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Baden in Hannover

Volle Freibäder, volle Kassen


Dem heißen Sommer mit Rekordtemperaturen sei Dank: Nach mehreren mauen Jahren können sich die Badbetreiber in 
diesem Sommer
 endlich über großen Zulauf freuen.
Einfach abtauchen: Auch kleine Wasserratten zeigen sich bei den hochsommerlichen Temperaturen wagemutig – und trauen sich mit Schwimmflügeln große Sprünge zu. Aber nicht nur im Volksbad Limmer ist derzeit Hochbetrieb: Unisono freuen sich die Betreiber der Freibäder über den Besucheransturm.

Einfach abtauchen: Auch kleine Wasserratten zeigen sich bei den hochsommerlichen Temperaturen wagemutig – und trauen sich mit Schwimmflügeln große Sprünge zu. Aber nicht nur im Volksbad Limmer ist derzeit Hochbetrieb: Unisono freuen sich die Betreiber der Freibäder über den Besucheransturm.

© Kristoffer Finn

Nach mehreren durchwachsenen Sommern zaubert das warme Wetter in diesem Jahr den Kassenwarten von Hannovers Freibädern ein Freudestrahlen aufs Gesicht. Durch die Bank verzeichnen die Bäder deutlich höhere Besucherzahlen als beispielsweise 2009, die meisten liegen ein Vielfaches über den Werten der Vorjahre. Trotz eines sehr schwachen Beginns im regnerischen Mai ist manches Bad mittlerweile auf Rekordkurs. „Wir können jetzt schon sagen, dass wir am Ende der Saison mindestens eine schwarze Null erreichen werden“, jubelt etwa Gerd Weßling, Geschäftsführer des vom Schwimmverein Aegir betriebenen Ricklinger Bades. Allein im Juli hat er bisher 31.000 Badegäste gezählt – vor zwei Jahren kamen in der gesamten Saison nur 53.000 Besucher in das Bad.

Aus dem Maschseestrandbad wie aus dem Volksbad Limmer heißt es, die Besucherzahlen lägen derzeit dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Das kann bei schlechtem Wetter schnell wieder anders kommen, aber jetzt läuft es richtig gut“, sagt Simone Werner, Badleiterin in Limmer. Sie hofft, mit den Einnahmen dieses Sommers sogar ein kleines finanzielles Polster für das Schwimmbad zu schaffen, das von den Vereinen Waspo-Hannover und dem HSV von 1892 betrieben wird. Das will etwas heißen: „Als privat geführtes Bad haben wir schließlich immer wenig Geld.“

Gute Kunde kommt auch aus dem privat geführten RSV-Bad in Leinhausen. „Das Bad ist voll“, sagt Schwimmmeister Heiko Peters. „Wenn der Sommer so weitergeht, wird das ein richtig gutes Jahr.“ Vorstand Willi Grünthal rechnet für den bisherigen Sommer mit Einnahmen, die „mindestens doppelt so hoch“ sind wie im Vorjahr. 2009 hatte man noch Sorgenvolles gehört aus Leinhausen: Da hatte Badverwalter Peter Schachschneider die schwachen Zahlen als „sehr beängstigend“ bezeichnet. Jetzt aber hofft der RSV nach fünf Jahren endlich mal wieder auf ein positives Ergebnis. „Das gibt uns die Möglichkeit, endlich auch mal neue Sprungbretter und eine neue Pumpe anzuschaffen“, sagt Grünthal.

Derweil passieren jeden Tag zwischen 4200 und 6000 Gästen die Tore des Annabads in Kleefeld. „Die brauchen wir aber auch nach dem schlechten Besuch im Mai und Anfang Juni“, sagt Badleiter Horst Schröder. Da hatte das Bad rund 60 Prozent weniger Gäste als im langjährigen Durchschnitt. Nach durchgehend heißen Tagen im Juni und Juli aber kommt Schröder in seiner Statistik bereits auf 135.000 Besucher in diesem Jahr. Wenn das so weitergeht, könnte sogar der Rekord aus dem Jahr 2006 fallen, damals kamen 260.000 Badegäste nach Kleefeld. Carsten Koch, Leiter des von einer gemeinnützigen Gesellschaft betriebenen Fössebades in Linden, gibt zu bedenken, dass die Sommersaison stets vier Monate lang sei. Gleichwohl ist auch er mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden. Allein am vergangenen Sonnenwochenende kamen 5300 Gäste in das vergleichsweise kleine Freibad. „Wir haben derzeit doppelt soviel Personal eingestellt wie an schwächeren Tagen“, sagt er.

Im größten und gleichzeitig letzten städtischen Freibad, dem Lister Bad, freut sich Geschäftsführer Dieter Rockstein über 4000 bis 7000 Wasserfreunde täglich. Noch im Mai habe das Bad die schlechtesten Besucherzahlen „seit Beginn meiner Aufzeichnungen im Jahr 2003“ zu vermelden gehabt. Inzwischen nimmt das Bad täglich bis zu 10.000 Euro ein. Auch das Misburger Bad, das seit vergangenem Jahr der Optisport Health Club betreibt, konstatiert einen Besucheranstieg gegenüber 2009. Betriebskoordinatorin Andrea Wiegand schätzt den Andrang auf 3000 Badegäste täglich.

Felix Harbart, Juliane 
Kaune und Hans-Dieter Meinen

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    Sommer, Sonne und Sonnenschein - zieh ich mir voll gerne rein. In diesem Sinne!

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