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Vor dem Rathaus ist kein Platz für Ritzenkraut
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Umsiedlung
 seltener Pflanze Vor dem Rathaus ist kein Platz für Ritzenkraut

Das Deutsche Filzkraut beschäftigt einmal mehr die hannoversche Kommunalpolitik. Die seltene Pflanze, die zwischen den Pflastersteinen auf dem Parkplatz des Klagesmarktes wächst, soll umgesiedelt werden, da der Platz demnächst bebaut wird. So empfiehlt es zumindest die Region als Untere Naturschutzbehörde.

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Das Ritzenkraut wächst zwischen den Pflastersteinen auf dem Parkplatz des Klagesmarktes.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. „Dem kommen wir nach, aber das Ritzenkraut wird nicht auf dem Areal vor dem Rathaus angebracht“, sagt Baurat Uwe Bodemann. Die Linken hatten gestern in einer Ratsanfrage den möglichen Standort ins Gespräch gebracht. Denn das unebene Pflaster rund ums Rathaus will die Stadt ohnehin erneuern.

Die Stadt sucht derzeit nach anderen sonnigen Plätzchen für das Filzkraut. „Das ökologische Milieu muss passen: Die Ritzen müssen eine bestimmte Breite haben, und wir brauchen genug Sonne“, sagt Bodemann, der sich jetzt notgedrungen mit botanischen Detailfragen beschäftigt. Man wolle jedoch nicht einzelne Pflanzen aus den Pflasterrillen des Klagesmarktes kratzen und das Kraut dann an anderer Stelle einpflanzen. „Vielmehr werden wir die Samen sammeln und dann über ein geeignetes Pflaster rieseln lassen“, erklärt Bodemann.

Der Rat hat gestern noch andere Beschlüsse gefasst:

Mehr Fahrradständer:

Einmütig haben sich die Kommunalpolitiker dem Schüler-Vorschlag aus dem Planspiel „Pimp Your Town“ angeschlossen, mehr Fahrradständer vor Schulen, am Kröpcke und vor dem Hauptbahnhof zu installieren. Am Mittwoch hatte der Bauausschuss auf rot-grünen Antrag beschlossen, 20 000 Euro für zusätzliche Radbügel auszugeben. Auch sollen städtische Mitarbeiter stärker als bisher auf Schrotträder achten, die Radparkplätze blockieren.

Mehr Mülleimer:

Mit einer weiteren Schülerforderung konnte sich der Rat anfreunden. Die Stadt soll prüfen, ob zusätzliche Mülleimer aufgestellt werden können. Denn häufig seien die vorhandenen Behälter auf besonders gut besuchten Plätzen überfüllt. Die neuen Mülleimer sollen auf Wunsch der Jugendlichen den Abfall nach Restmüll, Plastik und Papier trennen.

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