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Aus der Stadt Neuer Anlauf für streitfreie Volksfeste
Hannover Aus der Stadt Neuer Anlauf für streitfreie Volksfeste
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17:42 09.02.2018
Bald wieder ohne Streit? Frühlingsfest in Hannover. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Wer soll künftig in Hannover die Frühlings- und Oktoberfeste ausrichten? Zuletzt hatte es 18 Klagen konkurrierender Unternehmen gegeben, weil die Stadt in einem intransparenten Verfahren Fehler gemacht hat. Am Ende musste sie 100 000 Euro zahlen, um den Dauerstreit zu beenden. Ab 2019 soll nun alles besser werden. Statt einer sogenannten Dauerfestsetzung, wie sie seit 1979 praktiziert wurde und von der jahrzehntelang ausschließlich die hannoversche Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste (AGV) profitierte, soll nun eine Dienstleistungskonzession ausgeschrieben werden. Das ist wesentlich komplizierter, soll aber für Rechtsfrieden sorgen.

Den Vorschlag hat am Freitag die SPD-Fraktion im Wirtschaftsausschuss des Rates unterbreitet und dafür Zustimmung von allen Fraktionen bekommen. „Die Schaustellerbetriebe brauchen Planungssicherheit, wie es ab 2019 weitergeht“, sagte SPD-Wirtschaftspolitiker Florian Spiegelhauer. Die beiden Volksfeste auf dem Schützenplatz ziehen mit Riesenrad, Achter- und Geisterbahnen sowie Bierzelten zweimal im Jahr ein Millionenpublikum an. 2016 aber hatten sich erstmals sowohl die AGV wie auch die Springer Firma FTE beworben, die Feste auszurichten, seitdem gab es Streit.

Mit dem Verfahren einer Dienstleistungskonzession hoffe die Stadt, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sagte Fachbereichsleiterin Kay de Cassan im Ausschuss. Allerdings wollen die Ratspolitiker diesmal dabei mitreden, die Kriterien für die Vergabe festzulegen. Anschließend soll die Konzession europaweit ausgeschrieben werden. Das alles muss nun schnell gehen, Politik und Verwaltung wollen sich jetzt für die Detailplanung zusammensetzen. Bis Hebst soll feststehen, wer ab 2019 die Feste ausrichtet.

Von Conrad von Meding

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