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Aus der Stadt Volksbegehren für 13 Jahre bis zum Abitur
Hannover Aus der Stadt Volksbegehren für 13 Jahre bis zum Abitur
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09:17 24.01.2011
Von Bärbel Hilbig
Abitur nach 12 Jahren: Durch die Verkürzung der Schulzeit ist es zu einer Verdichtung des Lernstoffs gekommen. Quelle: Surrey
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Bestätigt fühlen sich die Aktivisten durch Berichte dieser Zeitung, dass in der Region Hannover, aber auch in anderen Städten Niedersachsens wie Göttingen, Braunschweig und Celle, eine Flucht aus dem 12. Jahrgang an Gymnasien festzustellen ist, dessen Schüler dieses Frühjahr als Erste ihr Abitur nach einer verkürzten Schulzeit ablegen.

„Die Schüler haben zum Teil Arbeitstage, die über das hinausgehen, was Erwachsene zu leisten haben“, kritisierte Swidbert Gerken, der ein Kind an der Helene-Lange-Schule hat. Durch die Verkürzung der Schulzeit sei es zu einer ungeheuren Verdichtung des Lernstoffs gekommen. „Die Kinder lernen in der 7. Klasse Mathematikthemen, die vorher in der 8. Klasse an der Reihe waren. Und oft verstehen sie es nicht“, sagte Gerken. Marisa Körner, die bald an der Marie-Curie-Schule in Ronnenberg nach 13 Jahren ihr Abitur machen wird, berichtete von deutlichen Leistungsunterschieden zwischen den jüngeren (G-8) und älteren Schülern (G-9), die nun zusammen in die Abiturprüfungen gehen werden. „Die G-8-Schüler haben Wissenslücken.“

Zeit bis Mai

Ute Janus, Mitinitiatorin des Volksbegehrens, forderte jeden Unterstützer auf, in den kommenden Wochen jeweils neun weitere Unterschriften im Bekanntenkreis und an der Schule zu sammeln. Mit dieser Aktion zum Endspurt unter dem Titel „Gib mir 9!“ hoffen die Aktivisten, die landesweit notwendigen rund 610.000 Unterschriften noch zusammenzubekommen. Zeit sei noch bis mindestens Mai, sagte Sprecherin Andrea Hesse. Bisher haben innerhalb von 14 Monaten rund 200.000 Bürger unterschrieben.

Die kleine Glockseeschule hatte im vergangenen Frühjahr in wenigen Wochen gut 3300 Unterschriften gesammelt, das macht etwa 16 Unterschriften pro Schüler. „Das ist enorm. Und so kann es laufen“, sagte Andrea Hesse.

Unterstützt wurden die Unterschriftensammler am Sonnabend von Schülern der Pestalozzischule in Langenhagen, die mit afrikanischen Trommelrhythmen viele Passanten zum Stehenbleiben bewegten. Das Volksbegehren hat außerdem zum Ziel, die festgesetzte Mindestgröße von fünf Parallelklassen bei der Gründung von Gesamtschulen herabzusetzen und die Form der gut ausgestatteten Vollen Halbtagsschule für Grundschulen zu erhalten.

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