Region und Abfallwirtschaftsgesellschaft aha wollen die Satzung für die Erhebung der Müllgebühren vorerst nicht ändern. Das hat Umweltdezernent Axel Priebs am Mittwoch in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mitgeteilt. „Wenn wir jetzt an einer Stelle des Systems etwas verändern, muss an anderer Stelle wieder nachjustiert werden“, sagte Priebs. Politiker aus allen Lagern hatten eine Satzungsänderung verlangt, nachdem die HAZ über den Fall einer Familie berichtet hatte, die von aha zur Aufstellung einer größeren, und damit teureren Mülltonne gezwungen worden war, obwohl sie mit der kleineren Tonne auskam. Unter Beschuss geriet vor allem die Mindestmüllmenge von zehn Litern pro Person und Woche. Region und aha aber wollen es dabei belassen.
Priebs verwies darauf, dass aha kostenlose Serviceleistungen in einem Volumen von jährlich 40 Millionen Euro erbringe. Als Beispiele nannte er den Betrieb von 21 Wertstoffhöfen, die Sperrmüllabfuhr oder die Annahme von Grünschnitt. „Das alles machen wir ohne Zusatzgebühr“, sagte er. Aber es müsse auch finanziert werden. Bürger, die sich bei der Mülltrennung viel Mühe gäben, sollten nicht bestraft werden. „Aber die Fixkosten müssen wir gerecht auf alle Gebührenzahler verteilen“, sagte Priebs. Mit der zehn-Liter-Regelung bewege sich aha im üblichen Rahmen.
Allerdings müsse eine „Veränderung der Abfallvolumina“ beobachtet werden. Denkbar sei eine Senkung auf acht Liter pro Person und Woche. Außerdem wolle die Verwaltung „Vorschläge machen, wie wir zu mehr Gerechtigkeit kommen können“, sagte Priebs. Vorstellbar sei, auch im Umland die Tonnenabfuhr einzuführen und dabei vielleicht auch für Tonnen eine Grundgebühr zu kassieren – wie schon bei der Sackabfuhr im Umland. Änderungen, die von der Politik noch diskutiert werden müssten, könnten zu Beginn des nächsten sogenannten Kalkulationszeitraums von aha im Januar 2013 in Kraft treten.
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Kommentare
@ Benno Rubber Duck – 29.07.10
Du weist nicht nur alles, Du weist auch alles besser. Könntest glatt Lehramtsinhaber sein. ;-)))Wo ich meine Müllsäcke hinstelle kann ich Dir sagen: vor meiner Haustür an den Straßenrand. Allerdings brauche ich nur wenige davon da ich Papier, Pappe, Glas und andere Wertstoffe dort entsorge wo entsprechende Sammelbehälter stehen oder eben die entsprechenden Wertstoffsäcke benutze anstatt alles in ein und dieselbe Tonne zu schmeißen. Deshalb ist die Sackabfuhr für mich billiger, außerdem kann ich das wöchentliche Müllvolumen flexibel handhaben. Offenbar macht das die Familie, um deren Mülltonne es in den HAZ-Berichten geht, ebenso. Deshalb braucht sie auch die teure Riesentonne nicht. Und ich will die auch nicht haben, weil ich sie schlicht nicht brauche.
In anderen Städten gibt es graue (für Restmüll), braune (für Bio-Abfall), blaue (für Papier) und gelbe Tonnen (für Verpackungen und andere Wertstoffe). Außerdem drei verschiedene Glas-Sammelbehälter. Dieser Unsinn kostet den Bürger eine Menge Geld. Dabei gibt es längst Müllsortieranlagen die all diesen Aufwand überflüssig und die Müllabfuhr auch noch billiger machen würden. Aber deutsche Behörden haben ja offenbar nichts anderes zu tun als die Bürger zu schikanieren.
