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Überlastung

Viele Klagen über ECE-Kreuzung in Hannover


Die Klagen über die ECE-Kreuzung in Hannover mehren sich: Jetzt soll eine neuerliche Expertise Lösungen für die Probleme zwischen Hauptbahnhof und der Ernst-August-Galerie finden.
Häufig überlastet: Der Überweg vom Bahnhof zur Ernst-August-Galerie.

Häufig überlastet: Der Überweg vom Bahnhof zur Ernst-August-Galerie.

© Florian Wallenwein

Selten haben Gutachter so offensichtlich danebengelegen wie im Fall der Verkehrsplanung für die Ernst-August-Galerie. In der Expertise, gefertigt vom Büro IVV aus Aachen vor Genehmigung des großen Einkaufszentrums und bezahlt vom Investor, wird für die Kreuzung vor dem Haupteingang exakt das Gegenteil von dem prognostiziert, was eingetreten ist. Für Fußgänger werde es nach einer leichten Verbreiterung der Überwege keine Probleme geben, heißt es in dem Gutachten. Einzig bei den Autofahrern könne es „gelegentlich“ einen Rückstau Richtung Raschplatz geben, was durch „Optimierung“ der Ampelphasen zu lösen sei.

Nicht nur Fußgänger erleben an Einkaufswochenenden und auch sonst zu Spitzenzeiten, dass der Verkehrsknoten vor der Galerie überlastet ist. Bei einer Anhörung im Rathaus listeten gestern alle Beteiligten Mängel auf. Ein Vertreter der Taxenbranche monierte wirtschaftliche Einbußen, weil Taxen angesichts der Menschenmassen den Bahnhofsplatz nicht verlassen können und bis zu 20 Minuten für 150 Meter Wegstrecke in der Kurt-Schumacher-Straße brauchen. Parkhausbetreiber beklagen Einnahmeverluste und einen Imageschaden, weil Autos wegen verstopfter Straßen bis zu einer halben Stunde in den Ausfahrtrampen der Parkhäuser stecken. RegioBus beklagt, dass Fußgänger die Busspur blockieren. Die Üstra würde am liebsten das Linksabbiegen von Autos aus der Kurt-Schumacher-Straße Richtung Raschplatz unterbinden, damit die Bahnen besser rollen. Autofahrerlobby und Kaufleute würden hingegen die Üstra „am liebsten unter der Erde“ sehen, wie es gestern in Anspielung auf den 130 Millionen Euro teuren Tunnelbau hieß – in jedem Fall müsse dort die Üstra-Vorrangschaltung abgeschaltet werden.

Alle Beteiligten lobten gestern, dass es der Rücksichtnahme Aller zu verdanken sei, dass dort nicht viel häufiger Unfälle passieren. Ingenieur Carsten Hagedorn vom Darmstädter Planerbüro R+T, das im Herbst an drei Tagen den Verkehr beobachtet hat, soll jetzt Lösungsvorschläge entwickeln. Gestern nahm er Anregungen mit wie etwa noch weiter verbreiterte Überwege, ein leichtes Versetzen der stark frequentierten Bushaltestellen vor der Ernst-August-Galerie, optimierte Radfahrerführungen oder eben das Ausschalten der Üstra-Vorrangschaltung. Prüfen soll er aber auch grundsätzlichere Varianten wie etwa, den Nordtteil der Kurt-Schumacher-Straße für Autos nur noch Richtung Bahnhof befahrbar zu machen und dann den Verkehr in einer Schleife über die Schillerstraße zurückzuführen. Das würde Durchfahrtsverkehr unterbinden, trotzdem blieben die Parkhäuser erreichbar. Vertreter des Handels warnen davor: „Hannover ist eine Einkaufsstadt und muss mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein.“.

Von Conrad von Meding

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  • Auto Klaus – 21.01.10
    Ich würde sagen macht doch alles für Autos dicht!!! Dann haben wir auch kein Plakettenproblem mehr! So eine bescheuerte Verkehrsführung wie in Hannover habe ich noch in keiner Stadt gesehen! Da fahr ich lieber nach Hamburg zum Einkaufen. spurige Straßen in der City!! Hallo Herr Verkehrsplaner wohl nur nen Hauptschulabschluss. Und dann noch diese Grünen, die unsere wenigen 6 spurigen Straßen, Nachts mit Tempo 30 belegen wollen, wo man Tempo 90 fahren könnte!
    Soll doch der Enzelhandel in Hannover bankrott gehen
  • Da gibt es bestimmte eine hannöversche Lösung Die Stimme der Vernunft – 21.01.10

    Na, ich sehe es schon kommen:

    Wie ich unseren "tollen" Stadtrat kenne wird man folgendermaßen verfahren

    Wir haben dauernd Stau an der ECE-Kreuzung?

    Ok, dann machen wir ne Fussgängerzone drauss, keine Autos, kein Stau..

    Und ausserdem sind Autos auch ganz pöse! Die gehörern sowieso verboten ...

