr unbegrenzt. Angemeldet werden bei Aha pro Jahr etwa 100.000 Sperrmülltermine, darunter sind nur rund 1000 Bürger, die mehr als zwei Abfuhren wünschen.

Die Bürgergutachter hatten mehrheitlich empfohlen, komplett auf die Tonnenabfuhr umzustellen und Säcke nur in ganz besonderen Ausnahmefällen zuzulassen. Eine dafür von den Bürgern ins Gespräch gebrachte Härtefallregelung ist aus der Sicht von Aha juristisch angreifbar.

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