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Aus der Stadt Vodafone zieht an die Vahrenwalder Straße
Hannover Aus der Stadt Vodafone zieht an die Vahrenwalder Straße
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00:16 12.06.2016
Von Conrad von Meding
Viel Leichtigkeit: Die neue Zentrale von Vodafone-Nord. Quelle: Kiefer + Kiefer
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Hannover

Auf dieser Fläche war einst ein großes Multiplex-Kino als Konkurrenz zu Cinemaxx geplant - jetzt entsteht nach mehr als 20-jährigem Leerstand an der Vahrenwalder Straße ein Neubau für die Niederlassung von Vodafone-Nord. Gut 450 Mitarbeiter aus Langenhagen sollen ab Mitte 2018 dort arbeiten. Dazu gibt es eine Mietoption für weitere Büroarbeitsplätze: Vodafone hat den Breitbandanbieter Kabel Deutschland übernommen, die etwa 200 Mitarbeiter sind derzeit an der Hans-Böckler-Allee gegenüber von Möbel Steinhoff untergebracht. Das neue Unternehmen könnte unter einem Dach vereint werden.

Die Ansiedlung von Vodafone auf dem ehemaligen Gelände des Autohauses Opel Blitz ist ein Coup hannoverscher Unternehmer. Gemeinsam haben die beiden Hannover Region Grundstücksgesellschaften (HRG) und die Delta Bau vor vier Jahren das 14 000 Quadratmeter große Grundstück an der Vahrenwalder Straße nördlich des Mittellandkanals gekauft - „auf Vorrat“, wie HRG-Chef Thomas Heinemann betont. „Wir haben an die Qualität des Standorts geglaubt und recht behalten“, sagt Delta-Chef Dirk Streicher. Zusammen investieren die drei Firmen einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag auf dem Grundstück, Vodafone wird langfristiger Mieter. Die Pläne für den sechsgeschossigen Bau stammen vom Architekten Harald Kiefer. In einer strukturierten Backsteinfassade schafft der Entwurf mit Glasbändern viel Leichtigkeit - „das war Vodafone wichtig“, sagt HRG-Geschäftsführer Mattias Böhle. Im Erdgeschoss sind ein Vodafone-Shop und eine Gastronomie untergebracht, die auch als Kantine für die Mitarbeiter dient. Von ihren Büros werden die Vodafone-Mitarbeiter kurioserweise auf die Telekom-Verwaltung gegenüber schauen - und umgekehrt.

Der Bauantrag ist gerade gestellt, im Oktober oder November sollen die Arbeiten beginnen. Rückwärtig entsteht ein Parkhaus. Für die drei Firmen ist es nur der erste Baustein auf der Fläche, die unter dem Namen „City Gate Nord“ vermarktet wird: An der Grundstückskante zur Straße Sahlkamp ist Platz für ein weiteres, etwas größeres Gebäude. Dort sind nach Angaben der Unternehmer ein Hotel, Büros oder Handelskonzepte denkbar. Einen Nutzer sucht man noch, lässt sich aber Zeit.

Wechselvolle Geschichte

Auf dem Grundstück war bis Anfang der Achtzigerjahre das Autohaus Nordstadt Hannover, dessen Chef Günter A. sich als Autotuner unter anderem im Luxussegment international einen Namen machte. Später firmierte die Firma um in Opel Blitz, die 1993 Pleite anmeldete. 1998 wollte er das Multiplex-Kino Imax auf dem Gelände ansiedeln, was die Stadt verhinderte. 2007 soll A. nach Überzeugung von Ermittlern seine Mutter in Verden umgebracht haben, er scheiterte mit dem Versuch, sich mit einem Kopfschuss selbst zu töten. Er ist heute noch schwerstbehindert.

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