    ;-)
  • Haben wir's nicht schon immer geahnt? Jens Pielawa – 21.01.10
    Diese Erkenntnisse sind ein weiterer Herzstich für alle oberirdischen Straßenbahn-Ausbauträume und D-Tunnel-Gegner - hier kann man einfach keine Stadtbahn an der ECE-Ecke um die Kurve in den Posttunnel einführen. Aber haben wir das nicht schon immer geahnt? Hier muss keine Straßenbahn an der zur heiligen Kuh stilisierten EAG halten. Wenn sich wie im Weihnachtstrubel Einkäufer, Busse, Straßenbahn und Autos dieses Eckchen alle teilen wollen, kann es doch nur Probleme geben. Deswegen also als erster Schritt: die Straßenbahn muss "unters Pflaster", das wussten schon die Planer vor 50 Jahren und fackelten dabei nicht 20 Jahre lang herum. Danach kann man den Autoverkehr etwas entflechten, in der Tat die KSS vor dem ECE zu einer halben Fußgängerzone machen und vielleicht dann auch den Regiobus-Verkehr etwas anders führen.
    Warum eigentlich wacht man in Hannover immer erst hinterher auf, wenn diverse Kinder in den Brunnen gefallen sind nach jahrelangen Diskussionen ohne viele Ergebnisse...
  • @Schüler Südstädter – 21.01.10
    Bis die Strecke gebaut ist sind vermutlich Deine Kinder bereits mit dem Auto mobil...
  • @moudy Schüler – 21.01.10
    Schüler wie ich sind auf die Straßenbahn angewiesen wir haben nicht alle Autos nur mal das vorne weg.

    Die Strecke umlegen da bin ich voll dafür aber eine ganze Linie abschaffen ist ein bisschen übertrieben.
    Außerdem werden dadurch Haltestellen ausgelassen wie die vor dem Arbeitsamt.
    Ich wär einfach dafür das man die Bahn unterirdisch fahren lässt und vielleicht neuere Modelle verwendet (Die momentane 10 sieht teilweise aus als würde sie gleich auseinander fallen) zudem würde die Bahn dann auch nicht mehr solche Verspätungen haben durch Unfälle.
    Allerdings entstehen dadurch auch heftige Unkosten und die Arbeiten daran dauern doch ein wenig länger denke ich mir mal.
    Bis die Strecke fertig gebaut ist bin ich bereits mit dem Auto mobil aber andere Schüler können sich freuen.
  • ece Lassmiranda – 21.01.10
    Einfach ne Fußgängerzone dahin und fertig ist die Kiste, ist doch kein Problem.
  • Individualverkehr stärken! moudy – 21.01.10
    Die Linie 10 wie im Nachtsternverkehr über Waterlooplatz in den Tunnel zum Hauptbahnhof schicken. (Die Wendeanlage ist dank Verlängerung der Linie 9 nach Lahe frei.) Die Linie 17 einstellen. Die Regiobusse in Ahlem oder einer anderen Vorort-Stadtbahnhaltestelle enden lassen. Wem das zu langsam ist, kann ja auf das Auto umsteigen. Wenn bald die Grüne Welle in Hannover eingeführt wird, ist dann das ja kein Problem mehr. Oder habe ich den neuen Trend falsch verstanden ;-)
  • Zu kurz gedacht LJA – 20.01.10
    Man kann den Posttunnel nicht einfach zumachen. Nur die aktuelle Situation betrachten und dann auf Kante nähen reicht nicht. Eine Stadt wie Hannover braucht auch gewisse verkehrstechnische Reserven. Man erinnere sich daran, das in 2009 die Unterführung der Celler Strasse wochenlang gesperrt war. In dieser Zeit war der Posttunnel praktisch die einzige Möglichkeit, aus dem nördlichen Teil der City in die Oststadt zu kommen, ohne eine halbe Weltreise zu planen. Solche Sachen werden auch in Zukunft immer mal wieder passieren. Natürlich wurde es dann an der besagten Ecke etwas eng und auch nervig. Aber das ist nun mal so, wenn man sich tagsüber im Zentrum eines Großraums mit mehr als 1 Million Einwohner aufhält. Bitte jetzt nicht wieder die Ideen von "Bad Hannover" auskramen.
    Die einzig vernünftige Lösung an dieser Stelle ist nach wie vor, die Strassenbahn nach unten zu verlegen.
  • 2x paulchen – 20.01.10
    Sorry, ich wollt es nicht zweimal schreiben, aber bei dieser Kommentarseite verschwinden Beiträge schon mal für Minuten um dann doch wieder aufzutauchen.
  • Vorhersehbarkeit paulchen – 20.01.10
    Ich war vor Baubeginn beruflich mit betroffen. Es wurde von verschiedenen Personen die Leistungfähigkeit bezweifelt. Wir wurden als Bedenkenträger abgekanzelt. Welch Wunder wenn der Bauherr der Auftraggeber des Gutachtens ist. Was da raus kommt ist doch klar.
    Jetzt liegt das Kind im Brunnen und da kommt wieder so ein auswärtiger Gutachter und findet den Stein der Weisen, wir lassen die Autos einmal im Kreis fahren (KSS - Schillerstraße - Andreaestraße - Herschelstraße. Was das soll kann ich nicht erkennen, denn die Auto umrunden sich quasi selbst. Dann der Vorschlag die Bushaltestellen zu verlegen. Wohin denn bitte, in den schmuddeligen "ListerMeilenTunnel", da soll doch schon die Stadtbahn hin. Dazu müsste aber die Brücke komplett erneuert werden, denn so ist das alles viel zu schmal. Bei diesen ganzen Staus wird in einem Jahr mehr Dreck in die Luft geblasen als 10 Jahre Umweltzone ersparen könnten. Und wieder Stößt man auf den Umwelt und Wirtschaftsdezernenten Mönninghoff, dieser Mann ist das personifizierte Chaos.
  • Kreuzung am Aegi zu beschaeftigt – 20.01.10
    Die Hannoveraner Ratsherren sind seit langem zu 100% mit der Umweltzone beschäftigt. Da muss man schon mal Aufgaben nach extern geben.

