Hannover. „Die Seite passt nicht ins Smartphone-Format, und viele sportliche Veranstaltungen werden gar nicht erst aufgeführt“, ärgert sich Grünen-Ratsherr und Sportpolitiker Mark Bindert. Seit Jahren schon werde die Ratspolitik vertröstet, dass eine Überarbeitung unmittelbar bevorstehe. Jetzt aber, heißt es vonseiten der Stadt, arbeite man mit Hochdruck an einem Neustart der Homepage. In einem guten halben Jahr will man damit fertig sein.
Die Stadt räumt ein, dass der Internetservice in die Jahre gekommen ist. „Eine Überarbeitung war fällig“, sagt Sprecher Andreas Möser. Zuletzt beschwerten sich Jugendliche bei einer von der HAZ moderierten Podiumsdiskussion, dass die Öffnungszeiten und Angebote von Jugend- und Stadtteilzentren im Netz nur schwer zu finden seien. Auch kritisierten Marketingexperten in einer Anhörung des Kulturausschusses, dass man sich im Internet kaum ein Bild von Hannovers Museumslandschaft machen könne. „Es kann nicht sein, dass ich siebenmal klicken muss, um die Öffnungszeiten des Sprengel Museums zu finden“, sagte Katrin Hieke von der Kulturmarketingfirma projekt2508.
Nun arbeitet ein Team, das sich unter anderem aus Mitarbeitern von Stadt, Region und Hannover Marketing- und Tourismus Gesellschaft (HMTG) zusammensetzt, an der Renovierung des Internetauftritts. Im Sommer 2012 will man das Ergebnis der Bemühungen präsentieren, kündigt der Leiter des Teams, Dirk Sarnes, an.
Die Homepage Hannovers ist schon jetzt ein riesiges Labyrinth von Informationen. Durch rund 70.000 Seiten kann sich der Nutzer klicken, seit der letzten Überarbeitung vor fünf Jahren hat sich die Datenmenge nach Angaben der Arbeitsgruppe nahezu verzehnfacht. Entsprechend unübersichtlich ist das Angebot. Es wird nun neu sortiert, redaktionell überarbeitet und übersichtlicher gestaltet – eine Herkulesaufgabe. Durch die Überarbeitung werde sich die Navigation auf der Homepage komplett verändern. Dabei werde man das neu entworfene Hannover-Logo nicht vergessen, verspricht Sarnes.