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Vorschusslorbeeren für neuen Kämmerer

Axel von der Ohe Vorschusslorbeeren für neuen Kämmerer

Die Nominierung Axel von der Ohes zum neuen Kämmerer der Stadt Hannover stößt in der Kommunalpolitik auf ein weitgehend positives Echo. Regionspolitiker bedauern, dass von der Ohe seinen Posten als Leiter der Zentralen Steuerung im Regionshaus verlässt.

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„Solider Kandidat“: Der designierte Kämmerer Axel von der Ohe.

Hannover. Ratspolitiker sehen in dem 39-jährigen Politologen einen „soliden Kandidaten“ und loben seine ruhige, konzentrierte Art. Die CDU jedoch zweifelt. „Wo ist die dezidiert finanzpolitische Expertise, die wir als CDU-Ratsfraktion schon seit Langem gefordert haben?“, fragt Fraktionschef Jens Seidel. Die Mehrheit im Rat scheint von der Ohe sicher zu sein. SPD, Grüne und FDP werden voraussichtlich im Mai für ihn stimmen.

Von der Ohe hat viele Jahre in der Regionsverwaltung gearbeitet, zuletzt als Leiter des Bereichs Zentrale Steuerung. Er galt als rechte Hand von Regionspräsident Hauke Jagau (SPD). Zu seinen Aufgaben zählte unter anderem die Konsolidierung des Klinikums. Von der Ohe lebt seit 20 Jahren in Hannover.

„Er wird mir fehlen, wenn er die Regionsverwaltung verlässt“, sagt der Chef der CDU-Regionsfraktion Bernward Schlossarek. Zwar habe es in den vergangenen sieben Jahren auch Meinungsverschiedenheiten gegeben. „Aber ich habe keine Zweifel, dass von der Ohe den Kämmerer-Job bewältigt“, sagt Schlossarek.

Das sieht sein Parteifreund im Rat völlig anders. CDU-Fraktionschef Seidel zweifelt, ob von der Ohe die beste Wahl für die Nachfolge von Stadtkämmerer Marc Hansmann (SPD) sei. Seidel kritisiert, dass sich die Personalentscheidungen von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) „im hannoverschen Dunstkreis“ bewegen. Er hätte sich einen Bewerber von außen gewünscht, der frischen Wind mitbringt.

Beim Mehrheitsbündnis von SPD, Grünen und FDP im Rat kommt von der Ohe bisher gut an, Begeisterungsstürme kommen aber auch nicht auf. „Wir sehen viel Potenzial in ihm“, sagt SPD-Fraktionschefin Christine Kasting. Für Grünen Fraktionschefin Freya Markowis ist von der Ohe ein „solider Kandidat“. Sie begrüßt, dass Marc Hansmanns designierter Nachfolger dessen Strategien offenbar fortsetzen wolle, etwa das Investitionsprogramm weiterführen und zugleich den Haushalt konsolidieren. „Im Bereich der Ordnungspolitik scheint sich von der Ohe noch nicht so gut auszukennen“, sagt Markowis. Aber hier müsse man dem Neuling Zeit zum Einarbeiten gewähren.

Möglicherweise wird sich von der Ohe in ein paar Jahren nicht mehr um ordnungspolitische Fragen kümmern müssen. Im Gespräch ist nach Informationen der HAZ eine weitere Veränderung von Dezernatszuschnitten. Grüne und FDP wollen mit dem OB über das Thema reden. Dabei dürfte es auch darum gehen, ob die beiden kleineren Parteien beizeiten ein Vorschlagsrecht für Dezernentenposten bekommen. Hannovers Dezernenten werden für acht Jahre gewählt. Eine Stelle wird frühestens 2021 frei, wenn die Amtszeit von Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) endet.

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