Zwei Systeme Tonne oder Sack mit Grundgebühr Martin Schulz – 29.07.10
Bei allen Freunden des einen oder des anderen Systems - nach allen Kommentaren bisher bleibt doch klar - Die Region Hannover hat den Landkreis und die Stadt beim Thema Müll nicht zusammengeführt, weil die geforderte (vermeindliche) Gerechtigkeit der Kosten für Irgendjemand Geld kosten wird und niemand betroffen sein will. Also, entweder Tonne oder Sack für alle. Vielleicht doch zurück zu Stadt und Landkreis ?! Da gab es derartige Neiddebatten nicht. Schöne Region Hannover.Sackmüllabfuhr günstig? Oliver Schmidt – 29.07.10
Die Sackmüllabfuhr sieht nur auf den ersten Blick günstig aus - es werden nämlich gern die 12,40€ "Grundgebühr" pro Monat und Haushalt (auch 1-Personenhaushalte!) vergessen. Das macht fast 150,-€ pro Jahr und Haushalt, ohne auch nur ein Gramm Müll entsorgt zu haben. Die Restmüllsäcke sind deutlich billiger als die Volumengebühr der Tonnen (ca. Faktor 2,5), aber man muss schon eine Unmenge an Müll produzieren, um hier günstiger zu fahren.Was wir alle in der Region brauchen, ist ein VERURSACHERGERECHTES Gebührensystem: Eine moderate Grundgebühr von ca. 5,-€ pro Tonne und Monat (dies würde die echten Anfahrts-/Abfuhrkosten decken) und eine eigene flexible Entscheidung, ob die Tonne DIESMAL geleert werden soll - und natürlich auch nur dann bezahlt wird. In Celle läuft es schon längst so...
vorerst keine Änderung bei Müllgebühren Margitta Kraus – 29.07.10
Früher hat es mich geärgert, dass sich so wenig Bürger an der Mülltrennung beteiligen. In unserer Straße befinden sich sogenannte "Müllplätze", worauf sich große Abfallkontainer befinden. In den Biotonnen findet man alles, aber kaum Biomüll, die gelben Säcke werden mit jeglichem Müll vollgestopft. Ich werde mich aber nun wahrscheinlich an diesem "wilden" entsorgen beteiligen, da ich sonst ja zu wenig Restmüll produziere!Buttjer,Müllfuchs ect. Kasimodo – 29.07.10
Diesen Schwachsinn über die Grünabfuhr habe ich lange verfolgen können.Grüngut Annahmestellen und Betriebshöfe im Landkreis werden von den allen Gebührenzahler getragen.Die Landkreisianer nutzen nur massiv die Wertstoffhöfe als die Städter.Warum wird nicht das verursacher Prinzip angewand und die Leute auf den Höfen die Rechnung präsentiert? Weil es dann in die Landschaft geschmissen wird.Originalzitat Regionsrat C.D.U. Tonne für alle! Gebühren bitte gleich.!Verursacherprinzip anwenden!wenn das nicht geht,bitte die Region wieder abwickeln weil sinnlos.@ Rubber Duck als Müllvandale Benno – 29.07.10
Mit der Sackabfuhr kann man laut Gummiente sein Müllvolumen selbst bestimmen. Das stimmt, allerdings nur dann, wenn man Teile seines Mülls anderweitig entsorgt. Ist doch beeindruckend, wie sich Gummiente hier als Müllvandale outet, der seinen Müll mit hochgeschlagenem Mantelkragen als „Dirty-old-man“ in fremde Tonnen oder irgendwo in der Landschaft entsorgt.Aber exakt auf dem Niveau sind Gummientes „Kommentare“ hier alle.
Mönninghoff genervter – 29.07.10
Leider meldet sich Herr Mönninghoff auch zu Wort, wenn er nicht zuständig ist. Hier kann er wieder was falsch machen, also macht er es sicher auch...Mönninghoff Hannover – 29.07.10
Hier ist gar nicht Mönninghoff ins Spiel zu bringen. Müll entsorgung ist Aufgabe der Region und nicht der LHH.Nebenbei kann jemand im Umland wirklich beeinflussen wieviel Restmüll er erzeugt und somit wegwirft. Die Sachabfuhr funktioniert hier.
Ein Problem stellen da eher die Bewohner der Stadt da. Gerade einmal 50% des Werstoffmülls werden hier richtig getrennt. Im Umland sind es über 80%. Wer nciht in der Lage ist zwei Tonnen richtig zu befüllen, sollte für das Umland keine Tonnen fordern. Hier kann man mit Müll umgehen.
@ Bornum Lindener Buttjer – 29.07.10
"Die Erde ist eine Scheibe und der Papst ist Gottes Stellvertreter auf Erden.Immer nach dem Motto "Man muss nur eine Sache unentwegt behaubten dann wird es auch geglaubt."Erster Satz ist schon einmal unsachlich.
Zweiter Satz ist Ihr eigenes Argumentaionspronzip.
