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Gibt es bald Angelplätze für Behinderte?

Vorschlag der Grünen Gibt es bald Angelplätze für Behinderte?

Die Grünen schlagen jetzt vor, Angelplätze für Behinderte einzurichten. „Denkbar wären Plattformen samt Geländer am Ufer von Ihme oder Leine mit einer entsprechenden Ausschilderung“, sagt Grünen-Sozialexpertin Kathrin Langen. Das Problem ist nur: Anreisen sollen sie mit Bus und Bahn.

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Gibt es bald solche Plattformen wie in Lüdinghausen am Ufer von Ihme oder Leine?

Quelle: Quelle: Grünen

Hannover. Noch lädt die kalte Witterung nicht dazu ein, stundenlang an einem Gewässer auszuharren, aber an den Ricklinger Teichen stapfen bereits Angler durch die Uferböschung. Die Teiche gelten in Hannover als Hauptfanggebiet. Viele Angelplätze sind nicht leicht zu erreichen, insbesondere für gebrechliche und behinderte Menschen. Die Grünen schlagen jetzt vor, Angelplätze für Behinderte einzurichten. „Denkbar wären Plattformen samt Geländer am Ufer von Ihme oder Leine mit einer entsprechenden Ausschilderung“, sagt Grünen-Sozialexpertin Kathrin Langensiepen. In der kommenden Sitzung des Sozialausschusses am 15. Mai wolle sie das Thema zur Sprache bringen.

Beim hannoverschen Fischereiverein kommt der Vorschlag der Grünen gut an. „Wir haben mehrere Schwerbehinderte in unseren Reihen“, sagt der Vorsitzende Heinz Pyka. In anderen Ländern seien ausgebaute Angelplätze, die mit Rollstühlen befahrbar sind, gang und gäbe. Pyka weist aber auf eine Schwierigkeit hin: „Die Plätze müssen auch mit dem Auto zu erreichen sein.“ Normalerweise verbiete es die Stadtverwaltung, durch Landschaftsschutzgebiete zu kurven, um einen Angelplatz anzusteuern. „Von gesunden Anglern erwarte ich auch, dass sie ein paar Schritte zu Fuß gehen“, sagt Pyka. Aber Rollstuhlfahrern sollte die Stadt eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Es nütze ja nichts, wenn Angelplätze aufwendig mit Rampen und Geländern versehen werden, aber niemand dort hinkomme. Die Grünen meinen, dass ein Anschluss ans Bahn- und Busnetz ausreiche.

„Vielleicht könnte der Fischereiverein auch ein begleitetes Angeln für Blinde und Sehbehinderte anbieten“, sagt Hans Joachim Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender im hannoverschen Blinden- und Sehbehindertenverband.

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