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Aus der Stadt Volkshochschule Hannover zieht ans Hohe Ufer
Hannover Aus der Stadt Volkshochschule Hannover zieht ans Hohe Ufer
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21:07 20.01.2011
Von Andreas Schinkel
Die derzeit leer stehende Schule am Hohen Ufer wird saniert.

Die Würfel sind endlich gefallen, nach vielen Jahren der Verhandlungen. Die Volkshochschule Hannover (VHS) soll nun in der ehemaligen Schule am Hohen Ufer ein neues Zuhause finden, wie Oberbürgermeister Stephan Weil gestern bekannt gab. Das derzeit leer stehende Gebäude gleich neben dem Historischen Museum wird zuvor für rund neun Millionen Euro komplett saniert und mit einer anderen Fassade ausgestattet.

Zeitgleich mit den Bauarbeiten will die Stadt zwei Bauflächen auf dem als Parkplatz genutzten Schulhof vermarkten, um dort Wohnbebauung und gewerbliche Nutzung zu ermöglichen. Der derzeitige, baufällige Hauptsitz der VHS am Theodor-Lessing-Platz wird aufgegeben, das Grundstück ebenfalls vermarktet. „Wir legen in der Ausschreibung fest, dass die Galerie Kubus erhalten bleibt“, sagt Weil. Jetzt müssen die Ratsgremien über das Vorhaben entscheiden.

Ursprünglich hatte der Rat beschlossen, einen Neubau für die VHS auf dem Raschplatz nahe dem Pavillon zu errichten. Doch aus Kostengründen rückte die Verwaltung von diesem Plan ab und suchte nach passenden Räumen rund um den Raschplatz. Zunächst war der Anbau des Bredero-Hochhauses im Gespräch, dann deutete alles darauf hin, dass die Stadt das Gebäude der Deutschen Zentralgenossenschaftsbank (DZ-Bank) mietet. Aber die Banker fanden keine Unterkunft für ihre eigenen Mitarbeiter, die das gesamte Haus hätten räumen müssen. Auch die Oststadtbiliothek und die Kita im Raschplatzpavillon sollten beide ins DZ-Haus ziehen, jetzt bleiben beide Einrichtungen an ihrem alten Standort. „Wir werden 400.000 Euro investieren, um den Südteil des Pavillons zu sanieren“, kündigt Weil an.

Der Umzug der VHS ans Hohe Ufer bietet aus Sicht der Stadt viele Vorteile. „Die Sanierung ist drei Millionen Euro günstiger als ein Neubau auf dem Raschplatz“, sagt Weil. Zudem beschleunige sich der Standortwechsel, in etwa drei Jahren könne die VHS ihre neuen Räume beziehen. Auch verspricht man sich durch den Umzug eine Belebung der Altstadt und eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem benachbarten Historischen Museum.

Rund 7000 Quadratmeter stehen in der Schule zur Verfügung, davon sind 6200 für die Bildungseinrichtung vorgesehen. Fassade und Haustechnik sollen erneuert, die Zimmer auf den Bedarf der VHS neu zugeschnitten werden. Ein Hörsaal für 300 Zuschauer sowie ein großzügiges Foyer und eine Cafeteria geben der VHS einen modernen Anstrich.

„Eine echte Verbesserung für die VHS-Mitarbeiter und die Kursteilnehmer“, kommentiert Thomas Schremmer vom städtischen Gesamtpersonalrat die Pläne. Auch Lothar Schlieckau, Vorsitzender des Kulturausschusses, ist angetan. „Der neue Standort liegt sehr zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen“, sagt er.

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