"Lassen wir doch mal Unabhängige Gutachter von mir aus aus wien,über diese sache gucken.Mal sehen was da bei raus kommt."
Es gibt keine unabhängigen Gutachter, sondern immer nur Leute, die die Interessen ihrer Auftraggeber in Worte fassen :-)
"Aber da scheint es kein Interesse zugeben."
Ich brauche jedenfallls keine gekauften Gutachter, ich kann selbst gut beurteilen, was meiner Geldbörse gut tut und was/wer nicht.
"Es läßt sich ja so schön Wahlkampf damit machen."
Wer macht das denn zum Wahlkampfthema? Die SPD Hannover etwas? Witzig.
"Witzig ist aber das außgerechnet die Bürger sich am meisten darüber aufregen die Finanziell sehr gut bestallt sind.Die Mehrheit der Bürger hat keinen Garten und wohnt in Mehrfamilien Häuser.Ihre Möglichkeit auf die tonnen größe einfluss zunehmen ist eher gering."
eigentümer kümmern sich selbst um den Kram, Mieter können den Vermieter ansprechen. Wo leben Sie denn? [... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]
Kopfschütteln pedro – 29.07.10
Wann meldet sich eigentlich dazu Herr Mönninghoff zu Wort? Umweltschutz wird doch in Hannover so groß geschrieben. Hannover ist überall Vorreiter. Während andere noch stolpern, liegen wir schon auf der Nase... Umweltzone, Lärmverordnung, Winterdienst, und und und. Das einzige was hier wirklich gut klappt ist, dass wir zur Lachnummer der Nation geworden sind.@Bornumer Müllfuchs – 29.07.10
Sie schrieben "Der ehemalige Landkreis hat die fragwürdige Ehre als einzigster Entsorgungskreis in Deutschland mit Hausmüllsäcken entsorgt zu werden".Das entspricht nicht der Wahrheit. Nutzen Sie eine Suchmaschine und sie finden recht schnell weitere Sackmüllabfuhren für Hausmüll.
Ihr Geschichte mit dem Grünabfall ist auch so ein Fake. In der Region wird naturgemäß der Grünabfall überwiegend selbst verwertet bzw. zur Sammelstelle gebracht. Da nimmt keiner kostenlose Leistungen, die ein Städter bezahlt hat, in Anspruch.
Außerdem ist das kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff.
Ihr ganzes "Expertengehabe" ist nichts als heiße Luft.
Genau wie ihre Unterstellungen bezüglich illegaler Abfallentsorgung.
Also Ball flach halten und schön bei den Fakten bleiben. Märchen erzählen uns die Politiker schon genug. Odeer sind Sie gar einer von denen?
@Wettberger Bornum – 29.07.10
Die Erde ist eine Scheibe und der Papst ist Gottes Stellvertreter auf Erden.Immer nach dem Motto "Man muss nur eine Sache unentwegt behaubten dann wird es auch geglaubt.Lassen wir doch mal Unabhängige Gutachter von mir aus aus wien,über diese sache gucken.Mal sehen was da bei raus kommt.Aber da scheint es kein Interesse zugeben.Es läßt sich ja so schön Wahlkampf damit machen.Witzig ist aber das außgerechnet die Bürger sich am meisten darüber aufregen die Finanziell sehr gut bestallt sind.Die Mehrheit der Bürger hat keinen Garten und wohnt in Mehrfamilien Häuser.Ihre Möglichkeit auf die tonnen größe einfluss zunehmen ist eher gering.Müllmanagement nix zur sache tut – 29.07.10
Kostenlose Annahme von Grünschnitt und Gartenabfällen. Die dann kompostiert und später als Mutterboden weiterverkauft werden.Und all der Müll in form von Altmetall etc. bringt sicher auch den einen oder anderen Euro.
Und wenn da nicht nur ungebildete BWL'er sitzen würden sondern evtl. auch mal paar Leute, die von Reststoffen (auch Müll genannt) wirklich ne Ahnung und nen Plan hätten, dann könnte man das Ding auch profitabel betreiben ohne den 'Kunden' - sorry, das Wahlvolk und die Melkkuh - nicht mit so schwachsinnigen Aussagen bzgl. 'Nachjustieren' etc. für blöde halten. Und so mafiöse Machenschaften wie mit der größeren tonne beschrieben müsste man dann auch nicht abziehen.