    Vielleicht wollten sie aber auch einfach mal an der Kreuzung am Aegi über die Strasse gehen. Das kann auch schon mal was länger dauern.

    Mein Vorschlag: Warum geben wir nicht gleich das ganze Rathaus nach extern? Vielleicht nach Hamburg? Oder nach München?

    Dann steigt Hannover auch wieder in der Zufriedenheitsstatistik.
  • Vorhersehbarkeit paulchen – 20.01.10
    Da ich schon vor Beginn der Bauarbeiten beruflich betroffen war, kann ich nur sagen, dass von mehreren Seiten genau diese Befürchtungen geäußert wurden. Man wurde aber als Bedenkenträger abgekanzelt.
    Ist schon schlimm wenn bei der Stadt keiner weiß, das Gutachten immer zu Gunsten des Auftraggebers ausfallen. Komischerweise kommt da der Name Mönninghoff als Wirtschaftsdestruktor wieder ins Spiel. Jetzt liegt das Kind im Brunnen und dann kommen solchen Vorschläge wie den Nordteil der KSS nur in Richtung Bahnhof zu befahren und dann über Schillerstraße wieder zurück. Also Dümmer geht es nimmer! Dann kreuzt der abfließende Verkehr den ankommenden Verkehr an der Kreuzung Herschelstraße / Andreaestraße. Das soll mir mal einer erklären wie das funktionieren soll. Im übrigen war genau diese Fahrtrichtung das Problem im Dezember!
    Wohin wollen diese Planer denn die Bushaltestellen verschieben, etwa in den schmuddeligen "ListerMeilenTunnel", da soll doch schon der Bahnsteig der Stadtbahn hin. Hat sich einer mal diesen Tunnel angesehen. Da müsste erst eine wesentlich verbreiterte Eisenbahnbrücke gebaut werden bevor da wirklich was geht.
    Mal wieder typisch Stadt Hannover!
    Statt den alten Autofahrerspruch:
    "Vorsicht ist Voraussicht, das heißt im voraus sehen und erkennen wie sich eine Situation zwangsläufig entwickelt" zu beachten wurde mal wieder planlos gebaut. Herr Mönninghoff, dort wird ein Vielfaches der schädlichen Abgase erzeugt die mit der Umweltzone verhindert werden sollen. Tolles Ergebnis!
  • Straße vor Saturn Carsten – 20.01.10
    Die braucht man, um vors Hotel und in die Kaufhof-Tiefgarage zu kommen. Aber das geht beides auch mit der oben angesprochenen Einbahnstraßenregelung und ohne Linksabbiegemöglichkeit in den Posttunnel.

    Und schon läuft's besser: stadtauswärts durch den Posttunnel fahren nur noch die Taxen vom Bahnhof aus. Stadteinwärts fahrende Autos aus dem Posttunnel brauchen keine Linksabbiegerspur mehr, sondern fahren per kurzem Umweg durch Schiller- und Andreaestraße. Wenn dann noch die Bahn in den Tunnel kommt, müssen Fußgänger nur noch eine 2,50m breite Straße überqueren und haben dafür mehr als genug Platz zum Warten.
  • Hannover ist unglaublich ... theodor – 20.01.10
    ... lässt sich von auswärtigen Unternehmen falsche Prognosen (wahrscheinlich für Geld) erstellen, braucht dann über ein Jahr festzustellen, dass das so an dieser Kreuzung nicht funktioniert ...

    ... und will dann wieder Geld für auswärtiges "Fachwissen" ausgeben!

    Kann man die beteiligte Verwaltung irgendwie zur Rechenschaft ziehen, oder geht das immer so weiter?

    Theodor
  • Autos vorm Saturn GibbelPick – 20.01.10
    Warum müssen eigentlich Auto vorm Saturn fahren können ?
  • Früher... Boris – 20.01.10
    konnte man nicht man nicht von der Kurt Schumacher durch den Posttunnel nach links abbiegen. Man mußte entweder Herschelstraße oder den Tunnel hinter dem Bahnhof nehmen. Ich sehe da für Autofahrer kein Probem den Umweg Celler STraße zu fahren um zu den Parkplätzen hinter dem Bahnhof zu gelangen.

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