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„Vollpfosten“ kostet 525 Euro Geldstrafe

Gerichtsurteil „Vollpfosten“ kostet 525 Euro Geldstrafe

Ein Hausmeister beleidigt einen Polizisten am Flughafen Langenhagen und muss nun mit den Konsequenzen leben. Das hannoversche Amtsgericht hat den 34-Jährigen zu einer Geldstrafe von 35 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt.

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Pöbelei gegen einen Polizeibeamten kostet Hausmeister 525 Euro.

Quelle: Symbolfoto

Hannover. Darf man sich beleidigt fühlen, wenn man von einem anderen als „Vollpfosten“ bezeichnet wird? Man darf, urteilte gestern der hannoversche Amtsrichter Sebastian Schuster und verurteilte einen 34-Jährigen aus Uetze zu einer Geldstrafe von 35 Tagessätzen à 15 Euro. Diese 525 Euro sind für den Hausmeister, der auf 450-Euro-Basis arbeitet und von seinen Eltern finanziell unterstützt wird, viel Geld. Doch seine Pöbelei gegen einen Polizeibeamten am Langenhagener Flughafen und sein Auftreten vor Gericht waren derart von Uneinsichtigkeit und Selbstgefälligkeit geprägt, dass der sichtlich erboste Richter die von Amtsanwältin Katja Jaeger geforderte 250-Euro-Strafe mehr als verdoppelte.

Georg B. hatte Ende Mai Reisende abholen wollen, abends gegen 23 Uhr. Allerdings fuhr er mit seinem Auto die letzten Meter zum Terminal B in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße. Von einem Beamten der Flughafenwache zur Rede gestellt, tat B. den Verstoß als Lappalie ab und wollte dem Polizisten auch nicht verraten, wer Halter des von ihm benutzten Wagens war. Wer der Beamte denn überhaupt sei mit seinen „Pixeln auf den Schultern“, redete sich B. in Rage. Auch den „Vollpfosten“ vernahm eine Zeugin, eindeutig gemünzt auf den Polizisten – der Anzeige erstattete.

Die Frage, was denn ein Vollpfosten für ihn sei, beantwortete B. gestern mit „Dummschwätzer“ und „Dummkopf“. Dem Hinweis seines Verteidigers Harald Lemke-Küch, dass dieser Begriff doch auch jemanden kennzeichnen könne, der sich lediglich schlecht benehme, mochte das Gericht keine Bedeutung beimessen. Es honorierte das Verhalten des bereits wegen mehrerer kleinerer Delikte vorbestraften Georg B. stattdessen mit einer spürbaren Geldstrafe.

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