Ansonsten sollte das Verursacherprinzip gelten: Wer Müll verursacht soll auch für dessen Entsorgung zahlen. Weg mit all den 'kostenlosen Angeboten', dann klappt es vllt. auch mit den Müllgebühren - danke!
@ Bornum Wettberger – 29.07.10
Richtig ist, was dem Bürger nutzt, da können vermeintliche Fachleute, die überwiegend auf Parteibuchkarriere reiten, gerne mit dem Kopf schütteln. Ich schüttele den Kopf über soviel bürgerfeindliche Ignoranz.Die Müllentsorgung im Landkreis ist preisgünstig und belastet den der viel Müll produziert. Das ist richtig und wird in der Stadt Hannover leider ignoriert; Tonnenpflicht egal wieviel Müll dann am Ende des Tages drin ist, sozialistische Einheitspreise eben und bürgerfeindlich, aber leider von Rot-Grün gewohnt.
Gummi Ente alias Rubber Duck Bornum – 29.07.10
Der ehemalige Landkreis hat die fragwürdige Ehre als einzigster Entsorgungskreis in Deutschland mit Hausmüllsäcken entsorgt zu werden.Stur wie ein Panzer halten einige Lautsprecher einzehlner Gemeinden immer noch an den Märchen fest das ihre Art der Entsorgung die Kostengünstigste sei.Jeder Fachmann auf Kongressen und Fachmessen schüttelt über soviel unlogig den Kopf.Obwohl die Region schon fast ein Jahrzent exestiert ist es bis heute unmöglich Synergien in der Abfallsammlung durch zu führen.Was aber die Kostenverteilung angeht läßt man sich gerne die Horrenden Kosten der "Gratis grüngut entsorgung" von den Städtern mitbezahlen.Schon mal überlegt liebe Rubber Duck wie sie sich fühlen würden wenn sie händisch pro Tag Tausende überschwere Hausmüllsäcke aus der Hüfte in das Fahrzeug schmeißen müssten? Wenn sie nur ein bisschen Logig hätten müssten sie die Tonne regelrecht einfordern.Allerdings ohne Vollservice.Das ja alle Anwohner des Landkreises gewohnt sind ihren Müll selbst an die Strasse zu stellen könnten sie leicht auch ihre Tonne hinstellen.Dann würde es wirklich billiger werden.Zur Zeit Zahlen sie mit der Grundgebühr und den Kosten der Säcke richtig drauf.Aber vielleicht sind sie ja auch einer dieser Menschen die ihren Hausmüll beim Nachbarn,in öffentlichen Papierkörben oder auf Raststätten entsorgen und sich dan Diebisch freuen ein paar Cent gespart zuhaben? Dagegen kann man natürlich nicht an argumentieren.Auch im Umland die Tonnenabfuhr einführen Rubber Duck – 28.07.10
Typische Beamtenlogik: wenn in der Stadt Hannover den Leuten die teure und ungerechte Tonnenabfuhr aufgezwungen wird, die im Umland jedoch ihr Müllvolumen dank Sackabfuhr selbst bestimmen können, dann stellt man Gleichbehandlung dadurch her das man auch den Menschen im Umland die teure und ungerechte Tonnenabfuhr aufzwingt.aha f!3x – 28.07.10
Zitat: "Änderungen [...]könnten [...] im Januar 2013 in Kraft treten."So stelle ich mir eine flexible und bürgernahe Verwaltung vor.
Drohgebärden bringen nichts Sparfuchs – 28.07.10
Wie sagte Herr Priebs?"Vorstellbar sei, auch im Umland die Tonnenabfuhr einzuführen und dabei vielleicht auch für Tonnen eine Grundgebühr zu kassieren – wie schon bei der Sackabfuhr im Umland"
Eine sinnleere Drohung - eigentlich ...
Solchen Leuten ist allerdings zuzutrauen, dass sie auch das noch fertig bringen.
Auch wenn sie dann alle Fahrzeuge neu kaufen und das ganze System umstellen müssen.
Und damit die Gebühren für alle weiter nach oben schnellen.
Sachgerechte, effektive und wirtschaftliche Lösungen waren noch die Stärke des früheren Landkreises/der jetzigen Region.
Das sie mit ihrem Verhalten dem Gedanken der Müllvermeidung und damit dem praktizierten Umweltschutz einen Bärendienst erweisen, ist ihnen aber auch egal.
So egal wie alles andere was so gegen die Wand gefahren wird.