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Ein gutes Jahrhundert voller guter Taten

Viktoria-Luise-Stiftung Ein gutes Jahrhundert voller guter Taten

Leicht verspätet hat die Klosterkammer den 100. Geburtstag der ehrwürdigen Viktoria-Luise-Stiftung gefeiert. „Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleine Stiftungen lange segensreich wirken können“, sagt Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer.

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Viktoria-Luise-Stiftung wird 100 Jahre alt, Vorstellung der Festschrift Die Viktoria-Luise-Stiftung wird 100, Vorstellung der Festschrift. (v.l.n.r. Hilmar Demuth, Autor der Festschrift, Hans-Christian Biallas, Praesident der Klosterkammer, Christian Pietsch, Mitarbeiter der Klosterkammer)

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. Ihr 100. Geburtstag liegt schon drei Jahre zurück: „Sie ist in die Jahre gekommen - aber ihre Leistungsfähigkeit hat nicht gelitten“, sagt Hans-Christian Biallas. Der Präsident der Klosterkammer ist in Personalunion auch Vorsitzender der ehrwürdigen Viktoria-Luise-Stiftung, deren Jubiläum - leicht verspätet - die Klosterkammer am Dienstag gefeiert hat.

„Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleine Stiftungen lange segensreich wirken können“, sagt Biallas.

Im Jahr 1912 gründete Emil L. Meyer, Spross einer alteingesessenen jüdischen Bankiersfamilie, die Stiftung. In patriotischer Manier gab er ihr den Namen der Kaisertochter: „Diese hat wahrscheinlich nie von der Existenz der Stiftung erfahren“, sagt Hilmar Demuth. Der ehemalige Schatzmeister der Stiftung hat die Historie der Einrichtung jetzt erforscht: Die Broschüre „Viktoria-Luise-Stiftung - Einhundert Jahre Dienst am Menschen“, bearbeitet von Christian Pietsch, ist jetzt bei der Klosterkammer erhältlich.

Kommerzienrat Meyer ermöglichte mit einem Stiftungskapital von 150.000 Mark seinerzeit die Einrichtung einer Heilanstalt in Bad Rehburg: Lungenkranke Beamte sollten dort Erholung finden - in mondänem Ambiente: In der Anstalt gab es eine weitläufige Terrasse, ein Billardzimmer, und zum zweiten Frühstück wurde laut Speiseplänen ein Viertelliter Rotwein gereicht.

Bis in die Siebziger gab es das Sanatorium, dann übernahm ein Verein zur Betreuung Schwerbehinderter das Anwesen. Die Stiftung bewirtschaftete fortan Immobilien, vor allem in Bissendorf. Als sie 2004 in die Obhut der Klosterkammer kam, wurden diese verkauft, das Geld floss in den Bau eines Studentenwohnheims in Wolfsburg.

„Wir haben heute verlässliche Einnahmen“, sagt Biallas. Mit etwa 30 000 Euro unterstützt die Stiftung Jahr für Jahr soziale Zwecke: Antragsteller sind meist Sozialämter, Diakonie oder Caritas: Mit Beträgen von meist weniger als 500 Euro ermöglicht die Stiftung Bedürftigen den Kauf von Möbeln oder einer Waschmaschine. Bankier Meyer würde das sicherlich mit Wohlgefallen sehen.

Infos zur Broschüre unter (05 11) 34 82 60.

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