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Aus der Stadt Von Affen verletztes Kind bleibt in Klinik
Hannover Aus der Stadt Von Affen verletztes Kind bleibt in Klinik
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08:38 15.07.2012
Von Veronika Thomas
Die Schimpansen dürfen nach ihrem Ausflug durch den Zoo das Urwaldhaus bis auf Weiteres nicht verlassen. Quelle: Steiner
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Hannover

Das Kind war von einem der Tiere angerempelt worden und daraufhin gestürzt. Dabei hatte es sich nach HAZ-Informationen eine Schürfwunde am Kopf, eine Lippenschwellung sowie eine Fußprellung zugezogen. Weder die Klinik noch die Eltern wollten sich zum Gesundheitszustand des Kindes äußern – aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes, wie es hieß. Bekannt ist so viel: Als kleines Trostpflaster schickte der Zoo einen Plüschflamingo.

Einen Tag nach dem Ausbruch von fünf Schimpansen aus ihrem Gehege im Zoo Hannover, ist Ruhe eingekehrt. Die Tiere verbrachten den Tag im Affenhaus.

Die Schimpansen bleiben vorerst im Urwaldhaus. Das Außengehege, aus dem ihnen die Flucht gelungen war, bleibt für sie auch die nächsten Tagen tabu. Geschäftsführung, Techniker und Gärtner wollen das Areal weiter untersuchen, um sicherzugehen, dass die Tiere nicht ein zweites Mal daraus entwischen können. Über den abgesenkten Ast eines Busches, dessen Wurzelballen aufgrund des Starkregens der vergangenen Tage aufgeweicht und abgeknickt war, hatten sich fünf Mitglieder der siebenköpfigen Schimpansengruppe im Zoo nach draußen gehangelt.

„Bei diesem Wetter würden wir sie sowieso nicht nach draußen lassen“, sagte Zoosprecherin Magitta Feike gestern. Weil es in den nächsten Tagen weiter regnen soll und damit die Gefahr besteht, dass sich weitere Sträucher aus dem Erdreich lösen könnten, geht der Zoo auf Nummer sicher. Das heißt, die Affen bleiben vorerst in ihrem Innengehege; den Schimpansen Toto bekommen Besucher gar nicht zu Gesicht: Er bleibt aus Sicherheitsgründen im rückwärtigen Schlafbereich, um zu verhindern, dass er ausbricht.

Das Urwaldhaus wird nach dem Ausbruch der Schimpansen vorerst geschlossen, wie der Zoo am Sonnabend mitteilte.

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